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Regional Göttingerin Neele Eckhardt auf Platz 10
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18:34 11.08.2018
Dreispringerin Neele Eckhardt aus Göttingen landete bei der Leichtathletik-EM in Berlin am Freitagabend auf dem 10. Platz. Quelle: dpa
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Göttingen/Berlin

Nein zu trösten war Neele Eckhardt nicht. Sie war in Topform, hatte große Ziele („Platz eins bis acht“) - und dann kam das frühe aus im Finale der Leichtathletik-EM in Berlin. Als es um die Medaillen ging, war die Göttinger Dreispringerin bereits ausgeschieden. Am Ende wurde es Platz zehn. „Das ist schon sehr enttäuschend“, sagte Eckhardt nach dem Wettkampf.

Sie hatte sich so viel vorgenommen. Und warum auch nicht. 14,33 Meter in der Qualifikation, drittbeste Weite und die Hoffnung, „wenn ich den perfekten Sprung mache, sind vielleicht 14,50 Meter drin. Doch von Beginn an lief es nicht im Berliner Olympiastadion, in dem 48500 Zuschauer eine beeindruckende Kulisse boten, Gold von Speerwerferin Christin Hussong nach einem EM-Rekordwurf auf 67,90 Meter feierten, Siebenkämpferin Carolin Schäfer in ihrem finalen 800-Meter-Lauf zu Bronze schrien und Platz drei für Hochspringerin Mari-Laurence Jungfleisch bejubelten. „Die Stimmung war grandios.“ Das hätte auch sie für ihren Wettkampf nutzen können, sagte die Dreispringerin der LG Göttingen.

Neele Eckhardt Quelle: dpa

Um 20.18 Uhr lief Eckhardt das erste Mal an diesem Freitagabend unter dem rhythmischen Klatschen des Publikums an – zur Primetime also. Beim Absprung verschenkte sie viel – 25 Zentimeter. Gemessen wurden daher nur 14,01 Meter. Es sollte ihr weitester Sprung bleiben. 13,83 Meter beim Zweiten und ein abgebrochener Dritter reichten nicht zu mehr. Und so endete das EM-Finale für die deutsche Meisterin früh – viel zu früh nach einer halben Stunde.

„Ich bin nicht zum Brett gekommen“, sagte Eckhardt, die sich zwischen den Sprüngen Tipps vom Trainer abgeholt hatte. Der Ratschlag: „Das Brett attackieren.“ Nach dem Wettkampf sagte die 26-Jährige geknickt: „Ich muss mir die Sprünge noch mal in Ruhe angucken, aber erst später.“ Erst einmal eine Nacht drüber schlafen. Denn der Frust war groß. „Man richtet das ganze Jahr darauf aus und dann klappt es an dem Tag, an dem es gut laufen muss, nicht.“ Die 14,33 Meter in der Qualifikation sei sie ohne Druck, so entspannt gesprungen. „Das ist natürlich schlimm, wenn es dann nicht klappt an so einem Tag.“ Am Finaltag. 14,08 Meter hätte sie für Platz acht, ihrem selbstgesteckten Minimalziel, gebraucht. „Das ist absolut machbar“, sagt Eckhardt.

Und nun? „Erstmal eine Weißweinschorle trinken.“ Viele Freunde waren aus Göttingen angereist. Mit denen wollte sie noch was trinken gehen. „Aber heute kann mich keiner aufheitern“, sagt Eckhardt geknickt. Bis Montag wollte sie noch in Berlin bleiben. Die EM war das letzte große Highlight ihrer Saison. Im September will die Göttingerin Urlaub machen, wandern in den Dolomiten „und ausspannen, ohne Handy“.

Sie hat es sich verdient. Kristin Gierisch, Dreisprungkollegin aus Chemnitz gewann gestern Silber mit Bestleistung, 14,45 Meter. „Ich wollte dem Publikum einfach zeigen, dass der deutsche Dreisprung lebt“, sagte sie nach dem Wettkampf. Und an dieser Wiederbelebung hatte auch Eckhardt 2018 ihren Anteil, auch wenn im Finale der ganz große Sprung gefehlt hat.

Von Manuel Becker

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