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Sommermärchen 2.0

Kommentar Sommermärchen 2.0

Nach fünf Jahren ist das kleine Göttingen wieder auf der Weltkarte des internationalen Fußballs zu finden. Still und heimlich haben Lutz Renneberg und Holger Jortzik mit ihren vertrauten Partnern daran gearbeitet, Göttingen Teil eines potenziellen Sommermärchens werden zu lassen – sozusagen ein Sommermärchen 2.0.

DFB-Präsident Theo Zwanziger müht sich derzeit, die Erwartungen ein wenig zu dämpfen. Sicherlich eine schwierige Aufgabe für den bekennenden Frauenfußball-Fan. Doch er betont: Vergleiche mit der Männer-WM seien „nicht erlaubt“. Zu groß sind offensichtlich die Befürchtungen, dass das Sommermärchen 2006 einen zu großen Schatten wirft.

Ob das Quartier und die Frauenfußball-WM ein Erfolg werden, darüber entscheiden letztlich die Menschen im Land. Die Anzahl der Bedenkenträger bröckelt zwar nur langsam, aber immerhin stetig. Fast 500 000 der 700 000 WM-Tickets sind mittlerweile verkauft, und dennoch sieht sich der Frauenfußball in Deutschland noch vielen Verunglimpfungen ausgesetzt. Mit Blick auf die Leistungen der amtierenden Weltmeisterinnen und besonders den bodenständigen und somit sehr sympathischen Umgang mit dem Erfolg, sind diese Kritiken jedoch haltlos.

Dass Frauenfußball in Deutschland abseits der Weltmeisterschaften kein Publikumsmagnet ist, zeigt die Partie des FC Bayern gegen den Hamburger SV vom vergangenen Bundesliga-Spieltag: 220 Zuschauer sahen das 1:4.
Vom 17. Juni an wird das Interesse ein anderes sein, und viele wird die Stimmung im Land hoffentlich mitreißen. Jeder hat die Chance, sich von der Attraktivität des Frauenfußballs überzeugen und begeistern zu lassen und so an einem neuen Märchen mitzuschreiben. Die Göttinger können dies nicht nur beim Public Viewing oder in den WM-Stadien, sondern vor Ort im Jahnstadion tun.

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20.11.2017 - 17:59 Uhr

Ich habe nicht zugesagt, um den Job nur vier Monate zu machen, sagt Jan-Philipp Brömsen im Tageblatt-Interview über seine neue Aufgabe als Trainer des Fußball-Oberligisten SVG Göttingen. Viel Zeit zum Reden habe man aktuell nicht, das können wir im Winter machen, sagt der Coach.

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