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TV Jahn Duderstadt auf dem Weg in dritte Liga

Handball-Regionalliga TV Jahn Duderstadt auf dem Weg in dritte Liga

2010 stehen im Handball gravierende Veränderungen ins Haus. Betroffen davon ist auch der TV Jahn Duderstadt. Die vierteilige 3. Liga wird im Zuge der Ligenstrukturreform des Deutschen Handball-Bundes zur Saison 2010/2011 eingeführt und ersetzt damit die bisherigen fünf Regionalligen.

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Will mit dem TV Jahn die gute Serie in der Regionalliga fortsetzen: Dennis Knudsen (links), hier gegen Norman Bernhardt von der HSG Wolfen, ist bisher bester Schütze beim Eichsfeldteam.

Quelle: Pförtner

Die zukünftige Verteilung der Mannschaften auf die vier Staffeln (Nord, Ost, Süd und West) erfolgt nach geographischen Gesichtspunkten, nicht wie bisher nach Regionalverbandszugehörigkeit. Die Meister aller fünf Ligen steigen in die 2. Bundesliga auf. Die Mannschaften auf den Plätzen zwei bis zehn aller Regionalligen qualifizieren sich für die 3. Liga 2010/2011.

Da Duderstadt und Liganachbar Münden geographisch in der Mitte Deutschlands liegen, sind bei der Aufteilung der vier 3. Ligen mit jeweils 18 Vereinen für die beiden heimischen Klubs alle Varianten nicht ausgeschlossen. Experten allerdings verbinden in ihren Planspielen mit Duderstadt und Münden die 3. Liga West inklusiv der nordhessischen Vereine wie Eintracht Baunatal und SVH Kassel. Dabei spielt im Hinblick auf lukrative Derbys auch ein Stück Wunschdenken mit. Endgültiges weiß man erst im Mai.
Bis dahin ist sportlich noch fast alles möglich, gleicht doch die laufende Regionalliga-Saison einer Wundertüte. So kassierte der inoffizielle Herbstmeister HC Aschersleben ausgerechnet zuhause seine erste Niederlage gegen Abstiegskandidat HSV Naumburg-Stößen. Oder: Der zwischenzeitliche Spitzenreiter TV Jahn Duderstadt verlor beim TSV Bremervörde, der kurz vor Weihnachten in seinem 50. Pflichtspiel seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga (2008) und dem Abstieg in die Regionalliga (2009) gegen den Neuling TV Neerstedt die 38. Niederlage hinnehmen musste.

Spitzenreiter mit Respekt

„In der Liga gibt es keine leichten Gegner“, zeigt Jürgen Arndt, Präsident des Tabellenführers HC Aschersleben Alligators, großen Respekt vor der Konkurrenz. 23:9-Punkte bedeuten für die „Krokodile“ zwar Platz eins vor dem TV Jahn (20:10), dies ist aber alles andere als ein sicheres Polster. Gerade einmal sechs Punkte trennen den Spitzenreiter vom Neunten HSG Barnstorf-Diepholz. Und auch der Zehnte HC Einheit Halle meldet nach 9:1-Punkten in Folge seine Anwartschaft für die vierteilige 3. Liga an.

Nur sechs Punkte weniger als die Hallenser hat Schlusslicht Eintracht Glinde auf dem Konto. Vorletzter ist nach dem überraschenden 29:29 zum Jahresauftakt gegen Mitaufsteiger HF Springe (Vierter mit 20:14 Zählern) der HSV Naumburg-Stößen mit Deutschlands einziger Regionalliga-Trainerin im Männerbereich, die bisher elf Niederlagen jüngst so umschrieb: „Wir sind so beweglich wie Bahnschranken.“ Was allerdings nicht auf Tobias Seyfarth (183/26) als erfolgreichsten Torjäger der Regionalliga zutrifft.

Zu den Überraschungen zählt auch der mit dem TV Jahn punktgleiche OHV Aurich, der nach der Insolvenz und dem Abstieg konkurrenzfähig und in der Zuschauergunst gar konkurrenzlos ist. Über 1600 Fans sahen das Spitzenduell gegen Aschersleben. Auch Aufsteiger HF Springe hat den Sprung in die Spitzengruppe geschaffen. Er verlor in Aschersleben, Duderstadt, Achim und Wolfen jeweils nur mit einem Tor. „Die Teams an der Spitze haben mehr Cleverness“, sagt Spielertrainer Sven Lakenmacher.

„Schönspielerei“

Was man auch von der TG Münden erwartet hatte, die allerdings zwischenzeitlich durch eine Negativserie von 1:7-Punkten zurückgeworfen wurde. Acht Siege, zwei Unentschieden, sieben Niederlagen, 18:16-Punkte und Platz sieben fasst Trainer Peter Rommel nach der jüngsten 28:32-Niederlage zum Jahresauftakt in Halle so zusammen: „Wir fighten zu wenig, und mit Schönspielerei ist in dieser Liga nichts zu machen.“

Dies kann Trainer Stephan Albrecht seinem TV Jahn nicht anlasten. Im Gegenteil: Dem Hoch von 13:1-Punkten in Serie folgte zwar im November ein Tief von 2:6-Zählern, doch liegen die Eichsfelder mit neun Siegen, zwei Unentschieden und vier Niederlagen weit über den Erwartungen und weisen hinter der HG 85 Köthen (400) eine der besten Abwehrreihen (417) der Liga auf. In den bisher 15 TV-Jahn-Spielen teilen sich die 453 erzielten Treffer wie folgt auf: Knudsen (95), Heim (86/21), Kesilis (77), Krist (55/24), Nass (34), Tetzlaff (34), Kobusinski (25), Wengler (22/6), Swoboda (17), Bogott (7) und Loest (1).Weiter im Ligabetrieb geht es für den TV Jahn am 9. Januar bei der SG Achim/Baden.

Von Ferdinand Jacksch

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Bürgerstiftung

Handball-Regionalligist TV Jahn Duderstadt und Trainer Stephan Albrecht fühlen sich der Stadt Duderstadt sehr verbunden. Um dies auch „sichtbar zurückzugeben“, wie es Rüdiger Anhuef, Geschäftsführer der TV Jahn Handball Marketing GmbH, formulierte, spendete die Crew die Einnahmen (1326 Euro) aus dem Heimspiel gegen die HSG Barnstorf/Diepholz der Bürgerstiftung Duderstadt.

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