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TV Jahn gewinnt spannenden Handball-Krimi 28:27

Regionalliga TV Jahn gewinnt spannenden Handball-Krimi 28:27

Bis zur letzten Sekunde stand das Regionalliga-Topspiel zwischen TV Jahn Duderstadt und HF Springe auf Messers Schneide. Der Handball-Krimi endete mit einem 28:27 (14:14)-Heimsieg der Jahn-Sieben, weil Torwart Christian Wedemeyer bestens gehalten und Kreisläufer Nerijus Kesilis neunmal getroffen hatte. Auch das Siegtor ging auf das Konto des Litauers.

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Doppelhändiger Pass: Duderstadts Lukasz Kobusinski spielt den Ball vor Sven Lakenmacher (l.) und Slava Gorpishin (r.) schnell ab.

Quelle: Walliser

Ohne den kranken Kapitän und Mittelmann Mark Tetzlaff kam das Angriffsspiel des TV Jahn nicht gleich auf Touren. Zwar dirigierte Ersatz-Spielführer und -Spielmacher Matthias Heim die Spielzüge ruhig und geschickt, doch Fehlpässe und Fehlwürfe, insbesondere von Lukasz Kobusinski, bremsten Duderstadts Schwung. Da die Gastgeber in der Deckung zudem anfangs kein Mittel gegen HF-Spielertrainer Sven Lakenmacher fanden, liefen sie zunächst meistens einem knappen Rückstand hinterher. Ihren ersten Zwei-Tore-Vorsprung (14:12/28.) konnten die Jahner nicht in die Pause retten: Kobusinski erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe, und Lakenmacher glich aus.

Variabel gedeckt

Wie schon beim jüngsten 23:24 gegen OHV Aurich kamen die Eichsfelder nach dem Wechsel nur langsam in Tritt. Eine umstrittene Zeitstrafe gegen Kesilis hatte eine Drei-Tore-Führung für die Handballfreunde zur Folge (17:14/35.). Als dann auch Kobusinski für zwei Minuten auf die Bank musste, bot sich den Gästen die Chance zur Vorentscheidung, aber Wedemeyer blies während der doppelten Unterzahl mit zwei Glanzparaden zur Aufholjagd. Zwar traf Carlos Swoboda bei einem Tempogegenstoß nur die Latte (38.) und scheiterte Marco Krist per Siebenmeter an Andreas Stange (43.), dennoch wendete sich das Blatt.

Die Wende war auch dem Umstand zu verdanken, dass die Einheimischen den Gegner mit wechselnden Abwehrvarianten irritierten. Außerdem folgte der große Auftritt von Christian Schmidt: Die Nummer zwölf meisterte einen Strafwurf von Lakenmacher (45.), und Heim egalisierte im Gegenzug – 21:21. Dann wehrte Schmidt einen weiteren Siebenmeter Lakenmachers mit dem Knie ab (46.), und Kobusinski traf mit einem überraschenden Flachwurf zum 22:21.

Tor aus spitzem Winkel

Es blieb spannend: Nachdem Kobusinski rot gesehen hatte, gelang Kesilis 90 Sekunden vor dem Ende aus unmöglichem Winkel das 27:26, und 58 Sekunden vor Schluss warf er auch das 28:27. Eine Parade von Wedemeyer brachte die Jahner gleich wieder in Besitz des Balles, den sie aber rasch los waren, weil die Schiedsrichter auf Schrittfehler von Dennis Knudsen entschieden. Lakenmacher nutzte die Situation zum Torwurf, doch auch diesmal ertönte ein Pfiff – der Ex-Nationalspieler war übergetreten.

Darüber wurde nach Spielschluss heftig diskutiert. Springes verletzter Neuzugang Jürgen Bätjer meinte, zwei Sekunden vor dem Ende sollte eine solche Aktion nicht zurückgepfiffen werden. Jahn-Trainer Stephan Albrecht bescheinigte den Unparteiischen, sie hätten ihre Linie konsequent durchgezogen und auch mit der letzten Entscheidung richtig gelegen: „Er war leicht drüber.“

TV Jahn: Wedemeyer, Schmidt – Krist (4/1), Kesilis (9), Naß (2), Kobusinski (3), Wengler (1), Heim (4/1), Knudsen (5), Thormann, Bogott, Loest.

Beste HF-Torschützen: Lakenmacher (10/1), Deutsch (5).

Stationen: 7:8 (13.), 12:12 (22.), 14:14 (30.); 14:17 (35.), 16:17 (37.), 17:20 (41.), 24:21 (50.), 26:25 (57.), 27:26 (59.), 27:27 (59.), 28:27 (60., Endstand).

Von Michael Bohl

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