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Rock ’n’ Roll: „Schweißtreibende Angelegenheit“

Sport meets music Rock ’n’ Roll: „Schweißtreibende Angelegenheit“

Sie sind die einzigen Tänzer, die bei der dritten Auflage der Benefiz-Gala Sport meets music am Sonntag, 2. Dezember, um 18 Uhr in der Stadthalle auftreten: die Hurricane Dancers, die sich dem Rock ’n’ Roll und Boogie Woogie verschrieben haben und die entsprechende Sparte im ASC 46 bilden. Begleitet vom Göttinger Symphonie-Orchester (GSO) unter der Leitung von Christoph-Mathias Mueller, bringen sie am 2. Dezember Ernst Fischers Billy’s Boogie Woogie auf die Bühne.

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Göttingen. Bei einer Pressevorführung am Kiessee zeigen die 1979 gegründeten Hurricane Dancers, was sie drauf haben: Es wird gerockt und geshaked, aus den Boxen ertönt „You’re the one that I want“. Leichtfüßig und lässig sieht das aus, sei aber sehr anstrengend, sagt Sebastian Dunkel, der mit seiner Perücke durchaus ein wenig an John Travolta in „Grease“ erinnert.

Der 33-Jährige, der früher in der A-Klasse getanzt hat, kam durch seine Mutter zum Rock ’n’ Roll. „Ich wurde von ihr gezwungen. Unser Zahnarzt hatte zwei Töchter, und auch beim Rock ’n’ Roll gibt es einen chronischen Herren-Mangel. Ich war zehn, mein Bruder zwölf. Wir standen vor dem Saal und haben uns geschworen: Wenn kein anderer Junge kommt, gehen wir da nicht rein. Dann kam ein Junge, und wir mussten.“ Der Göttinger Rock ’n’ Roll-Club war Mitte der 80er-Jahre im ASC aufgegangen, und Dunkel, heute Abteilungsleiter im Sanitätshaus ORT, blieb den Dancers seitdem treu.

Rock ’n’ Roll sei eine ziemlich schweißtreibende Sache und mit viel Arbeit verbunden, sagt er. Zu Uni-Anfängerkursen kämen die Teilnehmer zuerst in Jeans, spätestens beim zweiten Mal aber in kurzen Hosen. An Anfängerkursen nähmen durchschnittlich 30 bis 40 Interessierte teil, an Fortgeschrittenen-Kursen regelmäßig 15 bis 20 Tänzer. Dunkel fungiert nur noch als Trainer und weiß deshalb umso besser, dass man sich bei Breitensportturnieren beispielsweise in Flensburg keinen Fehler erlauben dürfe, „sehr synchron“ tanzen müsse. „Sonst kannst du gleich nach Hause fahren.“

Für Sport meets music haben sich die Hurricane Dancers eine Choreografie ausgedacht. Getanzt wird zu einem Boogie, was aber kein Problem darstellt. „Der Takt ist gleich.“ Eine kleine Schwierigkeit besteht nur darin, dass das von Mueller ausgewählte Fischer-Stück „keinen durchgängigen Takt“ habe – im Klartext: Es ist etwa eine Minute zu überbrücken. „Wir sind zwei Paare. Die Damen flanieren in dieser Zeit mit einem Schirm aus Spitze, die Herren mit Gehstock, die Damen eingehakt. Aber es gibt auch ein bisschen Akrobatik“, verrät Dunkel. Eine gemeinsame Probe mit dem GSO gibt es erst am Tag vor der Aufführung. Dunkel ist optimistisch: „Ich denke, es wird ganz gut.“

Von Eduard Warda

Infos zu Rock‘n‘Roll ab drei Jahren unter asc46.de/sportangebote/rocknroll. Tickets für Sport meets music unter anderem in den Tageblatt-Geschäftsstellen Göttingen, Jüdenstraße 13c, und Duderstadt, Auf der Spiegelbrücke 11.
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