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Regional Stollen, die den Rasen aufschlitzen
Sportbuzzer Sportmix Regional Stollen, die den Rasen aufschlitzen
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19:55 28.10.2009
Strapazierte Kunstrasenplätze: In den Wintermonaten wird wieder öfter auf künstlichem Grün gespielt. Quelle: Theodoro da Silva
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„Die Schlitzstollen graben sich tiefer in den Platz ein als andere Stollen. Die Verkrallung ist stärker“, sagt Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF), die für die Göttinger Kunstrasenplätze zuständig ist. Nach einer Empfehlung jener Firma, die den Kunstrasen im Sportpark Jahnstadion verlegt hat, werden Fußballer von den GoeSF-Platzwarten darauf hingewiesen, dass die etwas länglichen Schlitzstollen die Lebensdauer der Plätze verkürzen. Einher damit geht die Bitte, herkömmliche Stollen zu benutzen.

„Verbandsinterne Logik“

Bis zum vergangenen Frühling versuchte die GoeSF sogar, ihre Kunstrasenplätze für Schlitzstollen zu sperren. „Damit konnten wir uns aber nicht durchsetzen“, berichtet Frey. Einer Bezirksoberligamannschaft beispielsweise, die eine lange Anreise hinter sich und nur einen Satz Schuhe dabei habe, könne man schlechterdings verbieten aufzulaufen. „Es gibt da eine verbandsinterne Logik, zumal der DFB auf dem Standpunkt steht: Das muss der Platz abkönnen.“

Trotzdem appelliere man nach wie vor an die Mannschaften, Schuhe mit Schlitzstollen zu vermeiden, und stoße damit auch „teilweise auf viel Verständnis“, berichtet Frey. „Mehr können wir nicht tun, leider.“ Im Hinblick auf die Phase der Verbotsversuche habe man den Plätzen wenigstens eine Atempause gegönnt. Haben Schlitzstollen seiner Meinung nach wirklich einen dermaßen großen Effekt? „Es ist die Parallele zum gewachsten Handball“, glaubt Frey. „Wenn man daran glaubt, dann nutzt es auch was.“
Das sieht Rainer Junge, Chef des gleichnamigen Göttinger Rehazentrums, etwas anders. „Die Industrie verspricht eine gute Haftung am Boden. Was dabei allerdings zu wenig berücksichtigt wird, ist die Verletzungsgefahr.“ Je weniger Bewegung zwischen Boden und Fuß, desto höher ist die Belastung für die Kniegelenke.“ Folgen dieser mangelnden Rotationsmöglichkeit seien Meniskusschäden und Kreuzbandrisse.

Zwar böten die Schlitzstollenschule eine größere Haftung, gesünder seien jedoch beispielsweise Nocken, unterstreicht Junge. „Das geht nur in bestimmten Ligen nicht mehr“, gibt er zu bedenken. Es gebe aber noch einen anderen – präventiven – Ausweg: „So gut trainieren, dass die Muskulatur die Gelenke schützt. Das trägt dazu bei, Verletzungen vorzubeugen.“

Von Eduard Warda

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