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TV Jahn Duderstadt: Christian Caillat fordert gegen Alfeld Kampfgeist

„Ich befinde mich in einer Lernphase“ TV Jahn Duderstadt: Christian Caillat fordert gegen Alfeld Kampfgeist

Die Sonne fällt auf die Tische der Cafés in der Innenstadt, in der Luft liegen die Klänge der Straßenmusiker – ein Hauch von mediterranem Klima weht an diesem sonnigen Nachmittag durch die Göttinger Fußgängerzone. Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, dass Christian Caillat sich ganz entspannt in seinem Stuhl zurückgelehnt und einen Schluck Kaffee genießt.

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„Ich will Kampf sehen“: Christian Caillat (Mitte), der den TV Jahn gemeinsam mit Ekkehard Loest betreut, motiviert seine Spieler.

Quelle: Heller

Duderstadt. Seine Beine, die in blauen Jeans stecken, hat der 2,02 Meter große Südfranzose leicht wippend unter dem Tisch platziert, der schwarze Kapuzen-Pullover wirkt für die frühlingshaften Temperaturen fast ein wenig zu warm. „Das Wetter erinnert mich ein bisschen an meine Heimat“, sagt der aus Marseille stammende Caillat, der momentan bei Handball-Oberligist TV Jahn Duderstadt gemeinsam mit Trainer und Manager Ekkehard Loest die Übungseinheiten leitet.

„Ekki wusste, dass ich demnächst meinen Trainerschein machen will. Der Kontakt ist über einen gemeinsamen Freund entstanden“, berichtet der Franzose, der in Deutschland als Profi für Stralsund, Wilhelmshaven, Tusem Essen, Wetzlar, die Rhein-Neckar Löwen, Berlin und Coburg aktiv war.  Vorläufig bis zum Saisonende wird Caillat gemeinsam mit Loest den Eichsfelder Oberligisten betreuen, im Sommer zudem seine C- und B-Trainer-Lizenz machen. Wie es dann weitergeht?

„Wir werden sehen, was passiert. Momentan mache ich mir darüber keinen Kopf.“

Die Arbeit mit den TV Jahn-Handballern – „eine sehr sympathische Mannschaft, die mich sehr gut aufgenommen hat“ – macht Caillat viel Spaß. „Für die vierte Liga sind wir anständig besetzt. Ich bin optimistisch, dass wir gegen Alfeld ein gutes Spiel machen werden. Ich sehe keinen Grund, warum wir nicht gewinnen sollten. Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern.“

Im Training will der Franzose, der Juri Schewzow, einst Caillats Coach bei Tusem Essen, als Vorbild angibt, eine „Mischung aus Spaß und Leistung“ sehen. Die Zusammenarbeit mit Loest sei sehr positiv. „Ekki kennt die Mannschaft sehr gut und kann ihre Leistung genau einschätzen.“
Die Erfahrungen, die der 40-jährige ehemalige linke Rückraumspieler in Duderstadt derzeit macht, seien eine spannende Herausforderung, „Ich selber befinde mich momentan auch in einer Lernphase. Trainer und Spieler zu sein sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Als Trainer stellt man sich viele Fragen, das Spiel bleibt immer in einer Ecke des Kopfes hängen, aber man kann nicht einfach aufs Spielfeld laufen, um selbst mitzuspielen.“  Von seinen Jungs verlangt der Ex-Profi, der mit einer Deutschen verheiratet ist und einen Sohn hat, vor allem vorbildliche Einsatzbereitschaft. „Ich will Kampf sehen. Leistung ist auch Tages abhängig, aber den Kampf kann jeder Spieler annehmen.“

Basis, um weiterhin möglichst erfolgreich zu sein – „ich schaue nicht so auf die Tabelle, ich wünsche mir, dass wir so viele Spiele wie möglich gewinnen“ – müsse eine stabile Defensive sein, „dann ist viel möglich“.  Gegen Duderstadt spielte Caillat mit Stralsund, seinem ersten Team in Deutschland, zu Zweitliga-Zeiten einst selber. Wie die Partie damals endete? „Daran kann ich mich nicht mehr erinnern“, sagt der Franzose lächelnd.

Von Christian Roeben

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