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Nach Eurocup-Aus: Patrick will in die Playoffs

Basketball Nach Eurocup-Aus: Patrick will in die Playoffs

Die BG Göttingen könnte in Treviso mehr erlitten haben als das schmerzliche Ausscheiden im Viertelfinale des Basketball-Eurocups. Veilchen-Spielmacher Trenton Meacham, der sich während des Spiels nach einer harten Abwehraktion des ehemaligen italienischen Nationalspielers und Olympia-Silbermedaillengewinners Massimo Bulleri verletzt hatte, musste nach dem Match ins Krankenhaus in Treviso gebracht werden. Der 25-jährige US-Amerikaner droht nun in der entscheidenden Phase im Kampf um die Playoff-Platzierungen auszufallen.

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Schmerzhafter Zusammenstoß: Trenton Meacham bleibt nach einer Kollision mit Treviso-Akteur Massimo Bulleri liegen.

Quelle: Pförtner

„Mein rechter Arm ist schon mächtig steif, ich kann den Ellenbogen kaum bewegen“, seufzt Meacham. Dabei hält er den rechten Arm so vorsichtig in der linken Hand, als würde er ein Baby wiegen. „Nun ja, so etwas passiert leider. In Göttingen werden weitere Untersuchungen anstehen“, fügt der in der im Bundesstaat Illinois liegenden Stadt Champaign geborene Aufbauspieler mit leiser Stimme hinzu. Teamarzt Kay Jacobsen hatte ihn nach dem Duell in die Notaufnahme des Krankenhauses gefahren. „Das Röntgenbild zeigt, dass nichts gebrochen ist. Das ist schon mal gut. Trent sagte, dass er das Gefühl hatte, als sei das Gelenk kurz ausgekugelt gewesen. Wir werden in Göttingen noch ein MRT anfertigen lassen“, sagt Jacobsen.

Für BG-Coach John Patrick war die harte Verteidigung Bulleris, die nicht geahndet wurde, sondern im Gegenteil Trent Meacham ein Offensiv-Foul einbrachte, „nur eine von mehreren sehr unglücklichen Entscheidungen der Referees“. Glück hatte der Veilchen-Coach, als ihn eine von der Tribüne geworfene Wasserflasche nur knapp verfehlte. „Das habe ich gar nicht mitbekommen. Ich habe mir allerdings Sorgen gemacht, als Trent verletzt am Boden liegend mit Papierkugeln und Flaschen beworfen wurde. Ich hoffe sehr, dass Treviso seine Zuschauer diszipliniert, wenn es hier im Halbfinale oder Finale des Final-Four-Turniers des Eurocups um noch ein wenig mehr geht“, sagt Patrick.

Wie stark und vor allem routiniert Treviso ist, musste die BG neidlos anerkennen. Auch von einer schier unglaublichen Dreier-Stärke der BG ließ sich der fünffache italienische Meister nicht aus dem Konzept bringen. Ruhig und konzentriert hielt der ehemalige kroatische Nationaltrainer Jasmin Repesa an seinen Systemen fest. Initiiert von den überragenden Aufbauspielern Stefan Markovic und Bulleri kam die gefürchtete italienische Power-Offensive immer besser ins Spiel. Bulleri konnte die BG oft nur mit Fouls stoppen, der italienische Ex-Nationale zog gleich zehn davon. „Auch in der Defensive haben sie gut gespielt. Wir haben zeitweise unsere Struktur verloren. Das war leider nicht unser bestes Spiel“, sagt BG-Guard Louis Dale.

Dass Treviso auf den großen Positionen deutliche Vorteile hat, war bekannt. Umso erstaunlicher war die Leistung von Dwayne Anderson, der mit scheinbar unerschöpflicher Energie seine Veilchen mit 21 Punkten in der ersten Hälfte fast im Alleingang im Spiel hielt. „Ich habe mich gut gefühlt und meine Räume genutzt. Das hat Spaß gemacht. Schade, dass es dann doch nicht gereicht hat“, sagt Euro-Dwayne, der mit zunehmender Spieldauer dem kraftraubenden Match doch Tribut zollen musste. So sehr sich die Veilchen um Jason Boone und Michael Meeks auch mühten, Kraftprotz Greg Brunner, der wie ein Jeff Gibbs in XL-Format spielt, NBA-Veteran Brian Skinner und der überraschend starke Hrvoje Peric ließen in der Zone nichts zu. „Wir haben uns erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb verabschiedet, auch wenn die Niederlage deutlich war“, resümiert Patrick.

Doch der Tatendrang des Coaches ist ungebrochen: „Jetzt gilt unsere komplette Konzentration der BBL. Wir wollen in die Playoffs.“ Bereits am Sonntag um 19 Uhr kann das Team im wichtigen Heimspiel gegen Playoff-Konkurrent Telekom Baskets Bonn zeigen, dass es gewillt ist, die Playoffs zu erreichen und dann die Chance hat, den Traum der sportlichen Qualifikation für eine weitere Serie auf europäischer Ebene zu realisieren.

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Die Enttäuschung beim Team nach dem Ausscheiden war riesig. Die Veilchen hatten sich in Treviso viel vorgenommen, mussten aber erkennen, dass der italienische Top-Klub Benetton Bwin mit seinen Ex- und zukünftigen NBA-Athleten sowie den zahlreichen Nationalspielern doch noch nicht ganz in Reichweite ist.

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