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Regional 150 Zuschauer erleben Wrestling-Spektakel mit „Mr. Geil“
Sportbuzzer Sportmix Regional 150 Zuschauer erleben Wrestling-Spektakel mit „Mr. Geil“
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13:16 29.04.2018
„Mr. Geil“ nimmt sich seinen Gegner zur Brust. Quelle: Helge Schneemann
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Göttingen

„Es ist der Wahnsinn, dass so viele Zuschauer gekommen sind. Wie haben nicht damit gerechnet, dass es so voll wird“, sagte Mitorganisator Florian Laue, der ein rundum positives Fazit zog.

Ihm zufolge geht es bei der Kontaktsportart um „sportliche Veranlagung, schauspielerisches Talent und Spaß am Sport. Wrestling ist sehr vielfältig“, sagt Laue, der auch selbst einen packenden Fight darbot.

Besonders spektakulär wurde es unter dem gleißenden Scheinwerferlicht immer dann, wenn Laue und seine Kollegen die Gummiseile nutzen, die den Ring begrenzen. Die Wrestler setzten diese gekonnt zum Beschleunigen ein. Und wenn sie auf die Seile kletterten und auf ihre Gegner heruntersprangen, schepperte der Boden, und die Zuschauer spendeten Beifall.

„Wir wissen zwar alle, dass das gestellt ist. Aber es macht dennoch großen Spaß. Wrestling ist wie Zirkus für Erwachsene“, sagte Zuschauer Rolf Lohmann. Der 62-Jährige ist stolzer Besitzer von rund 200 Wrestling-DVDs. „Mit den Profis aus Amerika“, erklärt er, um im gleichen Atemzug ein Statement hinterherzuschieben, das die Göttinger Wrestler als Kompliment für ihre Leistung auffassen dürfen: „Klar, die Profikämpfe sind etwas präziser. Aber der Unterschied ist gar nicht so groß.“ Lohmann sagt: „Als Wrestler muss man auf jeden Fall eine Persönlichkeit haben.“ Auch eine „gute Storyline“ und das Dauerthema „Gut gegen Böse“ seien zentral.

Stichwort Persönlichkeit: Auch „Mr. Geil“ trat bei der „Next Wrestling Night“ an – und sorgte für Faszination bei Lohmanns Enkelsohn Marcel Runge. „Er hat einen Gegner hochgehoben und dann über die Schulter nach hinten geschmissen“, beschrieb der Elfjährige sein Highlight des Abends.

Die Wrestler überzeugten durch Stunts, Akrobatik, Schmerztoleranz und auch durch witzige Szenen. Etwa in jener, in der Florian Laue seinen Gegner wieder zurück in den Ring holen wollte und dafür mit einem Hechtsprung durch die Seile den Ring verließ. Dass die Sportler mit blankem Oberkörper und in auffälligen Outfits kämpften, passte perfekt ins Bild.

Das Event lebte zudem von den Fans, die immer wieder für Stimmung sorgten und die für Wrestling typischen martialischen Schlachtrufe anstimmten. „Friss ihn auf”, „Auf die Fresse”, riefen die Zuschauer den Wrestlern zu. Und hatten auch Sprüche für den Ringrichter übrig: „Schieber, nimm deine Tomaten von der Brille“, lautete einer von ihnen.

Zum ersten Mal schauten die Studentinnen Natalie und Ann-Kathrin beim Spektakel zu. „Wir sind mit wenigen Erwartungen hergekommen, aber es ist schon cool. Die Charaktere sind gut gemacht. Jeder hat spezifische Charakterzüge, die auch durchgezogen werden“, verdeutlichte Natalie. „Alle hier sind gut drauf, es ist eine gute Show“, fügte Ann-Kathrin hinzu. Sie betonte: „Als Wrestler muss man aber schon ziemlich extrovertiert sein.“

Das Publikum war bunt gemischt – und es hat schon ganz bald, nämlich am 30. Juni, erneut die Chance, Wrestling-Action in Göttingen zu erleben. Klar: Die Storyline um das Befinden und kämpferische Geschick von „Mr. Geil“ und Co. will ja weitererzählt werden.

Von Timo Holloway

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