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Passionierter Kegler und Maler: Horst Scheele wird 85

Kegeln Passionierter Kegler und Maler: Horst Scheele wird 85

Horst Scheele liebt Beständigkeit. Seit 63 Jahren ist er mit Ursula verheiratet, seit 83 Jahren lebt er im gleichen Haus. Als er 1967 den Vorsitz des Kegelklubs „Flotte Kugel“ übernahm, hieß der Deutsche Fußball-Meister nicht Bayern München oder Borussia Dortmund, sondern Eintracht Braunschweig.

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Steiermark in Öl: In seiner Freizeit malt Horst Scheele gern.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Am Montag, 17. September, feiert der Göttinger seinen 85. Geburtstag. Ans Aufhören denkt Scheele an seinem Ehrentag aber nicht.

„Wenn mich meine Kegelbrüder nächstes Jahr als Kegelvater bestätigen, würde ich mich sehr freuen“, sagt der Senior. Auch gegen ein 50-jähriges Jubiläum als Vereinsvorsitzender hätte er nichts einzuwenden. Die physische und geistige Verfassung hierzu bringt der noch 84-Jährige allemal mit. Fast jede Woche schiebt Scheele auf den Bahnen des Vereins Göttinger Kegler in Bovenden die Kugel. Allerdings nicht mehr mit den „gewaltigen Ergebnissen“ von früher, räumt er ein. Denn „dazu fehlt der Pudding in den Armen“.

Den hätten aber viele andere Göttinger Kegler noch. Deshalb ärgert es den früheren Abteilungsleiter bei der Städtischen Wohnungsbau-Gesellschaft, wenn beim Kegeln vom „Saufsport“ gesprochen wird. „Das ist keine Kullersache. Wenn man als Anfänger 100 Kugeln wirft, kommt man am nächsten Tag kaum die Treppe rauf.“ In Stadt- und Kreisliga seien die Wettkämpfe hart umkämpft, und etliche Göttinger waren bereits Landesmeister oder sogar Deutsche Meister. „Kegeln ist ein richtiger Sport“, betont Scheele. Neben extremer Konzentration seien Präzision, ein gut trainierter Körper sowie die richtige Taktik entscheidend, um Erfolge zu erzielen.

Blickt Scheele auf die 45 Jahre seines Vorsitzes zurück, hebt er stets die innige Freundschaft zu seinen Mitspielern hervor. „Man sagt nicht umsonst Kegelbruder“, unterstreicht der zweifache Vater und vierfache Großvater. Noch heute organisiert er mit seinen „Brüdern“ und deren Frauen gemeinsame Ausflüge in den Schwarzwald, die Rhön oder Thüringen. „Däumchen drehen ist nichts für meinen Mann. Er ist immer in Bewegung“, ergänzt Scheeles Ehefrau Ursula. Höhepunkt sei das 50-jährige Vereinsjubiläum mit großer Feier im Hotel Freizeit In gewesen. Über seine perfekte Kostenkalkulation, bei der er lediglich um 50 Cent daneben lag, freut sich der Göttinger noch heute – seine Rechnung war aufgegangen.

Sorgen bereitet Scheele hingegen die Entwicklung im Nachwuchsbereich der Kegler. „Unser jüngstes Mitglied ist 60 Jahre alt.“ Es fehle die Propaganda für die attraktive Präzisionssportart. Er selbst sei dank seiner sozialen Qualitäten oft als Übungsleiter im Einsatz gewesen, habe den Kegel-Neulingen die Technik auf Bohle, Schere oder Asphalt beigebracht.

Ruhepausen gönnt sich Scheele auch heute nur selten, erholt sich nur, indem er beispielsweise ein Landschaftsgemälde in Öl oder Acryl zeichnet. Vielleicht hängt bald eins davon im Kinderzimmer des ersten Urenkels. „Angemeldet ist es bereits“, freut sich Scheele.

Von Rupert Fabig

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