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Schmidt: „Wir müssen ein wenig riskieren“

Basketball-Regionalliga Schmidt: „Wir müssen ein wenig riskieren“

Wer Hans-Werner Schmidt kennt, der weiß, dass der 57-Jährige ein Mann der deutlichen Ansagen ist. Derzeit bastelt sich der Headcoach und Abteilungsleiter der BG 74 ein Basketball-Regionalliga-Team zusammen, das der Konkurrenz bisweilen die Sprache verschlägt.

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2008 in der Bundesliga meist Zuschauer, bald wieder Leistungsträger: Michael Schröder, Robert Dill und Marco Grimaldi.

Quelle: Pförtner

Spieler wie Marco Grimaldi, Michael Schröder oder Robert Dill stehen für reichlich Erstliga-Erfahrung und werden von vielen eher im Profi-Basketball vermutet als in der vierten Liga. Schmidt ist es geglückt, die Aufstiegshelden des Jahres 2007 wieder für ein Engagement bei der BG 74 zu überzeugen. Zwei Hochkaräter sollen noch kommen. Vom Durchmarsch in die Pro B spricht bei den Veilchen allerdings niemand. Knackige Ansagen gibt es nur an den städtischen Liga-Rivalen ASC 46.

„Unser Ziel ist es, hinter dem Göttinger Erstliga-Team die Nummer eins in Göttingen zu sein. Natürlich wollen wir den ASC hinter uns stehen lassen und abhängen“, betont Hans-Werner Schmidt ernst. Sein spitzbübisches Lächeln und seine oftmals witzelnde Art weichen einer harten Mimik. Das Spiel mit seinem Gesichtsausdruck bereitet Schmidt sichtlich Freude, im Wechseln der Miene ist der bekennende Motorradfahrer ähnlich geübt wie in das Hineinschlüpfen in seine schwere, schwarze Lederjacke. Nur einen Wimperschlag später sprich Schmidt mit weichen Worten darüber, dass es natürlich „vermessen wäre, vom Aufstieg zu sprechen“. Gleichwohl betont Schmidt, dass er eine Info-Veranstaltung der Pro B besucht habe. Ein 100 000-Euro-Etat werde gefordert. „Wir werden alles tun, damit das Umfeld passt, falls wir aufsteigen. Ich bin optimistisch, dass wir das Budget realisieren könnten“, springt ihm Andreas Fink, Geschäftsführer der BG-74-Vermarktungs-UG, zur Seite. Der aktuelle Etat des Viertligisten liege zwischen 40 000 und 50 000 Euro, bestätigt Fink.

„Wir müssen ein wenig riskieren, denn wir kennen ja die Göttinger Gegebenheiten – spätestens seit der Insolvenz der BG Satorius auch die Gefahren. Ich denke, dass wir uns positionieren müssen, damit der Göttinger Basketball im Falle eines solch unschönen Szenarios nicht in ein großes Loch fallen wird“, begründet Schmidt seinen Antrieb und den seiner Mitstreiter.

Optimistisch ist Oberstudienrat Schmidt, dass aufgrund der „Integrationsfiguren“ Grimaldi, Schröder und Dill wieder mehr Fans zu Spielen in die FKG-Halle strömen werden als in der vergangenen Serie, als durchschnittlich 80 zahlende Zuschauer kamen. „Das Team wird Charakter haben und wird bei vielen Gefühle wecken. Wenn wir erfolgreich spielen, dann bin ich optimistisch, dass wir ein gutes Publikum haben“, sagt Schmidt. Geschäftsführer Fink gibt preis, dass mit 280 Zuschauern kalkuliert werde.
Bleibt abzuwarten, wie das Göttinger Publikum die neue alte BG 74 annimmt und welche weiteren Verstärkungen Schmidt noch aus dem Hut zaubert. Auf die Ex-BGer Philipp Nies und Babis Douloudis angesprochen, ziert jedenfalls wieder dieses spitzbübische Lächeln das Gesicht des 57-Jährigen.

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