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Eckhardt macht Finaltraum perfekt

Leichtathletik-WM in London Eckhardt macht Finaltraum perfekt

Die Göttinger Dreispringerin Neele Eckhardt hat sensationell das Finale bei der Leichtathletik-WM in London erreicht. 14,07 Meter im dritten Versuch reichten, um als Elfte in den Endkampf am Montagabend (21.25 Uhr, ARD) einzuziehen.

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Neele Eckhardt bei der WM in London.

Quelle: AP

London. Nach der Qualifikation am Sonnabendmorgen konnte Eckhardt ihr Glück noch gar nicht richtig fassen. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich heute starten kann“, sagte sie überglücklich. Zu dramatisch waren die Nächte vor dem Wettkampf. Am Donnerstag hatte sie schon Kopfschmerzen, in der Nacht kamen Kreislaufprobleme.

„Ich bin auf dem Weg zur Toilette zweimal zusammengebrochen“, erzählt die 25-Jährige und zeigt auf einen Kratzer auf der Stirn.“ Plötzlich war der Traum vom Start bei der WM in Gefahr.

Gesundschlafen war das Motto am Freitag. Und das tat die geborene Ostcappelnerin. Den ganzen Sonnabend habe sie im Bett verbracht und fast nur geschlafen. Ihr Körper erholte sich über Nacht. „Als ich am Samstag aufgewacht bin, habe ich mich erstaunlich gut gefühlt“, erzählt Eckhardt. Noch schnell ein Kaffee am Morgen, gründliches Warmmachen, und auch die Ärzte gaben das okay.

Und dann stand die Göttingerin auch schon im Stadioninneren. „Wir haben schon von draußen die gute Stimmung gehört“, erzählt Eckhardt. Als sie dann in das Londoner Olympiastadion einmarschierte, war sie überwältigt und erstaunt, „wie voll das hier schon bei der Quali ist. Ein Traum für jeden Athleten.“

Und auch für sie ging der Traum weiter. Den ersten Sprung brach sie noch „wegen eines technischen Fehlers“ ab. Der zweite landete bei 13,97 Metern. Fürs Finale reichte das noch nicht. „Da muss noch mehr kommen“, habe sie sich vor dem letzten Versuch gesagt. Und dann schnaufte sie noch einmal tief durch, lief an, traf das Brett optimal und landete im Londoner Sand. Reichte die Weite? Eckhardt stützte die Arme auf den Knien ab, schaute auf die Anzeigetafel, biss sich auf die Lippen, dann das Ergebnis: 14,07 Meter. Das muss doch reichen…

Sekunden später kam schon Teammitglied Kristin Gierisch angelaufen und umarmte Eckhardt sekundenlang. Kurzes gemeinsames Zittern, ob noch jemand weiter springt, dann durfte noch einmal zusammen über den gemeinsamen Finaleinzug gejubelt werden.

„Großartig, dass wir zu zweit im Finale stehen, das hat so oft nicht geklappt“, sagte Gierisch. „Nach der Nacht hatte ich auch ein bisschen Panik um Neele. Ich habe das ja alles live mitbekommen.“ Die Chemnitzerin wohnt mit Eckhardt zusammen auf einem Zimmer. „Wir verstehen uns beide super“, erzählt sie. Umso größer war auch die Freude.

„Kiri hat mich mega unterstützt“, sagte Eckhardt, die noch unverhoffte Zusatzunterstützung bekam. „Mein Freund ist noch nachgereist. Der hat sich ja auch Sorgen gemacht.“ Und wie geht’s jetzt weiter? Bolt –Gucken? Sightseeing? „Schlafen“, sagt die Göttingerin. Und natürlich aufs Finale am Montag vorbereiten. Ihr Ziel: „Noch mal um die 14,07 Meter springen. Vielleicht ja auch persönliche Bestleistung“, sagt die Jura-Studentin.

Die sprang sie im Juni bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften in Göttingen mit 14,35 Metern. Aber egal wie es am Montag ausgeht: „Ich bin jetzt schon sehr, sehr glücklich“. Nach der dramatischen Nacht und der traumhaften Quali kein Wunder.

Von Manuel Becker

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