Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Schiedsrichter zusammengeschlagen

Fußball Schiedsrichter zusammengeschlagen

Zwei Spielabbrüche und ein tätlicher Angriff auf einen Schiedsrichter beschäftigen derzeit das Sportgericht des NFV-Kreises.

Zu einer Massenschlägerei und Anfeindungen gegen den Schiedsrichter kam es am vergangenen Wochenende während der Partie Türkgücü Münden gegen FC Niemetal. Abgebrochen wurde das C-Junioren-Spiel des Bovender SV gegen Sparta II, da die Rot-Weißen nach Diskussionen mit dem Schiedsrichter den Platz verließen. Der folgenschwerste Vorfall ereignete sich am 26. April in Obernjesa: Ein Schiedsrichter musste verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden, Spieler wurden aus dem TSV Obernjesa ausgeschlossen, und die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung. 

Der TSV Obernjesa hat nach den Vorfällen im Spiel gegen die SG Werratal II die Akteure Ammar Karim und Anton Solovey aus dem Verein ausgeschlossen und ihnen Platzverbot erteilt. Was war passiert? Nach dem Match habe ihm ein Spieler eine Kopfnuss gegeben, berichtet Schiedsrichter Viktor Bruhl, der daraufhin den Angriff mit einer roten Karte geahndet habe. „Ich habe die Werrataler gebeten, mich in Schutz zu nehmen, da ich sah, dass die Spieler und der Trainer von Obernjesa immer aggressiver wurden“, so Bruhl. Die Spieler und Zuschauer von Obernjesa seien ihm jedoch gefolgt. „Zwei Spieler von Obernjesa rissen sich die Trikots herunter. Ich ahnte böses und habe mehrmals laut geschrien, dass jemand die Polizei holen soll“, sagt Bruhl. Ein Spieler habe versucht, ihn mit Fäusten zu schlagen, ein Akteur ihn zweimal ins Schulterblatt gebissen. „Ein anderer Spieler hat mir acht- oder neunmal mit der Faust auf meinen Kopf und in mein Gesicht geschlagen. Zusätzlich wurde ich mit dem Fuß getreten. Auf einmal bekam ich keine Luft mehr und war kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren. In diesem Moment hatte ich echte Todesangst bekommen“, schilderte der Unparteiische die Situation.

Akteure wehren sich

Karim erhebt nun Vorwürfe gegen den TSV: „Der Vorstand versucht, sich mit unserem Ausschluss reinzuwaschen. Wir sind jetzt die bösen Jungs, dabei trifft uns keine Schuld.“ Solovey sagt, dass er mit dem Schiedsrichter nach dem Spiel ein Wortgefecht auf Russisch ausgetragen habe. Karim: „Ich bin hinter dem Schiedsrichter hergegangen und wollte mit ihm reden. Er hat eine Glasflasche gegen mich erhoben, dann habe ich ihn umklammert und festgehalten, damit er nichts machen kann. Es entstand ein Getümmel mit zirka 20 Personen.“ Karim kündigte an, dass er Bruhl anzeigen werde, da er sich durch die Glasflasche bedroht gefühlt habe. 

Der stellvertretende Kreisschiedsrichterobmann Christian Rahlfs verurteilt Angriffe gegen die Schiedsrichterzunft: „Tätlichkeiten gegen Schiedsrichter sind nicht hinnehmbar. Gegen verbale und tätliche Angriffe auf Schiedsrichter muss mit aller Härte vorgegangen werden.“ Der Spielausschussvorsitzende Alfred Bonenberger bedauert die Vorfälle: „Ich denke, dass die Strenge des Gesetzes voll zuschlagen wird. Die Schiedsrichter sind das schwächste Glied in der Kette. Karim und Solovey sind vorgesperrt.“ 

jst/bam

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regional
Alle Verein der 1. Bundesliga im Quotenvergleich von SmartBets.
09.12.2017 - 17:08 Uhr

Zwei Tage lang haben sich U14-Fußballteams aus ganz Deutschland in Northeim beim KSN+VGH Junior Cup gemessen. Mit dem Randers FC war zum ersten Mal ein internationales Team dabei. Im spannenden Endspiel gegen Borussia Dortmund sicherte sich der VfB Stuttgart den Turniersieg. Die Planungen für 2018 sind derweil schon in vollem Gange.

mehr
Burgturnier 2017: Highlights aus drei Tagen