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TV Jahn gibt Spiel in den Schlusssekunden aus der Hand

Handball-Oberliga TV Jahn gibt Spiel in den Schlusssekunden aus der Hand

Nach dem überzeugenden 31:24-Sieg vor gut einer Woche bei der HG Rosdorf-Grone ist der TV Jahn Duderstadt in der Handball-Oberliga wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Im Kellerduell gegen die SG Börde kam der TV Jahn als Gastgeber nicht über ein 28:28 (16:16) hinaus.

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Laszlo Ujvari vom TV Jahn Duderstadt (gelbes Trikot) muss sich in dieser Szene gleich zweier Gegenspieler erwehren.

Quelle: Schneemann

Duderstadt. Dabei lagen die Hausherren rund drei Minuten vor Schluss durch einen von Torjäger Justin Brand verwandelten Siebenmeter noch mit 28:26 in Front, konnten aber die Führung nicht über die Zeit retten. Der TV Jahn ist damit auf den letzten Platz zurückgefallen und wartet weiterhin auf seinen ersten Heimsieg. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am 18. November im Derby gegen die TG Münden die mit 36:30 gegen den Lehrter SV ihren zweiten Saisonsieg einfuhr.

„Durch unsere Unerfahrenheit haben wir Lehrgeld zahlen müssen“, ärgerte sich Trainer Artur Mikolajczyk. „Am Ende haben wir die Cleverness vermissen lassen. Zwei unnötige Fehler haben den Sieg gekostet.“ Dabei ließ der Coach seine niedergeschlagene Mannschaft aber nicht vollends im Regen stehen: „Über weite Strecken haben die Jungs mit viel Herzblut gespielt und einen ordentlichen Auftritt gezeigt.“

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TV Jahn Duderstadt – SG Börde

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Bis eben in den letzten Sekunden, als der TV Jahn dem Gegner förmlich in die Karten spielte. „Davor hatte die Halle noch gebebt, und es sprach alles dafür, dass wir beide Punkte hier behalten“, umschrieb Abteilungsleiter Christian Hupe das Wechselbad der Gefühle. „Dummheit wird bestraft“, ärgerte sich der fünffache Torschütze Mohamad Salam, der 13 Sekunden vor der Pausensirene zum 16:16-Ausgleich getroffen hatte und mit dem 17:16 gleich noch die zweite Hälfte eröffnete. „Das ist ja hier ganz schön spannend“, befand bereits nach 30 Minuten auch Jenny Hage, Mannschaftsführerin des Frauenfußball-Landesligisten SV Germania Breitenberg, der auf Einladung des TV Jahn mitfieberte.

In einem „echten Kampfspiel“, wie es der ehemalige Co-Trainer Björn Breckerbom formulierte, ragte unter anderem der wurfstarke Ungar Laszlo Ujari heraus, „der sich in den letzten Spielen enorm gesteigert und gezeigt hat, was er wirklich kann“, wie Hallensprecher Thorsten Feike unterstrich.

1:0 war Duderstadt nach 72 Sekunden durch den stämmigen Kreisläufer Skopic Deni in Front gegangen, und mit dem 3:3 (8.) registrierte Torjäger Justin Brand seinen 60. Saisontreffer. Davon ließ sich die SG Börde wenig beeindrucken und setzte mit ihrer ersten Führung zum 4:3 (9.) durch den quirligen Rechtsaußen Joshua Schüller sehenswerte Akzente.

Nach gut einer Viertelstunde lag der Gast sogar mit 10:7 vorne, was auch der ab der elften Minute eingesetzte Torwart Ronny Krüger nicht verhindern konnte. In der folgenden Auszeit sprach Trainer Artur Mikolajczyk Klartext und gab wirksame Anweisungen zu einem erfolgreicheren Auftritt – und die Ansprache trug auch Früchte: Plötzlich war der TV Jahn wieder da und drehte in dieser Phase durch zwei Tore des starken Ungarn Ujvari sowie Brand, Salam und Fritsch das dramatische Spiel von 7:10 auf 12:11 (24.) zu seinen Gunsten.

Später lag der TV Jahn beim 20:18 (37.) durch Fritsch erstmals mit zwei Treffern in der Front. In der Folge bestimmten wechselnde Führungen das Geschehen, bis Duderstadt beim 28:26 (57.) den Sieg so gut wie in der Tasche hatte. 59 Sekunden vor Schluss hieß es nur noch 28:27. Den folgenden Siebenmeter parierte der erneut starke Schlussmann Julian Zwengel, ehe das mühsam aufgebaute Kartenhaus durch zwei folgenschwere Spielfehler Sekunden vor Schluss aufgrund mangelnder Cleverness noch zusammenstürzte. – TVJ-Tore: Ujvari (8), Brand (8/3), Fritsch, Salam (je 5) sowie Deni und Rollheuser (je 1). Beste Werfer Börde: Büchner (6) und Blotor (6/2).

Von Ferdinand Jacksch

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