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18:53 28.09.2017
Team ohne Heimat: Die Oberliga-Handballer des TV Jahn Duderstadt können nicht in der Heimhalle „Auf der Klappe“ spielen. Quelle: Helge Schneemann
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Duderstadt

Da die Heimspielstätte, die Sporthalle „Auf der Klappe“ nach wie vor aufgrund von Arbeiten am Belüftungssystem nicht zur Verfügung steht, können die Jahner dort nicht trainieren. Und auch das für Freitag, 6. Oktober, geplante Derby gegen die TG Münden muss aller Voraussicht nach in den November verschoben werden, da die Arbeiten bis dahin wohl nicht abgeschlossen sein werden.

„Wir waren lange nicht mehr in der Halle“, sagt Duderstadts Trainer Artur Mikolajczyk. Und das ist noch harmlos ausgedrückt. Seitdem die Jahner sich in der Vorbereitung befinden – immerhin bereits ab Ende Juni – konnten sie noch nicht eine Trainingseinheit in heimischer Halle absolvieren geschweige denn ein Spiel bestreiten. „Wir sind natürlich heiß darauf, endlich vor den eigenen Fans spielen zu können“, unterstreicht der Trainer. Das war bisher nur in Testspielen wie gegen MT Melsungen II möglich. Allerdings mussten die Jahner hierfür aufgrund der Sanierungsarbeiten „Auf der Klappe“ in die BBS-Sporthalle ausweichen. Trainiert wurde ebenfalls dort, auch in der Halle der Bundespolizei.

Dort hätte man aber teilweise warten müssen, bis man endlich an der Reihe gewesen sei. Zudem ist es in beiden Spielstätten verboten, mit Kleber zu agieren. „Ein richtiges Zuhause haben wir derzeit nicht“, bekennt Mikolajczyk. Das erste Meisterschaftsspiel zu Hause gegen die HSG Nienburg (Sonnabend, 14. Oktober, 18 Uhr) werde sich deshalb trotz der erhofften lautstarken Unterstützung des eigenen Anhangs wohl eher „anfühlen wie ein Auswärtsspiel“, gibt der polnische Trainer zu.

Das Üben ohne Kleber – in der Meisterschaft ist dieser zwar nicht vorgeschrieben, wird aber im Normalfall von allen Teams verwendet – hätte im Trainingsbetrieb „deutliche Einschränkungen“ zur Folge. „Man kann nicht mit derselben Intensität trainieren“, erklärt Mikolajczyk. Die Spieler müssten sich beim Werfen und Fangen umstellen, spezielle Wurfvarianten seien nur schwer umzusetzen. „Das ist natürlich keine glückliche Situation“, erklärt Mikolajczyk. Mit drei Auswärtsspielen in Serie zu starten – in Großenheidorn (30:38) und beim TSV Burgdorf III (22:27) setzte es bereits zwei Niederlagen – sei schon „ein Brett. Das ist alles nicht so easy“, betont der polnische Coach. Regeltechnisch dürfe man wohl auch Punktspiele in der BBS-Sporthalle austragen. Eine Option sei das aber nicht gewesen, berichtet Mikolaczyk: „Ohne patte wären die Aussichten auf Erfolg schlecht gewesen.“

Rosiger soll sich da schon die personelle Situation für die Aufgabe in Vorsfelde darstellen. Zwar droht der Ungar David Denes wegen erneuter Knieprobleme auszufallen, dafür konnte Denes´Landsmann Laszlo Ujvari das Trainingsprogramm in dieser Woche durchziehen. „Ich hoffe, dass wir mit fast vollständiger Besetzung antreten können“, sagt Duderstadts Coach. Mit Julian Zwengel steht jedoch nur ein Torwart zur Verfügung. Die Suche nach einem neuen Keeper, der den verletzungsbedingten Ausfall von Tymon Trojanski kompensieren soll, läuft, verlief jedoch bisher ergebnislos. „Wir gucken uns um, brauchen aber natürlich auch eine gewisse Qualität“, weiß Mikolaczyk.

Genügend Qualität scheint Vorsfelde zu haben, für Mikolajczyk ein Titelaspirant. „Die haben einen starken Rückraum, spielen schon lange zusammen. Sie sind Favorit, stehen aber deshalb auch etwas unter Druck. Für uns ist das ein Bonusspiel. Bringen wir eine gute Leistung, bin ich zufrieden. Springen dabei dann auch noch Punkte heraus, wäre das super.“

Von Christian Roeben

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