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Reinhard Wendt referiert im Vorfeld der Bettenröder Dressurtage

Früherer FN-Sportchef Reinhard Wendt referiert im Vorfeld der Bettenröder Dressurtage

An das Gefühl, „wie das Pferd sich im Sprung aufwölbt“, kann Reinhard Wendt sich bis heute erinnern. Im Urlaub auf Langeoog machte er als Junge seine erste Reiterfahrung.

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Mit dem vierjährigen Wallach “Fool`s Paradise“: Philipp Hess (l.) und Reinhard Wendt auf Hof Bettenrode.

Quelle: EF

Bettenrode. Die sollte sein ganzes Leben prägen: 32 Jahre wirkte Wendt als Sportchef der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Vor einem Jahr ist er in den Ruhestand gegangen. Auf dem Hof Bettenrode hat er kürzlich einen sehr gelungenen Vortrag über Pferde und ihren Wert in der heutigen Gesellschaft gehalten. Die Verbindung nach Bettenrode hat sich über die Familie Hess ergeben. Das Reitabzeichen hat Philipp Hess bei ihm gemacht.

Seine Eltern, besonders sein Vater, seien sehr pferdebegeistert gewesen, erzählt Wendt. Regelmäßig seien sie zum Turnier nach Aachen gefahren. So wollten sein Bruder und er auch reiten. Ein Jahr lang hätten sie gespart, um sich im Urlaub auf Langeoog eine Zehnerkarte fürs Reiten leisten zu können.

Anfangs nie ein eigenes Pferd gehabt

Dort kamen die Anfänger nicht zuerst an die Longe. Der Reitlehrer habe sie „am Schlafittchen“ in der Gruppe mitgenommen. Bis heute denkt Wendt gern an diesen ersten Ausritt. Damals seien sie sofort galoppiert. Das Gefühl von damals kann er bis heute spüren.

Nach den Ferien auf Langeoog wieder zu Hause begann der Junge mit Reitunterricht, zuerst auf Schulpferden, bald wurden ihm auch Privatpferde anvertraut. Anfangs habe er nie ein eigenes Pferd gehabt, erzählt der frühere Turnierreiter. Aber er habe das Reiten intensiv betrieben. Jeden Tag habe er mehrere Pferde geritten.

Mit etwa 30 Jahren kaufte er sein erstes Pferd. Aus einem Tier wurden bald mehrere. Kurz vor seiner Pensionierung hat er die Zahl wieder reduziert. An den Vielseitigkeitsreiter Frank Ostholt  habe er viele Pferde abgegeben.

Steile Karriere

Nach der Schule ist Wendt zur Bundeswehr gegangen. Nach 13 Jahren ist der Kompaniechef 1980 als Referent für den Turniersport zur FN gewechselt. Sechs Jahren danach wurde er stellvertretender Geschäftsführer der FN-Abteilung Sport, ein Jahr später Geschäftsführer.

1990 bekam er die Geschäftsführung des Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) dazu. 1992 wurde er auch stellvertretender Generalsekretär. Bei Olympischen Spielen und Weltreiterspielen betreute der Equipechef und Chef de Mission das deutsche Teams.

Zwölf Jahre gehörte er zum geschäftsführenden Vorstand der FN. Im April vergangenen Jahres ist er mit 65 Jahren in den Ruhestand gegangen.

Jede Woche Intensivtraining

„Eigentlich reite ich jeden Tag“, erzählt der inzwischen 66-jährige Wendt. Und er kümmert sich darum, dass andere reiten – im Förderkreis für Nachwuchsreiter, den er vor 19 Jahren in seinem Freundeskreis in Warendorf gegründet hat.

Das Pferd lehre Verantwortung, Geduld, Selbstbeherrschung und Bindung in dieser schnelllebigen Zeit, sieht er die Tiere nicht allein mit Blick auf den Sport. Und jede Woche macht er Intensivtraining mit allen Pferden aus dem Vielseitigkeitsstall Ostholt.

Die Bettenröder Dressurtage beginnen am Donnerstag, 30. Mai und enden am Sonntag, 2. Juni. Einer der Höhepunkte ist am Sonnabendabend ab 19 Uhr „Horses & Music“ mit der Grand-Prix-Kür (Dressurprüfung Klasse S***) und einer akrobatischen Feuershow.

Von Ute Lawrenz

Am Donnerstag ist der Eintritt drei, an den anderen drei Veranstaltungstagen gibt es Tickets an der Tageskasse.

 

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