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Olympiasieger am Start

Vielseitigkeitsreiten Olympiasieger am Start

Heute, Freitag, 26. Juni, beginnt in Holzerode das internationale Vielseitigkeitsturnier. Über 200 Reiter gehen an den Start, darunter auch Mannschafts-Olympiasieger Andreas Dibowski.

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Schnell unterwegs: Isabell Nagel beim Vielseitigkeitsreiten im vergangenen Jahr.

Quelle: da Silva

Nach der positiven A-Probe von Isabell Werths Pferd Whisper steht der krisengeschüttelte Reitsport immer noch unter Schock. Auch die Vielseitigkeitsreiter, die von heute an in Holzerode an den Start gehen, stehen im Blickpunkt. „Man kann unseren Sport nicht von der Dressur oder dem Springreiten, wo es die Dopingfälle gab, trennen“, sagt Andreas Dibowski, der 2008 in Peking mit der Mannschaft Olympiasieger im Vielseitigkeitsreiten wurde. „Das Fatale ist, dass es den gesamten Reitsport betrifft.“ Dibowski fordert: „Es gibt eine Grauzone, die es aufzuklären gilt. Dazu muss ein Regelwerk geschaffen werden, dass jeder Reiter weiß, woran er sich zu halten hat.“

Das Pferd der fünfmaligen Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth war positiv auf das Beruhigungsmittel Fluphenazin, getestet worden. Gestern verzichtete Werth auf die B-Probe und gestand, dass es bei der Medikamentengabe offensichtlich Fehler gegeben habe. „Ich wollte keine Leistung manipulieren, es ging hier nicht um fitspritzen oder sowas“, sagte Werth dem Sportinformationsdienst. „Whisper leidet an der Zitterkrankheit. Ich habe es gut gemeint.“ Am 16. Mai wurde das Pferd mit dem Medikament behandelt. Werths Tierarzt habe die Absetzdauer mit sechs Tagen angegeben, war sich aber nicht ganz sicher. Deshalb ritt Werth erst am 30. Mai wieder mit dem Pferd. Trotzdem war das Mittel noch nachweisbar.

„Nullwerte sind nicht praktikabel“, sagt Vielseitigkeitsreiter Andreas Dibowski. „Es muss stattdessen feste Grundwerte geben. Pferde müssen ja behandelt werden. Das hat nichts mit Doping zu tun. Wir wollen nicht betrügen.“ Die Problematik sei, dass man nie sicher sein könne, wann die Mittel abgesetzt seien. „So muss man sagen, wer einen Tierarzt in den Stall lässt, ist dopinggefährdet.“

Dibowski: „Das ist super hier“

Trotz der angespannten Lage freut sich Dibowski auf Holzerode. Vor allem auf das Gelände: „Das ist hier super.“ Der bergige und konditionell anspruchsvolle Kurs sei gut dazu geeignet, „dass meine Pferde viel lernen“. Vor drei Jahren gewann Dibowski mit Nachwuchspferd FRH Fantasia in Holzerode. Jetzt will er sich mit Mighty Magic für die Weltmeisterschaft junger Pferde qualifizieren. Neben seiner Paradedisziplin, dem Gelände, muss er beim Springreiten und bei der Dressur ran. „Die Dressur ist für mich harte Arbeit“, gesteht er. Trotzdem stehen die Chancen gut, dass er am Sonntag bei der Siegerehrung oben auf dem Treppchen steht.

Von Manuel Becker

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