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OB-Kandidat Rolf-Georg Köhler (SPD) fordert mehr Geld für Göttinger Sportler

Spitzensport als Werbefaktor OB-Kandidat Rolf-Georg Köhler (SPD) fordert mehr Geld für Göttinger Sportler

Ralf-Georg Köhler, Kandidat der Göttinger SPD für die Wahl des Oberbürgermeisters Ende Mai, setzt sich vehement für die direkte finanzielle Unterstützung des Spitzen- und Profisports durch die Stadt ein. Entzündet hatte sich die Diskussion darüber an der vom Göttinger Tageblatt aufgeworfenen Frage, ob städtische Mittel zur Verfügung gestellt werden sollten, um den Zweitliga-Basketballern der BG Göttingen im Falle des Aufstiegs den Start in der 1. Bundesliga zu ermöglichen.

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Fordert mehr Investitionen in Spitzensport: Rolf-Georg Köhler.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Bei einem Sponsorentreffen vor zwei Wochen hatte das Management des Lizenzinhabers Pro Basketball Göttingen (PBG) bekannt gegeben, dass für ein konkurrenzfähiges Erstligateam rund eine halbe Million Euro fehlen.

Nachdem der CDU-Bundestagsabgeordnete und Göttinger Sportausschuss-Vorsitzende Fritz Güntzler daraufhin die städtische Verwaltung im Namen der CDU/FDP-Gruppe im Rat aufgefordert hatte, prüfen zu lassen, wie viel es die Stadt kosten würde, wenn sie der BG die Miete für die Sparkassen-Arena erlassen würde und ob Einsparungen beim Auf- und Abbau möglich sind, geht Köhler einen Schritt weiter.

„Die finanzielle Unterstützung des Spitzensports ist neben Kultur-, Wissenschaft- und Breitensportförderung ein wichtiges Instrument der Stadt in der Darstellung nach außen. Mein Ziel ist es daher, ein Stadtmarketing aufzubauen, in das Geld fließen muss, das auch dem Spitzen- und Profisport zugute kommt“, unterstreicht der 62-Jährige.

Talente unterstützen

„Mir geht es dabei nicht nur um die BG-Basketballer. Auch die Damen der BG 74 mit ihren vielen Göttinger Talenten oder die Bundesliga-Standardformationen der TSC-Tänzer verdienen unsere Unterstützung. Sie alle sind ein wichtiges Aushängeschild und bestens geeignet, die Stadt als Marke zu entwickeln.“ Gleiches gelte für die Universität. Sie könne ihre Anziehungskraft für Studenten bei einem attraktiven Sportangebot zweifellos erhöhen. Daher liege es in ihrem eigenen Interesse, sich im Göttinger Profi- und Spitzensport mehr zu engagieren.

Im Falle der BG-Basketballer müsse der Rat als Haushaltsträger den Entschluss schnell fassen, ob er die Förderung durch den Einsatz von Steuergeldern intensivieren wolle. Die PBG brauche Planungssicherheit, müsse spätestens nach den Playoffs im Mai entscheiden, ob sie die Lizenz für die 1. Bundesliga beantragt.

Er habe seinen Vorstoß noch nicht mit der SPD-Fraktion abgestimmt, sagt Köhler. Er will ihn aber umgehend zur Diskussion stellen und versuchen, einen entsprechenden Konsens zu erzielen. „Wir können mit städtischen Mitteln sicher nicht die Deckungslücke des BG-Etats schließen. Aber der Beitrag der Stadt muss ja nicht allein finanzieller Natur sein. Sie kann auch bei der Hallenmiete und anderen Dingen behilflich sein“, schlägt der OB-Kandidat vor.

Signalwirkung für Sponsoren

Darüber hinaus könne das Engagement der Stadt, die ja bereits indirekt durch Unternehmen wie Stadtwerke, GoeSF und die von Köhler geführte Städtische Wohnungbaugesellschaft einen Beitrag leistet, Signalwirkung für private Sponsoren haben, sich mehr einzubringen. In Erstliga-Standorten wie Oldenburg, Braunschweig oder Bremerhaven trage eine solche Strategie seit langem Früchte.

Unstrittig sei, dass der Spitzensport ein unschätzbarer Werbeträger für eine Stadt wie Göttingen sei und sie national und international bekannt mache. „Um eine ähnliche Werbewirkung für das Image Göttingens zu erzielen, wie sie Fernsehübertragungen von BG-Spielen haben, müsste man eine Menge Geld investieren“, ist Köhler überzeugt. Das habe sich in den fünf Jahren gezeigt, als die BG in der 1. Bundesliga und im Europacup gespielt hat.

►Kommentar: Klare Kante  

Die grundsätzliche Bereitschaft, sich für die Förderung des Göttinger Spitzensports durch die Stadt einzusetzen, haben in der Vergangenheit  Vertreter fast aller politischer Parteien erklärt.

Erfrischend bei Rolf-Georg Köhler ist, dass er klare Kante zeigt.

Er belässt es nicht bei einem allgemeinen Statement, verzichtet auf Hinweise zur schwierigen wirtschaftlichen Lage der Kommune und will nicht erst mal die Möglichkeiten einer Unterstützung abklopfen lassen.

Der Oberbürgermeister-Kandidat der SPD macht sich ohne Absprache mit den Gremien seiner Partei stark für den Einsatz von städtischen Haushaltsmitteln, wie er im Kulturbereich seit Jahrzehnten selbstverständlich ist.

Köhler weiß natürlich, dass es dafür eine Mehrheitsentscheidung des Rates braucht. Zu hoffen ist, dass er auch bei Gegenwind aus der eigenen Partei bei seiner resoluten Haltung bleibt.

Michael Geisendorf

Michael Geisendorf

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