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Schock für den TV Jahn Duderstadt

Handball-Oberliga Schock für den TV Jahn Duderstadt

Erneut ein großer Schock für den Handball-Oberligisten TV Jahn Duderstadt: Neuzugang Ivan Kljak fällt für mehrere Monate aus. Der Kroate hat sich am vergangenen Sonnabend im Spiel gegen Nienburg zum Ende der ersten Hälfte eine Patellafraktur im linken Knie zugezogen.

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Ivan Kljak liegt nach seiner Verletzung im Spiel gegen Nienburg auf einem Mattenstapel.

Quelle: Foto: Schneemann

Duderstadt. Er ist daher bereits am Dienstag in der Göttinger Uniklinik operiert worden. Erste Befürchtungen, nach denen durch den Bruch der Kniescheibe auch das Kreuzband und der Meniskus in Mitleidenschaft gezogen wurden, haben sich laut Geschäftsführer Holger Bernd nicht bestätigt.

Der 24-jährige Rückraumspieler Ivan Zvonimir Kljak war erst vor zwei Monaten mit seiner Freundin Lea nach Deutschland gekommen und hatte zuvor unter anderem in seinem Heimatland Kroatien beim MRK Ivanic in der ersten Liga gespielt. „Die Verletzung von Kljak war natürlich ein Schock für uns alle“, sagt Linksaußen Til Winkler, der von Eintracht Hildesheim II gewechselt ist. Kljak sei „schließlich ein sehr wichtiger Bestandteil unseres Teams, und somit werden wir ihn im nächsten Heimspiel am Samstag gegen Söhre schmerzlich vermissen“. Was auch der mit nunmehr 43 Treffern erfolgreichste Torjäger Justin Brand unterstreicht: „Man kann ihm nur die Daumen drücken, dass er schnell wieder auf die Beine kommt.“ Die Verletzung sei ein Grund, „jetzt noch enger zusammenzurücken“.

„Was jetzt passiert ist, tut mir natürlich sehr leid für Ivan und seine Freundin“, sagt Abteilungsleiter Christian Hupe. „Ivan ist sportlich und menschlich eine Bereicherung in unserem Team. Nun haben wir nach der Torhüterposition die nächste Baustelle.“

Duderstadt steht als siegloses Schlusslicht
mit dem Rücken zur Wand

„Es hört im Moment einfach nicht auf mit den Problemen“, klagt Hupe, dessen TV Jahn nach vier Spielen als siegloses Schlusslicht mit dem Rücken zur Wand steht. Bereits im September war Torwart Tymon Trojanski langfristig ausgefallen. Der Pole zog sich zum dritten Mal einen Kreuzbandriss zu. Außerdem plagte sich der zu Saisonbeginn verpflichtete ungarische Rückraumspieler David Denes zwischenzeitlich mit Kniebeschwerden herum.

Schon am Sonnabend geht der Spielbetrieb zu Hause weiter. Mit Söhre kommt ein Aufsteiger, der bereits fünf Punkte geholt hat – die letzten zwei Zähler gab es zu Hause gegen den bisherigen Spitzenreiter MTV Großenheidorn. „Wir hatten letzte Woche Premiere zu Hause gegen die HSG Nienburg und hätten natürlich gerne die zwei Punkte mitgenommen“, sagt Hupe im Rückblick auf ein regelrecht tragisches Spiel für die Duderstädter – neben dem Ausfall von Kljak musste schließlich noch eine 30:32-Niederlage verkraftet werden.

„So wächst der Druck nun endlich zu punkten“, unterstreicht Hupe. „Gegen Söhre müssen wir jetzt als Mannschaft spielen und kämpfen, um eine weiteren Niederlage zu vermeiden. Und ein bisschen Erleichterung und aufatmen könnte uns in diesen schweren Tagen sehr, sehr gut tun.“

Grundsätzlich sei er aber optimistisch, verdeutlichte der Abteilungsleiter. „Die Mannschaft hat das Potenzial, die Klasse zu halten, aber hierfür muss der Verein noch einmal aktiv werden. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir Handball spielen können und in diese Klasse gehören“, lautet die Kampfansage von Hupe.

Die Duderstädter Anhänger wünschen derweil dem verletzten Kljak alles Gute: „Gute Besserung, Ivan. Komm schnell zurück“, posteten sie auf der Homepage. „Ich drücke ganz fest die Daumen“, sagt der 71-jährige Edelfan Gerd Hartmann, der seit über 25 Jahren kaum ein Heimspiel ausgelassen und in nahezu 500 Spielen viele Höhen und Tiefen des TV Jahn miterlebt hat.

Von Ferdinand Jacksch

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