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SV Breitenberg besiegt sich selber

Fußball-Bezirksliga SV Breitenberg besiegt sich selber

Erneuter Rückschlag für Fußball-Bezirksligist SV Germania Breitenberg im Kampf um den Klassenerhalt: Die Eichsfelder unterlagen auf eigenem Platz dem SSV Nörten-Hardenberg mit 1:3 (1:1), kassierten damit die dreizehnte Niederlage im achtzehnten Spiel und bleiben damit abgeschlagen Tabellenletzter.

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Breitenbergs Linker Verteidiger Ramon Busch (l.) entwischt in dieser Szene Nörten-Hardenbergs Sascha Bendroth.

Quelle: Niklas Richter

Breitenberg. Nein, wehrte Timo Friedrichs nach Spielschluss bestimmt ab, der Abstieg sei noch lange nicht besiegelt. Aber die Art und Weise, wie die Gegentore gefallen seien, sei schon „frustrierend“, so der Germania-Spielertrainer. Beim ersten segelte eine lange Freistoßflanke von der Mittellinie in den Germania-Fünfer, Keeper Andreas Bartusch blieb allerdings auf der Linie kleben (44.): „Unverständlich“, so Friedrichs.

Verdiente Niederlage

Das zweite schossen die Platzherren selbst: Abwehrmann Jens Pleimling war an einer Hereingabe von Alexander Kunz zwar mit einem Spreizschritt als erster dran, drückte das Leder jedoch nicht ins Seitenaus, sondern über die eigene Torlinie (48.). Und dem 1:3 durch Dennis Zeibig in Minute 86 ging ein Abwehrfehler voraus. Fazit: Im Grunde schlug Breitenberg sich selbst. Wobei die Niederlage absolut verdient war. Die Germania-Spitzen: Allesamt stumpf. Das Mittelfeld: Wenig Ideen. Die Abwehr: Immer wieder wackelig.

Der Torhüter: Unsicher. Da nützte es wenig, dass Alexander Hafners Freistoß zum 1:0 in Minute 25 technisch perfekt war. Und dass Adrian Hobrecht in der Abwehr eine überragende Partie spielte, ganz viel Ruhe ausstrahlte und so gut wie jeden Zweikampf gewann. Breitenberg verfügt über fünf, sechs Spieler mit Bezirksliga-Niveau - das wird jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach nicht ausreichen, um am Ende in der Bezirksliga zu blieben.

Den ganz großen Fußball zeigten die Gäste auch nicht. Sei auch gar nicht möglich gewesen, so ihr Trainer Marco Grube, schließlich hätten neun Mann gefehlt. Aber die Schwarz-Gelben sind unglaublich zweikampfstark, teilweise auch überhart. Wenn die Platzherren einen erfolgversprechenden Angriff einzuleiten drohten, langte ein Nörtener Mittelfeldmann zu: Freistoß Breitenberg, aber die Gefahr war erst mal gebannt.

Germania-Assistenztrainer Günther Friedrichs regte sich zwar ein paar Mal über das harte Einsteigen der Gäste aus, betonte allerdings auch, dass das nun mal zum Fußball dazugehöre: „Im Endeffekt hat die aggressivere Mannschaft gewonnen.“

Erboster Schiedsrichter

Aggressiv seien auch ein paar Zuschauer gewesen, beklagte die Linienrichterin. Mehrmals sei sie beleidigt worden, so die junge Frau. Der Schiedsrichter Emmanuel Lohse (Salzgitter) war darüber sichtlich erbost. „Das kommt in meinen Bericht“, kündigte der Unparteiische bereits an.

Breitenberg: Bartusch - Pleimling, B. Simmert (74. N. Simmert), Hobrecht, Busch - Kneusels (60. Hartmann), Vogt (42. Brämer), Friedrichs, Deppe, Hafner - Sulejmanaj.

Tore: 1:0 Hafner (25.), 1:1 Duymelinck (44.), 1:2 Pleimling (48., Eigentor), 1:3 Zeibig (86.).

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