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Nasenbruch: Oliver spielt dennoch

Basketball-Bundesliga Nasenbruch: Oliver spielt dennoch

Ein packendes Duell steht für die Erstliga-Basketballer der MEG Göttingen am heutigen Sonnabend an. Dabei müssen sich die Veilchen nicht nur mit dem komplett erneuerten sportlichen Absteiger der vergangenen Saison, den Eisbären Bremerhaven, messen, sondern auch auf den extravaganten Ex-NBA-Star und wohl namhaftesten Basketball-Bundesliga-Import Rodney Buford einstellen. Der Tipoff erfolgt heute um 14.45 Uhr in Bremerhaven.

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Will trotz gebrochener Nase Spielen: MEG-Topscorer Chris Oliver (r.) – hier gegen Kubans Capin.

Quelle: CR

Wer jedoch meint, Buford sei ein undiszipliniertes Talent, das nach kurzer Zeit in der US-amerikanischen Elite-Liga aussortiert wurde, liegt weit daneben. Der 32-Jährige blickt auf eine lange Karriere in der mit Abstand stärksten Basketball-Liga der Welt zurück. 254 Einsätze kann der Forward vorweisen, er kam bei seinen Einsätzen für die New Jersey Nets, Sacramento Kings, Miami Heat, Philadelphia 76ers, und Memphis Grizzlies auf durchschnittlich knapp 19 Minuten Einsatzzeit.

Doch was veranlasst so einen unbestrittenen Top-Akteur dazu, zum Erstliga-Absteiger der vergangenen Saison des nicht gerade Weltruhm besitzenden deutschen Basketball-Oberhauses zu wechseln? Buford gilt als exzentrischer Mensch, der sich nicht gerade der Disziplin verpflichtet fühlt. Größere Klubs haben deswegen anscheinend von einem Engagement abgesehen. Ebenfalls nachteilig hat sich sicherlich die vom Weltverband Fiba im Jahr 2007 ausgesprochene dreimonatige Spielsperre wegen Cannabis-Konsums für den 1,96-Meter-Mann ausgewirkt.

Nicht zu unterschlagen ist, dass Bremerhaven eine enorme finanzielle Kraftanstrengung unternommen hat, um sich in dieser Spielzeit weit weg von den Abstiegsrängen zu platzieren. Neben dem Buford-Coup ist den Nordsee-Städtern ein weiterer Transfer-Kracher gelungen. Mit Kraftpaket Jeff Gibbs verpflichteten sie aus Ulm einen der besten Center der BBL. Der vorgegebene Kurs lautet deutlich Playoff-Teilnahme.

Buford (im Schnitt 17 Punkte/4 Rebounds) und Gibbs (14/8) sind im System des neuen Eisbären-Dompteurs Douglas Spradley – kam aus Paderborn – die furchteinflößendsten Attraktionen. Beeindruckend ist ihre Dreierquote von 47 und 59 Prozent. Die Last in der Offense verteilt sich mit Point-Guard Campbell (11/7 Assists), Martin (10) und Lyde (9) auf fünf Akteure.

Die Veilchen gehen ein wenig geschwächt in die Partie: Chris Oliver spielt nach seinem gegen Kuban erlittenen Nasenbeinbruch mit Maske, Chester Frazier plagen weiter Knöchelprobleme. Und auch Chefcoach John Patrick hat es erwischt – er hat einen steifen Nacken. „Bremerhaven ist stark besetzt. Auch die Akteure, die von der Bank kommen haben eine enorme Qualität. Wir streben dennoch unseren sechsten Sieg in Serie in der Bundesliga an“, betont Pressesprecher Björn-Lars Blank.

Ausschnitte des Nordderbys zeigt N3 in seinem Sportclub ab 17 Uhr.

bam

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