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Regional Finja Bormann startet beim Burgturnier in Nörten-Hardenberg
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17:08 11.04.2018
Finja Bormann auf dem von der Familie Bormann selbstgezogenen Pferd A crazy son of Lavina bei den Löwenclassics in Braunschweig. Quelle: Imago
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Göttingen

Bereits ihr Großvater, ihr Vater und ihr Bruder sind den großen Preis in Nörten-Hardenberg mitgeritten. Jetzt ist sie an der Reihe: Finja Bormann hat schon bei den Löwen Classics Anfang März in Braunschweig bewiesen, dass sie bei den Profis mitreiten kann. Dort gewann die 22-Jährige überraschend die erste Qualifikation zum Großen Preis und wurde Zweite im Championat von Braunschweig. Nun steht sie als eine der ersten Starterinnen für das Hardenberger Burgturnier fest.

Die Amazone kommt aus einer Reiterfamilie, die bereits in dritter Generation Pferde züchtet und auch im Reitsport aktiv ist: Kein Wunder, dass Finja Bormann schon seit ihrer frühesten Kindheit im Sattel sitzt. Genau wie ihre Geschwister. Konkurrenzverhalten sei aber zwischen ihrem Bruder Friso Bormann, der auch wieder beim Burgturnier startet, und ihr trotzdem nie aufgekommen, erzählt Finja Bormann. Weder bei der Pferdeauswahl noch auf den Turnieren selbst. Sie würden verschiedene Pferdetypen bevorzugen. „Ich mag die etwas verrückten Pferde lieber, die man auf seine Seite bekommen muss“, erzählt die Reiterin mit der eher zierlichen Figur. Ihr Bruder könne die großen Pferde besser im Parcours zusammenhalten und reiten.

Umzug auf das Elmgestüt Drei Eichen in Königslutter

Seit Dezember ist das sowieso kein Thema mehr: Denn Finja Bormann ist vom heimatlichen Hof in Harsum-Hüddessum bei Hildesheim ausgezogen. Sie ist jetzt Bereiterin auf dem Elmgestüt Drei Eichen der Familie Müter in Königslutter – und hat sich damit ihren Traum, das Reiten zum Beruf zu machen, verwirklicht. Sie bleibt aber trotzdem auf dem Boden der Tatsachen: „Familie Müter unterstützt mich auch in meinem Studium“, sagt sie, „es ist wichtig, noch ein anderes Standbein zu haben“. Auch wenn der Wunsch nach einer Profikarriere im Reitsport bei ihr ganz klar vor dem Lehrerdasein steht, besucht sie noch einmal die Woche die Uni. Die 22-Jährige studiert zurzeit im fünften Semester Lehramt in Hildesheim.

Ihre beiden Top-Pferde A crazy son of Lavina und Brisbane hat die Studentin mit auf das Gestüt Drei Eichen genommen. Und nicht nur das: „Die beiden Pferde gehören jetzt dem Gestüt“, verrät sie. A crazy son of Lavina gehörte vorher der Familie Bormann, die das Pferd selbst gezüchtet und ausgebildet hat. Brisbane hatte Finja Bormann erst im Sommer vergangenen Jahres von Freunden zur Verfügung gestellt bekommen.

Finja Bormann reitet ihre erste Saison bei den Senioren

Der Kauf durch das Gestüt ist ein guter Deal für die 22-Jährige: „Ich hatte immer Angst, dass A crazy son of Lavina verkauft wird“, erzählt sie, „jetzt war ich am Tag des Verkaufs überglücklich“. Der Betrieb ihres Vaters müsse sich schließlich auch wirtschaftlich rentieren – bestimmte Angebote könne er nicht ausschlagen, auch wenn er versuche, die guten Sportpferde für seine Kinder zu halten, erklärt Finja Bormann.

In diesem Fall sei beides gelungen: das Pferd verkauft, aber trotzdem nicht für Finja Bormanns sportliche Ambitionen verloren, schließlich darf sie es weiter reiten. „Das Gestüt fördert den U25-Sport“, erzählt Finja Bormann. Sechs bis acht Pferde reite sie pro Tag. Ein Ziel sei es, am U25-Springpokal mit Stationen in Mannheim, Wiesbaden und Balve teilzunehmen – und wenn es gut läuft am Finale in Aachen.

Die 22-Jährige reitet dieses Jahr die erste Saison bei den Senioren. Bis 21 Jahre gilt man als Junger Reiter, dann folgt die Alterskategorie der Senioren. Im vergangenen Jahr sei für sie als Junge Reiterin noch ein Traum in Erfüllung gegangen: „Ich durfte bei der Europameisterschaft starten“, erzählt Finja Bormann. „Da anzuschließen ist bei den Senioren unrealistisch“, meint sie – will aber trotzdem irgendwann einen Nationenpreis mitreiten.

Laura Klaphake ist für Bormann ein ebenfalls noch junges Vorbild

Genauso wie ihr ebenfalls noch junges Vorbild Laura Klaphake. Der Reiterin sei der Übergang zu den Senioren perfekt gelungen, sie sei letztes Jahr bei der EM für die Senioren gestartet und studiere auch noch nebenbei. „Das ist abnormal, dass sie das alles so hinbekommt“, zeigt sich Finja Bormann begeistert von der Reiterin, die auch schon in Nörten-Hardenberg am Start war.

Genau das war auch ein Saisonziel von Finja Bormann: der Start beim Burgturnier. Der ist ihr schon mal sicher, worüber sie sich freut: „Es ist eine tolle Chance, da zu reiten“, sagt die Amazone. Fehlt nur noch die Qualifikation auf dem Turnier für den großen Preis um die Goldene Peitsche. Eine Überraschung wäre es nach ihrem großen Auftritt bei den Löwen Classics fast nicht mehr.

Karten für das Burgturnier gibt es unter gt-tickets.de.

Von Hannah Scheiwe

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