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NBBL: BBT Göttingen unterliegt Hagen und verpasst Playoffs

Bitteres Ende NBBL: BBT Göttingen unterliegt Hagen und verpasst Playoffs

Ein dramatisches Spiel hat für das BBT Göttingen ein bitteres Ende genommen: Nachdem die Rot-Weißen im Schlussviertel einen Zwölf-Punkte-Rückstand in eine Drei-Punkte-Führung verwandelt hatten, verloren sie am Ende gegen die Phoenix Hagen Juniors mit 71:76 (47:59, 33:42, 19:20).

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Umsonst gestreckt: BBT-Guard Aaron Donkor leitet zwar eine Aufholjagd ein, verliert mit seinem Team am Ende aber doch.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Damit haben die Leinestädter ihr Saisonziel, das Erreichen der Play-Offs, verfehlt, und müssen in den anstehenden Play-Downs den Abstieg aus der Nachwuchsbasketball-Bundesliga verhindern. Trainer Sebastian Förster übte nach der Schlusssirene harsche Kritik an seiner Mannschaft. Kleiner Trost: Das Erreichen der Meisterrunde wäre auch bei einem Sieg nicht mehr möglich gewesen, da Konkurrent Leverkusen sein Spiel gewann.

Die finalen zehn Minuten wird wohl kein Mitglied des Trainerstabs, kein Spieler und keiner der rund 150 Zuschauer in der S-Arena so schnell vergessen. Schier aussichtslos schien der Rückstand, den das BBT aufholen musste. Doch die Göttinger kämpften wie besessen, angetrieben von einem furiosen Aaron Donkor, der bis dahin nur drei Punkte erzielt hatte, es am Ende auf zwölf Zähler brachte.

Durch einen Zweier von Nick Boakye gingen die Gastgeber zum ersten Mal seit Mitte des zweiten Viertels wieder in Führung. Es folgte ein erneuter Zweier, Göttingen führte 71:68, und die Halle stand Kopf. Doch in den verbleibenden 80 Sekunden trafen die Hausherren nicht mehr, während die Gäste acht Punkte erzielten und den Court als Sieger verließen.

Bruch im Spiel

Es war das Ende eines Spiels, das bis Mitte des zweiten Viertels ausgeglichen verlief, die Rot-Weißen führten 31:30. Dann kam ein Bruch in ihr Spiel, und sie erzielten in den nächsten fünf Minuten nur noch zwei Punkte, während Hagen die sechsfache Ausbeute erzielte (33:42).

Anfang des dritten Viertels schien es, als ob das BBT herankommen würde. Doch daraus wurde nichts. Im Gegenteil: Die Gäste bauten ihre Führung aus (47:58). Dann kam das Schlussviertel mit dem fulminanten Comeback und unglücklichen Ende aus Göttinger Sicht.

Förster hatte seinen Platz auf der Bank schon kurz vor der Halbzeit geräumt, war dann auch weit vor seinen Spielern wieder aus der Kabine zurückgekommen. Nachdem er im dritten Viertel fast teilnahmslos auf der Bank gesessen hatte, zeigte er im finalen Abschnitt,während der Aufholjagd, wieder Emotionen – im Vergleich dazu wie er sonst mitzugehen pflegt, allerdings eher geringeren Ausmaßes.

Anspannung hat gefehlt

Nach dem Spiel lieferte er die Erklärung dafür. „Selbst wenn wir mit unserer Aufholjagd erfolgreich gewesen wären – verdient gewonnen hätten wir nicht. Das letzte Viertel hat doch nur kaschiert, dass unsere Leistung insgesamt grottenschlecht war. So wie der ein oder andere glücklich zustande gekommene Sieg der vergangenen Wochen auch nur kaschiert hat, dass im Grunde unsere gesamte Saisonleistung enttäuschend war.“

Das Team sei ohne Energie ins Spiel gegangen, die Anspannung habe gefehlt, so der 37-Jährige weiter. Woran das gelegen habe? „Ich weiß es nicht.“  Was er wisse, sei, dass seine Leistungsträger ihn enttäuscht hätten. Andrew Onwuegbuzie, Boakye und Donkor: Alle drei hätten das Zeug dazu, Profi zu werden. Aber sie übernähmen keine Verantwortung, ließen es an der notwendigen Einstellung vermissen.

Große Reden schwingen könne jeder, so Försters Fazit, „aber jemand, der Führungsspieler sein will, muss sich auch mal auf dem Feld in Szene setzen, nicht nur außerhalb.“

Punkte BBT: von Richthofen (2), Bruns (13), Nagel (2), Medina Escolano (3), Onwuegbuzie (18), Rouenhoff (2), Boakye (9), Donkor (12), Büürma (10).

Von Hauke Rudolph

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