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SVG: Angst vorm freien Fall und Kampfansagen

Fußball-Oberliga SVG: Angst vorm freien Fall und Kampfansagen

Schöne Bescherung bei der SVG: Für die Spieler des Fußball-Oberligisten gab es dieses Jahr zu Weihnachten Ankündigungen, die Aufwandsentschädigung zu kürzen und den Kader zu reduzieren – wegen schlechter Leistungen, aber auch, weil der Klub finanziell klamm zu sein scheint.

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Rückenlage: Als Stürmer Philipp Hilleke beim 4:0 gegen Bornreihe scheinbar hilflos auf dem Rasen lag, lief es noch rund für die SVG.

Quelle: SPF

Nach acht Spielen ohne Sieg geht die Reise zu allem Überfluss am Sonntag (13.30 Uhr) zum TuS Heeslingen, der bei einem Erfolg an der Tabellenspitze überwintern könnte.
„Mehr Einsatz, mehr Zug zum Tor“ wünscht sich Klubchef Franz Gulz von seinem Team. „Ich habe dann ein Problem mit den Spielern, wenn wir in jedem Spiel vier bis fünf Gegentore bekommen.“ Im Großen und Ganzen könne er die Sanktionen nicht nachvollziehen, verteidigt sich Kapitän Denis Kobold. Linksverteidiger Carlo Leichtle ergänzt: „Die Einstellung stimmt eigentlich, das ist schon im Training zu sehen.“ Nun müsse die Reaktion der Mannschaft abgewartet werden. „Mal sehen, was dabei herauskommt.“

Die Demission Christian Consteins als Assistent von Djordje Curcic kam für beide überraschend. „Ich habe ihn nicht abgeschossen, das ist Blödsinn“, stellt Curcic klar. Vielmehr habe er sich für seinen Wunschkandidaten Matthias Weise entschieden. „Kein Vorwurf an Djordje“, verdeutlicht Constein. Dass ihm die Entscheidung am vergangenen Mittwoch erst drei Minuten vor dem Treffen des Vorstands mit der Mannschaft mitgeteilt und er dabei von Gulz ohne sein Wissen als neuer Torwarttrainer vorgestellt wurde, ärgert ihn jedoch maßlos. „Ich bin nicht entlassen worden, ich bin von mir aus gegangen.“ Mittlerweile hat er sich abgemeldet – Teammanager Thorsten Tunkel, nach dessen Bericht beim Vorstand Consteins Ära als Interimstrainer endete, sei daran nicht unschuldig. „Herr Tunkel hatte kaum die Möglichkeit, die Situation der Mannschaft zu beurteilen. Ich war auch nicht überfordert. Diese Aussagen waren für mich ein Schlag ins Gesicht.“

Während Tunkel seine Posten behält, gilt die Konzentration des Trainers dem Spiel in Heeslingen. „Die Mannschaft hat schon seit einigen Wochen keine Leistung gezeigt, aber realistisch betrachtet, müssen wir irgendwann einen Schritt machen“, sagt Curcic. Der achte Platz, die direkte Qualifikation für die eingleisige Oberliga, sei noch machbar. „Aber nur, wenn sich jeder den Arsch aufreißt. Die Mannschaft hat Qualität, ist aber nicht bei 100 Prozent. Die Spieler müssen lernen, mit der Situation umzugehen. Wer das nicht kann, der soll in der Kreisliga spielen.“ Einige Kandidaten für eine Freigabe habe er bereits im Kopf.
„Ich spiele bei der SVG, weil ich Sport treiben möchte, nicht wegen des Geldes“, unterstreicht Leichtle. Andererseits kann er sich vorstellen, „dass der ein oder andere Spieler nochmal angreift, wenn das Geld nicht mehr kommt“. Zur allgemeinen Finanzsituation des Vereins kann er nicht viel sagen. „Das mit den wenigen Zuschauern ist ja nichts Neues, und auch nicht, dass da ein kleines Loch ist.“ Auch die Finanziers nehmen eine abwartende Rolle ein: „Generell ist es für alle Sportvereine eine schwierige Zeit und problematisch, an Sponsoren zu kommen“, unterstreicht Sparkassen-Vorstand Rainer Hald. Aus dem Umfeld der SVG war zu hören, dass es zu Saisonbeginn für einen Aufsteiger kaum eine Alternative gegeben habe, als beim Etat etwas ins Risiko zu gehen – und die finanzielle Situation keineswegs dramatisch sei.

„Natürlich macht man sich darüber Gedanken, aber meine Baustelle ist das Spielgeschehen“, macht Kapitän Kobold deutlich, der sich jetzt vor allem zwei Sachen wünscht. „Wir brauchen endlich Ruhe, das wäre für alle Beteiligten das Beste.“ Und zweitens? „Schnee, damit die Partie in Heeslingen ausfällt und man sich drei Wochen lang auf die Rückrunde vorbereiten kann.“

Von Eduard Warda

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