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Sympathie für eine Saison von März bis November

Umfrage Sympathie für eine Saison von März bis November

Der Vorstoß kam vom ehemaligen Fußball-Nationalspieler Rudi Völler: Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Katar 2022 könne er sich vorstellen, den Spielbetrieb in deutschen Ligen nach dem Kalenderjahr auszurichten. Wolfgang Reese, Spielausschussvorsitzender des Bezirks Braunschweig, hat dies nun aufgegriffen: Man könne von „Mitte März bis November spielen, mit einer Pause während der Sommerferien“. Aufgrund mangelnder Planungssicherheit und der Häufung von Spielausfällen im Winter berge dieses System viele Vorteile.

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„Und im Sommer bei schönem Wetter ist Pause“: Im Frühjahr drohen wieder viele Fußballspiele auszufallen.

Quelle: Blank

„Momentan spielen wir zu den Zeiten, in denen man die Plätze kaputt macht, und im Sommer bei schönem Wetter ist Pause“, kritisiert Reese. Die Umsetzung der Idee sei „ohne weiteres möglich“, indem man eine Saison „künstlich verlängert“. Auch für die Zuschauer besitze eine Neuregelung entscheidende Vorteile. So müsse man in den Wintermonaten nicht in den Stadien frieren. „Eine solche Entscheidung muss aber von ganz oben kommen“, sagt Reese.

„Die Idee ist nicht schlecht“, kann sich Wilfried Rusteberg, Trainer des Landesligisten FC, mit dem „interessanten Vorschlag“ anfreunden. Die Chancengleichheit würde erhöht, da Mannschaften, die im Winter auf Kunstrasen trainieren könnten, im Vorteil seien. „Wenn die Rasenplätze unbespielbar sind, fällt natürlich auch das Training aus“, beschreibt er die Problematik. Für eine Amateurmannschaft sei natürlich eine Fahrt ins Trainingslager im Ausland nicht möglich. Allerdings müsste das Vorhaben konsequent in allen Ligen umgesetzt werden, dafür seien natürlich „umfangreiche Gespräche nötig“.

„Es gäbe dann kein Hick-Hack mehr, ob man spielt oder nicht“, sagt Carsten Langar, der den TSV Holtensen coacht. Allerdings habe er sich „mit dem Thema noch nicht intensiv beschäftigt“. Er hält aber auch Freitag- und Sonntagspieltage für durchaus geeignet, um „in einer Liga mit 19 Mannschaften den Spielbetrieb durchzubringen“.

Jozo „Jelle“ Brinkwerth, seit dem Herbst Trainer des RSV 05, bringt für den Vorstoß Sympathie auf. „Im ersten Moment finde ich das okay“, sagt er. Probleme könnten jene Mannschaften bekommen, die viele Studenten in ihren Reihen haben, gibt er zu bedenken. Im Hinblick auf die Platzverhältnisse könnte eine Ausrichtung des Spielplans nach dem Kalenderjahr jedoch sowohl für Spieler als auch für Zuschauer von Vorteil sein, kommentiert er. „Alles in allem gefällt mir die Idee gar nicht so schlecht, Härtefälle wird es immer geben.“

Anders sieht es Carsten Lakies. Der Trainer der SVG ist der Meinung, das System solle so bleiben, wie es ist. „Es hat alles Vor- und Nachteile.“ Weniger Spielausfälle in den kalten Monaten seien natürlich positiv, „doch sollen wir dann im Sommer bei 40 Grad spielen“, fragt er. Einzige Möglichkeit wäre eine Verlegung der Partien in die Abendstunden. „Mir gefällt es, wie es ist“, sagt Lakies, „trotz der Ungewissheit, ob man spielen kann“. Seit „Anbeginn der Bundesliga“ laufe der Betrieb über den Jahreswechsel. Sämtliche Spielklassen hätten das gleiche Problem. Ob eine Umstrukturierung mehr Vor- als Nachteile bringen würde, bezweifelt er.

Von Tobias Christ

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20.11.2017 - 17:59 Uhr

Ich habe nicht zugesagt, um den Job nur vier Monate zu machen, sagt Jan-Philipp Brömsen im Tageblatt-Interview über seine neue Aufgabe als Trainer des Fußball-Oberligisten SVG Göttingen. Viel Zeit zum Reden habe man aktuell nicht, das können wir im Winter machen, sagt der Coach.

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