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BG-Geschäftsführer: „Für uns sind alle Spiele entscheidend“

Damenbasketball-Bundesliga BG-Geschäftsführer: „Für uns sind alle Spiele entscheidend“

Die Veilchen Ladies wollen in der Damenbasketball-Bundesliga (DBBL) wieder in die Erfolgsspur finden – allerdings gab es zuletzt herbe Schlappen, und der nächste Gegner ist am Sonnabend um 20.30 Uhr in der FKG-Halle kein Geringerer als der Tabellenfünfte BC Pharmaserv Marburg.

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Jennifer Crowder, Tochter von BG-Geschäftsführer Richard Crowder, gehört zu den Leistungsträgerinnen.

Quelle: Foto: SPF

Göttingen. Im Tageblatt-Interview bezieht Richard Crowder, Geschäftsführer der BG 74 Göttingen, Stellung zur aktuellen Situation.

Tageblatt: Welche Bedeutung hat für Sie das Heimspiel gegen Marburg?

Crowder: Für uns sind alle Spiele entscheidend, aber dieses Spiel weniger. Wenn man sich unsere Bilanz anguckt, muss man betrachten, gegen wen wir bisher gespielt haben – mit Ausnahme von Marburg waren das alles Vertreter der oberen Tabellenhälfte. Nun kommt Marburg, aber danach geht es erst richtig los. Dann spielen wir gegen Teams wie Chemnitz und Saarlouis. Das sind eher Gegner auf Augenhöhe und das werden vorentscheidende Spiele.

Richard Crowder

Richard Crowder

Quelle: Pförtner

Wie hat die Mannschaft die zum Teil bitteren Klatschen der jüngeren Vergangenheit verkraftet?

Wenn du eine Packung nach der anderen kriegst, leidet das Selbstbewusstsein. Die Stimmung innerhalb des Teams ist aber ganz gut. Gegen Hannover. Beim Spiel in Hannover haben wir bis Ende des dritten Viertels gut gespielt, aber wenn du bis zur Halbzeit gefühlte zehn Prozent Trefferquote hast, kannst du kein Spiel gewinnen. Und auch mit einer Gesamtausbeute von 44 Punkten kannst du kein Spiel gewinnen.

Wie groß ist der Handlungsbedarf?

Wenn Geld da wäre, würden wir mehrere neue Spielerinnen verpflichten. Wir haben personelle Probleme und gewinnen nur, wenn unsere Leistungsträgerinnen aus der Starting Five einen guten Tag haben und auch einige Spielerinnen von der Bank einen guten Job machen. Vor allem sind unsere Guard-Positionen dünn besetzt.

Wie sieht das Anforderungsprofil für eine Neuverpflichtung aus?

Wir benötigen nicht nur eine Spielerin, die von der Dreier-Linie trifft, wir brauchen auch eine, die am Korb gefährlich ist. Ich hätte nicht gedacht, dass uns Visgaudaite und Flasarova so fehlen werden. Wir brauchen einen Shooter, der als Combo Guard spielen kann.

Wie sieht die Personalplanung konkret aus?

Wir wollen ein bis zwei Spielerinnen verpflichten, das ist das Ziel. Nach dem Marburg-Spiel haben wir zwei Wochen Pause, und da werden wir im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten den Markt sondieren.

Marburg mit fünf deutschen Nationalspielerinnen

BC Pharmaserv Marburg ist mit großen Ambitionen in die Saison gestartet – nach Rang drei in der vergangenen Spielzeit meldeten die Hessen noch für den Europacup. Hier gab es im tschechischen Ostrava einen 71:67-Auswärtssieg und daheim gegen die Rumänen von Satu Mare eine 54:71-Niederlage.

In der DBBL bezog Marburg zuletzt eine unerwartete 69:72-Heimniederlage gegen Halle. Fünf Marburgerinnen sind für die EM-Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft nominiert. Angeführt werden sie von Finja Schaake, die in der Liga auf durchschnittlich 16,3 Punkte kommt. Außerdem treten Svenja Greunke (9,8), Marie Berthold (9,1), Stephanie Wagner (5,3) und Alexandra Wilke (5,0) für Deutschland an. Dazu kommen unter anderem die US-Amerikanerin Katlyn John (10,3) und die bulgarische Centerin Diana Voynova (9,0). „Das ist schon ein bärenstarker Kader, gegen den wir allenfalls Außenseiterchancen haben“, sagt BG-Trainer Giannis Koukos vor der Begegnung. war

Nach dem jüngsten Heimspiel gegen Nördlingen stand Trainer Giannis Koukos wegen seiner verbalen Ausfälle in Richtung des eigenen Teams in der Kritik. Wie sicher sitzt er auf dem Trainerstuhl?

Das Team hatte eine sehr schlechte Leistung gezeigt und immer die gleichen Fehler gemacht. Das hat den Coach sehr geärgert. Als Südländer neigt er dazu, gestenreich und sehr deutlich seine Meinung zu sagen. Das kam nicht gut an. Wir haben mit ihm über verschiedene Punkte gesprochen, vor allem Kleinigkeiten. Er hat die Worte zur Kenntnis genommen, und in Hannover lief es ja auch viel besser. Bis auf die Ausbeute von 44 Punkten hat die Mannschaft nicht schlecht gespielt.

Warum beginnt die Partie gegen Marburg nicht, wie gewohnt, am Sonntag um 16 Uhr, sondern am Sonnabend um 20.30 Uhr?

Das ist eine Vorgabe der DBBL. Ab Sonntag ist Länderspielpause, und die Nationalspielerinnen müssen abgestellt werden. Also mussten wir wie die anderen Bundesligisten auch auf den Sonnabend ausweichen und haben uns in der Folge natürlich auch am BG-Heimspiel orientiert, das um 18 Uhr beginnt. Nun können die Zuschauer theoretisch beide Spiele sehen, auch wenn mir bewusst ist, dass das natürlich ein langer Basketball-Tag wäre.

Von Eduard Warda

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