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Regional Optimaler Start für Stahlross Obernfeld
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17:27 04.02.2018
Jens Krichbaum von RV Stahlross Obernfeld II (links) im Spiel gegen Obernfeld I mit Raphael Kopp (Mitte) und Andre Kopp (rechts). Quelle: Schneemann
Obernfeld

Der direkte Vergleich ging mit 5:2 an Stahlross I mit André Kopp und Raphael Kopp, die zweite Stahlross-Vertretung mit Manuel Kopp und Neuzugang Jens Krichbaum zog den Kürzeren. Nach dem Saisonauftakt ist Obernfeld I damit mit zwölf Punkten aus vier Spielen erster Tabellenführer. Stahlross II rangiert mit neun Zählern auf Rang vier, punktgleich mit dem Zweiten RSV Waldrems I und dem Dritten RSV Krofdorf. Weltmeister RMC Stein patzte beim Parallelspieltag in Iserlohn zweimal und muss das Feld nun aus dem Mittelfeld aufrollen.

Fulminant ging Stahlross I beim Vereinsvergleich ans Werk und führte nach zwei Standardecken schnell mit 2:0. Eine flache Ecke steckte André Kopp durch Krichbaums Tretlager, die zweite donnerte Raphael Kopp direkt ins vordere Torkreuz.

Noch vor dem Halbzeitpfiff fiel das 3:0. In der ausgeglichenen zweiten Hälfte verkürzte Keeper Krichbaum nach einem gefangenen Ball mit Dropkick zum 1:3. Danach verfehlte Manuel Kopp aus guter Position nur knapp das Tor. In der Schlüsselszene des Spiels konnte Stahlross II, im Angriff liegend, aus dem Getümmel den Ball nicht ins Tor befördern. Das Spielgerät landete an Raphael Kopps Vorderrad, der ins leere Gehäuse einschießen konnte. Statt 2:3 stand es nun 1:4 aus Sicht von Obernfeld II. Die Verkürzung auf 2:4 kam zu spät. Mit dem fünften Tor setzte Obernfeld I den Schlusspunkt.

Anfangs etwas verkrampft startete Stahlross I gegen den starken RC Oberesslingen. Nur durch einen glücklichen Viermeter, verursacht durch ein Missverständnis unter den Schwaben, führten die Eichsfelder zur Halbzeit mit 2:1. In der zweiten Hälfte wurden Kopp/Kopp immer dominanter und sicherten sich am Ende den 6:3-Erfolg.

Erster Spieltag der 1. Radball-Bundesliga in der Halle Obernfeld

Ohne den Weltmeister-Torwart von 2010, Uwe Berner, war der RV Gärtringen ins Eichsfeld gereist. Mit 5:0 überrollte Stahlross I die ersatzgeschwächten Württemberger bis zum Seitenwechsel. Diese konnten sich in Halbzeit zwei viel besser auf das Obernfelder Angriffsspiel einstellen und fuhren mit 3:7 gut bedient vom Spielfeld. Mit offenen Visier versuchte sich der RVI Ailingen gegen das Kopp-Duo. Diese Taktik bestraften die Einheimischen mit einem 11:4-Kantersieg.

„Wir haben uns hohe Erwartungen gesteckt, die auch eingetreten sind. Zehn Punkte waren einkalkuliert, da wir nicht wussten wie stark Obernfeld II und Gärtringen spielen“, sagte Feldspieler Raphael Kopp. „Vor dem ersten Spiel waren wir schon etwas nervös. Im Nachhinein lief es doch besser als erwartet. So kann es ruhig weitergehen“, fügte Torwart André Kopp hinzu. Hochzufrieden war auch Trainer und Betreuer Josef Kopp: „Ich freue mich über die Leistung meines Teams, aber auch über das Abschneiden der Zweiten.“

Die hatte trotz Latten- und Pfostenschuss durch Manuel Kopp gegen den RVI Ailingen zur Pause mit 3:1 geführt. Nach dem Seitenwechsel erhöhten Kopp/Krichbaum auf 5:1. Am Ende verloren die Obernfelder etwas den Faden, siegten aber dennoch mit 5:3.

Schnell berappelte sich Stahlross II nach dem 0:1-Rückstand gegen den RC Oberesslingen und führte beim Seitenwechsel verdient mit 3:1. Nach dem schwäbischen Anschlusstreffer brachte die Obernfelder 4:2-Führung die Vorentscheidung. Der 4:3-Anschluss in letzter Sekunde tat dann nicht mehr weh.

Eine sehr zähe Angelegenheit war das letzte Match der Eichsfelder gegen den RV Gärtringen. Die 2:1-Halbzeitführung baute Obernfeld II zuerst auf 3:1 aus. Binnen einer Minute kamen die Württemberger aber zum Ausgleich. Mit zwei Treffern zum 5:3 setzten sich Krichbaum/Kopp dann aber ab, letztlich gab es einen 5:4-Sieg.

„Es ist schon ungewohnt, dass mich so viele „Grüne“ anfeuern“, sagte ein verschmitzt lächelnder Jens Krichbaum und kommentierte weiter: „Ein schönes Gefühl, hier so herzlich empfangen zu werden. Die Fans haben beide Teams gleichmäßig angefeuert und hatten mit mir als Auswärtiger kein Problem. Natürlich ist für uns jedes Spiel eine Herausforderung. Es fehlt noch am Zusammenspiel, dazu die unterschiedliche Spielweise. Da muss die Konzentration immer aufrechtgehalten werden. Ich sehe da noch Luft nach oben.“

Sein Partner Manuel Kopp ergänzte: „Sechs oder sieben Punkte wollte ich schon gern holen, neun sind natürlich um so schöner. Es macht Spaß, mit Jens ein Team zu bilden.“ Ex-Weltmeister und Obernfeld II-Trainer Christian Heß resümierte: „Ich bin mit meinen Spielern zufrieden. Neun Punkte sind eine tolle Ausbeute. Am Tor-Abschluss und am Spiel ohne Ball müssen die Beiden noch arbeiten.“

Von Berthold Kopp

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