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Ottobock-Team für Sotschi 2014 steht

Paralympics Ottobock-Team für Sotschi 2014 steht

Nach einer nicht ganz freiwilligen Pause 2010, ist Ottobock 2014 wieder als technischer Dienstleister bei den Paralympics vertreten. Jüngst hat das Duderstädter Medizintechnik-Unternehmen sein Team präsentiert, das für Ottobock bei den Spielen vom 7. bis 16. März 2014 im russischen Sotschi allen teilnehmenden Athleten als technische Dienstleister zur Verfügung stehen werden.

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Ohne Rücksicht auf Verluste: Kontakt zum Gegner gehört beim Sledgehockey dazu, Mensch und Material sind extrem gefordert.

Quelle: EF

Göttingen. Die Ottobock-Crew spiegelt einmal mehr den internationalen Charakter des Weltmarktführers wider. Es vereint 30 ausgewählte Orthopädie-Techniker aus elf Ländern.

Damit ist das Team etwa 50 Personen kleiner als jenes, das im Sommer 2012 bei den wesentlich größeren Sommer-Paralympics in London im Einsatz war. Arbeit an den Sportgeräten gibt es allerdings erfahrungsgemäß auch bei den Winter-Paralympics reichlich: Ottobock rechnet mit Hunderten von Reparaturfällen und etwa 3000 Arbeitsstunden.

Wer etwa Sledge-Hockey schon einmal gesehen hat, kann erahnen, dass hier immer wieder Schweißgeräte benötigt werden. Das Spiel ist ähnlich rasant wie das klassische Eishockey der Fußgänger. Nur werden bei der Paralympics-Variante Spezialschlitten eingesetzt. Der Bodycheck wird auch für sie zum Härtetest.

Ein leistungsfähiger Reparatur-Service gehört bei den Paralympics also zwingend dazu. Das Organisationskomitee für Sotschi 2014 hat wenige Tage nach den Sommerspielen in London Ottobock exklusiv beauftragt, diesen Part auch bei den Spielen in Russland zu übernehmen. Das Medizintechnik-Unternehmen ist seit 1988 – bis auf 2010 in Vancouver – bei allen Paralympics dabei gewesen und kann auf entsprechend viel Erfahrung zurückgreifen.

Kooperationsvertrag mit dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC)

2005 ging daraus ein Kooperationsvertrag mit dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) hervor, der in London bis einschließlich der Spiele in Rio de Janeiro 2016 verlängert wurde. Für die Spiel 2010 im kanadischen Vancouver konnten sich das lokale Organisationskomitee und Ottobock nicht auf einen gemeinsamen Vertrag einigen. Ottobock war allerdings als IPC-Partner mit einer Ausstellung in Vancouver vertreten.

„Es gibt zwei Sportlerdörfer, eines oben in den Bergen, das andere an der Schwarzmeer-Küste, wo die Eisstadien stehen. In beiden Dörfern werden Werkstätten eingerichtet, die bereits ab 1. März 2014 geöffnet sind, eine Woche vor der Eröffnungsfeier“, teilt Ottobock mit. Die meisten Athleten werden zu dieser Zeit schon in Sotschi erwartet und nutzen die Tage neben den letzten Trainings auch dazu, ihre für den Sport benötigte Ausrüstung überprüfen zu lassen.

Mit Beginn der Wettkämpfe  am 8. März 2014 sollen zusätzlich drei Satelliten-Werkstätten direkt an den Wettkampf-Stätten die Arbeit aufnehmen. Eine zusätzliche mobile Einheit soll die Flexibilität an den Rennstrecken erhöhen. Eine besondere Herausforderung stelle die Lagerverwaltung dar. Die erstmals in London erprobte EDV-gesteuerte Logistik ist speziell für den Paralympics-Bedarf entwickelt worden und sichere nun auch in Sotschi, dass alle Ersatzteile jederzeit verfügbar seien.

Der Container mit der Werkstatt-Ausrüstung und die Ersatzteile gehen von der Firmenzentrale in Duderstadt noch in diesem Jahr auf die Fahrt ans Schwarze Meer. Die Organisationsleiter Peter Franzel und André Müller haben ihre erste Tour nach Sotschi am 18. März 2013 angetreten. Sie haben sich die Gelände angesehen, auf denen im kommenden Jahr nur zwei Tage Zeit bleiben werden, um zwischen Olympischen und Paralympischen Spielen die Werkstätten einzurichten.

bam/oh

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