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Regional RSV 05 wirft nach Boykottdrohung Spieler raus
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20:48 28.05.2010
Bankdrücker: der verletzte Yahya Timucin, Eike Schneemann, Robert Huck und Mehdi Mohebieh (v. l.) während der Partie des RSV 05 gegen den TSV Holtensen, die 1:1 endete. Quelle: Pförtner

Als telefonisch daraufhin am Mittwoch ein Teil der ausstehenden April-Beträge zugesichert wurde, erklärte sich das Gros der Akteure bereit zu spielen. Vier von ihnen jedoch nicht – sie sollen nun rausgeworfen werden.

„Im Vorstand gab es eine eindeutige Meinung: Wir lassen uns nicht erpressen“, sagte der RSV-Vorsitzende Burkhard Bartschat gestern auf Tageblatt-Nachfrage. Bei den Spielern handelt es sich um Eike Schneemann, Mehdi Mohebieh, Robert Huck und Dustin Reineke, die noch einmal um einen Gesprächstermin am heutigen Abend gebeten haben. Bartschat sah jedoch gestern Mittag keinen Grund, von seiner Linie abzuweichen und die Suspendierung aufzuheben, zumal er „persönlich enttäuscht“ sei.

Der Verein sei mit den April-Zahlungen drei Wochen im Verzug gewesen, berichtete Bartschat. Die Einnahmen aus dem Derby gegen Holtensen deckten jedoch 80 Prozent der Gehälter, zumal wohl auch die Zahlungen an die vier Boykotteure ausgesetzt werden. Bereits in den Monaten zuvor seien nur 80 Prozent Gehalt ausgezahlt worden, 20 Prozent wurden laut Bartschat „eingefroren“. Die Einnahmen seien während der Saison „unter den Erwartungen“ geblieben, unter anderem weil Sponsoren aufgrund der wirtschaftlichen Situation ihre Zusagen nicht hätten einhalten können. Für die aktuelle Verzögerung habe es jedoch auch organisatorische Gründe gegeben. Die Forderungen der Spieler sollen durch die Einnahmen aus dem Blitzturnier mit dem FC St. Pauli am 21. Juli im Jahnstadion beglichen werden, unterstrich Bartschat. „Das war mit dem Spielerrat abgesprochen, und deshalb sind wir auch so enttäuscht.“

„Einig waren wir uns nicht“, entgegnet Verteidiger Eike Schneemann, der zu den Suspendierten gehört. Einigen Spielern sei der Klub nach wie vor das Januar-Gehalt schuldig, was aber wohl auch mit sogenannten Zehn-Monats-Verträgen zusammenhängt. Man habe Transparenz fordern wollen, weil man sich trotz einiger Gespräche mit dem Vorstand nicht ernst genommen fühlte. „Das hat nichts mit Erpressung zu tun. Viele von uns sind Studenten, die mit dem Geld kalkulieren.“
Im konkreten Fall hätten er und die drei anderen Suspendierten bei Zahlung durchaus gespielt, hätten aber im Telefonat unterstrichen, dass sie auf 80 Prozent der April-Summe bestehen und sich auch nicht ohne Weiteres über den Beschluss der Mannschaft vom Dienstagabend hinwegsetzen können. Andere Spieler hätten sich vielleicht zunächst auch mit weniger zufrieden gegeben. Genau wisse er das aber auch nicht. So habe er selbst von seiner Suspendierung nur „über drei Ecken“ erfahren.

Gegen den TSV Holtensen geriet der RSV 05, der mit zwei Spielern aus der Reserve sowie drei A-Junioren angetreten war, in der 29. Minute durch ein Tor von Steve Piper in Rückstand. Der Ausgleich gelang Erdem Kazan in der 72. Minute. Am Sonntag empfangen die Schwarz-Gelb-Grünen um 15 Uhr die SVG Einbeck zum Südniedersachsen-Derby.

Von Eduard Warda

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