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Schlaflos in Krasnodar

Basketball Schlaflos in Krasnodar

Nach einer kurzen Nacht mit wenig oder gar keinem Schlaf im kleinen privat geführten Hotel am Stadtrand Krasnodars machten sich die Veilchen gestern bereits um 4.30 Uhr Ortszeit (2.30 Uhr MEZ) auf den Rückweg nach Deutschland. Im Gepäck haben die MEG-Basketballer den ersten Europapokalsieg und bleibende Eindrücke von einer kräftezehrenden, aufregenden Reise in eine Stadt der Gegensätze.

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Stadt im Umbruch: In Krasnodar am Fluss Kuban wird viel gebaut, die zukünftige Olympiastadt Sotschi (Winterspiele 2010) ist nicht weit entfernt.

Quelle: Pförtner

„Ich versuche jetzt im Flieger zu schlafen, das bin ich gewöhnt. Ich habe die Zeit im Hotel damit verbracht, DVDs zu sehen“, sagt MEG-Topscorer Chris Oliver während der Busfahrt zum Flughafen. Zuvor nahmen die Europapokal-Rookies um John Patrick, Ben Jacobson und Co. quasi im Minutentakt Gratulationen via Skype, Twitter oder Facebook entgegen. Jeder suchte eine Internetverbindung und brachte dabei das nicht besonders standfeste hotelinterne W-LAN-System fast zur Aufgabe. Dabei drängten sich die Veilchen dicht im Erdgeschoss des zweistöckigen Hotels, denn bereits in der ersten Etage steht die kabelfreie Verbindung in die restliche Welt nicht mehr zur Verfügung.

Eine ausgelassene Party nach der grandiosen Gala bei der Europapokal-Premiere in der in die Jahre gekommenen Arena in Krasnodar feierten die Göttinger Basketballer indes nicht. „Wir haben ein Spiel gewonnen, wenn auch ein immens wichtiges und geschichtsträchtiges, mehr aber nicht“, formulierte MEG-Headcoach John Patrick.

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Auf der Fahrt zum recht überschaubaren Flughafen Krasnodar, vorbei an zahlreichen Baustellen und den meist von hohen Zäunen oder gar Mauern umgebenen Grundstücken, bleibt Basketball das Thema Nummer eins. Die Fahrt vergeht schnell, weil zu dieser Zeit die mal holperigen mal erstaunlich gut ausgebauten Straßen einmal nicht verstopft sind. Die alten Ladas, die noch immer das Straßenbild beherrschen, stehen ebenso noch in der Garage, wie die zuvor zahlreich zu sehenden Luxuswagen. Alt neben neu, Prunk neben Armut, Villa neben Baracke – fünf Jahre bevor in dem nahe gelegenen Sotschi die Olympischen Winterspiele stattfinden, ist auch hier vieles im Umbruch.

Patrick betont, wie wichtig es für die Vermarktung der Liga sei, dass Erfolge auf europäischer Ebene geholt werden. Die Siege von Alba Berlin, den Artland Dragons, Brose Baskets schätzt er hoch ein und bezeichnet den Spieltag auch aufgrund der nur knappen Niederlage der Telekom Baskets Bonn gegen DKV Joventut als „sehr erfreulich“.

Bereits im Hotel wurde ausführlich über den 70:59-Triumph von Dunkerque, am Dienstag der nächste Euro-Challenge-Gegner der Veilchen, über das favorisierte Podgorica diskutiert. „Nach dem ersten Spieltag sollte man noch keine Einschätzung abgeben. Für mich war aber auch Budocnost der Favorit“, sagt Patrick. Und Center Chris McNaughton wünscht sich: „Jetzt ein Sieg zu Hause gegen Dunkerque, und wir sind auf einem guten Weg.“

„Es war aber nicht nur das Team, das eine tolle beeindruckende Leistung vollbracht hat“, betont der Trainer und deutet auf Patrick Rißler. Der Physiotherapeut blickt blass und mit geröteten Augen ins Weite. „Er hat die Spieler super betreut, so dass die Reisestrapazen keinen negativen Einfluss auf die Leistung hatten. Ich glaube, er hat in beiden Nächten nicht mehr als drei Stunden geschlafen“, lobte Patrick die Arbeit Rißlers. „Das kommt in etwa hin, aber es gibt sicherlich stressigere Jobs. Das macht doch trotz der Anstrengung richtig Spaß“, sagte der reiseerprobte Rißler. Der Krankengymnast des Rehazentrums Rainer Junge betreut seit Jahren die Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen und weiß daher, wie man Reisestress abschüttelt.

bam

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