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19:24 01.05.2017
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Göttingen

Göttingen. Wind ist der Feind der Minigolfer. Vor allem, wenn auf baumgesäumten Anlagen - wie an der Schillerwiese - gespielt wird. Alle Hände voll zu tun hatten die Teams, die dort am Sonntag ihren Bundesliga-Spieltag ausgetragen haben.

Während die Damen des MGC ihrer Favoritenrolle gerecht wurden und das Turnier gewannen, schlossen die Herren ihren Heimspieltag als Dritter ab. Als Aufsteiger in die 1. Bundesliga hatten die MGC-Männer das Heimrecht nach Göttingen geholt. Und weil die Konkurrenz die Anlage an der Grätzelstraße so gut kennt, wurden die renovierten Bahnen im Ostviertel nun Austragungsort des zweiten Spieltages der Nordstaffeln bei den Damen und Herren. „Wir haben schon viel trainiert. Aber auch andere Mannschaften hatten ein Vorauskommando zum Training hier. Die testen dann Bälle und versorgen ihre Teamkameraden mit den entsprechenden Informationen“, berichtete MGC-Spieler Peter Nowksy zwischen zwei Runden. Für ihn und sein Team geht es darum, als Neuling den direkten Klassenerhalt zu schaffen. „Unsere Liga ist eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Wir werden alles versuchen, die Abstiegsrelegation zu vermeiden. Zwei dritte Plätze nach zwei von vier Spieltagen sind da schon die halbe Miete.

Bevor abgeschlagen wurde, galt es die Bahn zu säubern. Nowsky hatte einen Wischmop dabei, andere benutzten ein Handtuch oder sammelten Störendes mit der Hand von der jeweiligen Bahn ab. Dann wurde der im Vorfeld getestete und als geeignet befundene Ball aus der Hosentasche geholt - entsprechend angewärmt, um ideal zu rollen und nicht zu rutschen. Wer brauchte, ließ sich von einem Teamkameraden einen Schirm halten, um aus einer schattigen Zone abzuschlagen. Nicht selten folgte kurz danach ein lauter, kurzer Jubelschrei. Ein Schlag und der Ball lag im Loch.

Eine Tatsache von der der Freizeitspieler nur träumt. Viele von ihnen mussten am Sonntag vertröstet werden, blieben aber trotzdem am Zaun stehen und beobachten die individuellen Rituale, gebückten Haltungen, Simulationsschläge und Ballwege oft leicht amüsiert - um dann beim Versenken nach dem ersten Schlag erstaunt bis bewundernd zu gucken. Ja, es geht. Es gibt die perfekte Runde. Der Göttinger Steven Böttcher hat es im dritten der vier Durchgänge gezeigt, einige andere Akteure auch.

Sie sind allerdings auch viel besser ausgestattet als ein Minigolf-Sonntagsspieler. Der Bundesliga-Spieler bestreitet die Runde auf den genormten Betonbahnen zwar meistens auch mit nur einem Schläger, hat aber nicht selten 800 bis 1500 Bälle zu Hause. „Ballsammlungen sind so individuell wie CD-Sammlungen“, sagt Nowsky, der zu einem Punktspiel etwa 200 Bälle einpackt.

Neben der Hosentasche der Trainingshose, in der nicht selten ein Wärmekissen liegt, waren die abenteuerlichsten Aufbewahrungsorte zu beobachten. Ein Spieler klemmte sich den Ball immer wieder in die linke Achselhöhle...

2. Spieltag Damen-Bundesliga Nord (verkürzt auf 3 Runden)

1. MGC Göttingen 205 Schläge (75, 65, 65)

2. MGC Dormagen-Brechten 209 (78, 66, 65)

3. BGC Hannover 231 (76, 81, 74).

Die MGC-Damen führen weiterhin die Gesamttabelle der Nordstaffel an.

MGC-Statistik: Jasmin Ehm 65 Schläge (25, 19, 21), Alexandra von dem Knesebeck 72 (26, 23, 23), Bianca Zodrow 68 (24, 23, 21).

2. Spieltag Herren-Bundesliga Nord

1. BGS Hardenberg Pötter 519 Schläge (127, 131, 132, 129)

2. MGC Dormagen-Brechten I 520 (131, 133, 129, 127)

3. MGC Göttingen 528 (140, 136, 122, 130)

4. Niendorfer MC 547 (139, 145, 133, 130)

5. MGC Dormagen-Brechten II 574 (143, 151, 139, 141).

In der Gesamttabelle bleibt Aufsteiger MGC damit auf Platz drei.

MGC-Statistik: Steven Böttcher 87 (25, 22, 18, 22), Lars Hasse 87 (20, 25, 19, 23), Peter Nowsky 86 (22, 22, 23, 19), Marcel Waleska 89 (25, 24, 20, 20), Christian Roselieb 92 (28, 21, 21, 22), Henning Weißmann 87 (20, 22, 21, 24).

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