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Regional Vergeblicher Kampf gegen den Tabellenführer
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15:40 04.02.2018
Sergej Rollheuser vom TV Jahn Duderstadt. Quelle: Helge Schneemann
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Duderstadt

Auf dem Papier war es ein Spiel der krassen Gegensätze: Der TV Jahn konnte als Tabellenvorletzter gerade einmal zwei Saisonsiege vorweisen, während der Spitzenreiter Großenheidorn mit 13 Saisonerfolgen anreiste. Die Duderstädter starteten stark in das Spiel. Einige schöne Aktionen, wie etwa ein Pass unter der gegnerischen Abwehr hindurch, der tatsächlich auch sein Ziel fand und am Ende zu einem Tor für Duderstadt führte, zeigten gute Ansätze.

Doch im Verlauf des Spiels wurde ein Klassenunterschied deutlich. Großenheidorn spielte wie ein Tabellenführer. Dem hatten die Gastgeber nur zeitweise etwas entgegen zu setzen. Engagiert versuchten sie das Spiel an sich zu reißen, doch es mangelte ein ums andere Mal an den Abschlüssen.

Langsames Umschaltspiel

Ein wesentlicher Faktor war die extrem kompakt und organisiert auftretende Abwehr der Gäste. Es gab kaum ein Durchkommen für die Handballer des TV Jahn. Eher ungezielte Würfe aus der Not heraus waren die Folge, diese gingen allerdings meist über das Tor. Auch im Angriff hatten die Gäste Duderstadt einiges voraus: Viel eingespielter wirkten ihre Aktionen, bei denen es ihnen immer wieder gelang, die Abwehrreihe des TV Jahn auszuspielen, bis ein Spieler nahezu ungehindert werfen konnte.

Ein weiterer Knackpunkt war das Umschaltspiel der Duderstädter. Nachdem sie selbst ein Tor gemacht hatten, folgte oft ein schneller Gegenstoß der Gäste, dem die Duderstädter einfach nicht hinterher kamen – ein Gegentor war die Folge. Nach mehreren solcher Aktionen schien bei den Duderstädtern der Elan nachzulassen. Das Spiel wurde in der Folge ein wenig schwächer von Seiten der Gastgeber. Angriffe wurden für Großenheidorn einfacher. Das nutzten die Gäste, um ihren Vorsprung auszubauen.

Moral am Ende

Nicht schwächer wurden hingegen die Torhüter der Duderstädter. Mit ihrer starken Leistung verhinderten Alexander Klocke und Julian Zwengel vor allem in der zweiten Spielhälfte einige Tore und damit einen deutlich höheren Endstand. Dafür fand auch Trainer Jens Wilfer lobende Worte: „Sie haben noch einige Bälle rausgeholt und schlimmeres verhindert.“

Trotzdem wuchs der Vorsprung der Gäste. Aber zum Ende der zweiten Hälfte bäumten sich die Duderstädter noch einmal auf. „Die letzten zehn Minuten hat die Mannschafte Moral gezeigt“, sagte Wilfer. Etwas Besonderes war dann auch der Schlusspunkt des TV Jahn. Ihn erzielte Christian Hupe, Abteilungsleiter Handball beim TV Jahn, der sonst eigentlich nicht zur Stammbesetzung gehört. Sein Urteil zum Spiel: „Wir haben uns heute so gut es möglich war präsentiert. Alle haben gekämpft, und Klocke und Zwengel haben uns einen mega Rückhalt gegeben.“ Über mangelnde Unterstützung konnte man außerdem nicht klagen: Mit Trommeln und Anfeuerungen heizten die Fans ihr Team an. Für jede gelungene Parade brandete Beifall auf, für Tore sowieso.

Aufmunternde Worte

Einen Grund für den letztlich erfolglosen Kampf lieferte der Trainer: „Mehr gibt die personelle Situation im Augenblick nicht her.“ Wegen des kleinen Kaders habe sein Team wenig Möglichkeiten, Spielsituationen zu trainieren. Das Team musste mit Spielern aus der zweiten Mannschaft verstärkt werden. „Ich kann nur hoffen, dass Til Winkler und Deni Skoopic unter der Woche zurück kommen und Justin Brand die Grippe bewältigt“, sagte Wilfers.

Von den Fans gab es jedenfalls noch im Vorraum der Halle „Auf der Klappe“ Schulterklopfen und aufmunternde Worte für die angefressenen TVJ-Handballer: „War doch gut“, sagte ein Zuschauer.

Von Finn Lieske

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