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Regional Rückblick: Sieger, Sonne und seltsame Pferdenamen
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15:46 28.05.2018
Markus Beerbaum hat die Goldene Peitsche gewonnen. Quelle: Swen Pförtner
Nörten-Hardenberg

Ein Rückblick:

Was war das sportliche Highlight?

Wie in jedem Jahr: der Große Preis um die Goldene Peitsche. Nach einem unglaublich spannenden Stechen mit fünf starken Nullfehlerritten gewann Markus Beerbaum verdientermaßen das Weltranglistenspringen.

Wer ist Markus Beerbaum?

Der 47-jährige Springreiter Markus Beerbaum ist schon seit Jahrzehnten eines der bekanntesten Gesichter im deutschen Reitsport. Beerbaum, der mit seiner Frau Meredith Michaels-Beerbaum und Tochter Brianne auf ihrer Reitanlage in Thedinghausen lebt, kommt ursprünglich aus der Region Göttingen – aus Adelebsen. „Mein Bruder Ludger ist hier sein erstes internationales Springen geritten“, sprach der Reiter über seine enge Verbindung zum Hardenberg. Auch er komme seit Jahren jedes Jahr zu dem Turnier.

Von der Fohlenpräsentation am Donnerstag bis zum Großen Preis um die Goldene Peitsche am Sonntag: Wir haben für Sie die besten Bilder des Hardenberg Burgturniers 2018 zusammengesucht.

Wieso waren bei der Siegerehrung keine Polizeipferde?

In den vergangenen Jahren wurde der Sieger im Großen Preis um die Goldene Peitsche von Polizisten auf Pferden in der Siegerehrung eskortiert – eine schöne Geste. Viele wunderten sich, dass das in diesem Jahr nicht so war. „Das liegt daran, dass der Polizist, der sich sonst darum gekümmert hat, in Pension gegangen ist“, erklärt Caspar Funke, Geschäftsführer der Agentur Escon Marketing, die das Burgturnier mitorganisiert.

Wer war der größte Pechvogel an dem Wochenende?

Weniger Glück – im Gegensatz zu den vergangenen Jahren – hatte Felix Haßmann, Sieger der Goldenen Peitsche 2016 und 2017 und damit einer von drei Reitern in der Geschichte des Hardenberg Burgturniers, der den Wanderpreis mit nach Hause nehmen durfte. Im Preis der Südniedersächsischen Wirtschaft, den er 2017 ebenfalls gewonnen hatte, gab er nach mehreren Fehlern auf, im Umlauf des Großen Preises legte er eine tolle Runde hin und musste dann am vorletzten Sprung einen Abwurf verzeichnen, sodass er nicht ins Stechen kam.

Wer war der heimliche Star?

Besonders viel Luftanhalten, Mitfiebern und Applaus schien Finja Bormann vom Publikum zu bekommen. Die erst 22-jährige Reiterin konnte einen großen Erfolg am Hardenberg feiern: Sie wurde Zweite im Championat von Nörten-Hardenberg.

Wie sind Reiter und Pferde mit der Hitze klargekommen?

„Die Pferde hatten keine großen Probleme mit der Hitze“, sagt Niklas Droste von Escon Marketing. In den Stallzelten seien wie immer Wassertränken gewesen, die Vorbereitungsanlagen hätten im Schatten gelegen. Auch die Reiter waren gut versorgt: „Wir hatten immer genügend Getränke“, so Droste.

Wieviele Zuschauer und Reiter waren da?

„37 000 Besucher waren an allen Tagen zusammen da“, sagt Caspar Funke, Geschäftsführer von Escon Marketing. Genannt für das Turnier hatten ungefähr 120 Reiter mit 260 Pferden. Die jüngste Starterin war laut Meldestelle des Burgturniers die 13-jährige Emilia Busch, der älteste der 63-jährige Amateurreiter Thomas Holtrop.

Wie kommt es zu Pferdenamen wie A Crazy Son of Lavina oder Oak Grove’s Darshan?

Kein Muss, aber eine Tradition bei der Namensgebung von Pferden ist es, den Anfangsbuchstaben eines Elternpferdes zu übernehmen. So heißt der Vater von A Crazy Son of Lavina, ein Pferd das Finja Bormann reitet, Azzuro Classico 2. Auch Namen von Gestüten oder Sponsoren werden übernommen: Das Gestüt Eichenhain nimmt die englische Übersetzung seines Namens in die Pferdenamen – Oak Grove’s Darshan hieß ein Pferd, das auf dem Hardenberg vorgestellt wurde. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) registriert die Namen und kann auch ablehnen.

Wie liefen die Telekom-Übertragungen, die erstmals vom Burgturnier gesendet wurden?

„Wir sind sehr zufrieden“, sagt Droste von Escon Marketing. Die vorläufigen Zahlen – die Übertragungen könne man immer noch ansehen, daher könnten sie sich noch ändern – lägen bei mehr als 20 000 Haushalten pro Übertragung. Aus den drei Übertragungen kämen also Zugriffszahlen von 60 000 Haushalten zusammen.

Wird das Programm für die zukünftigen Burgturniere weiter so bestehen bleiben?

„Das Programm bleibt weiter wie bisher“, sagt Droste von Escon Marketing dazu. Das Zusammenspiel von Burgturnier und Klassika sowie beispielsweise die Gothaer Night mit Showprogramm und Feuerwerk habe sich so etabliert und werde gut angenommen.

Von Hannah Scheiwe

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