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TV Jahn nimmt zweite Einladung dankbar an

3. Handball-Liga TV Jahn nimmt zweite Einladung dankbar an

Sportlich haben die Handballer des TV Jahn Duderstadt den Klassenverbleib in der 3. Liga geschafft: Nach dem 26:24 (13:14)-Heimsieg über den direkten Rivalen HG Köthen ist das Eichsfeldteam nicht mehr vom rettenden Ufer zu verdrängen. Ob der TV Jahn auch wirtschaftlich die Klasse halten kann, bleibt abzuwarten.

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Gefühlvoller Dreher: Linksaußen Frederik Brandes bringt den TV Jahn in dieser Szene mit 6:5 in Führung.

Quelle: Walliser

Torhüter Julian Krüger und Rechtsaußen Carlos Swoboda ragten in der spannenden Begegnung im zweiten Abschnitt aus der geschlossen agierenden Heimmannschaft heraus. Sie waren es, die ihre Sieben nach einer im ersten Durchgang eher mäßigen Leistung nach der Pause mitrissen und in die Erfolgsspur führten.

Den Ton gaben zunächst allerdings die Gäste aus Sachsen-Anhalt an. Mit einer sehr offensiven Deckung hielten sie die Duderstädter Werfer in Schach, im Angriff zeigten sie das variablere Spiel. Als Torschütze trumpfte vor allem Köthens Halbrechter Frank Rohmann auf, gegen den die Jahn-Abwehr zu spät heraustrat und gegen dessen Würfe auch Tormann Christian Wedemeyer nichts ausrichtete. Wedemeyer spielte insgesamt glücklos, glänzte jedoch, als einen Siebenmeter von Rohmann hielt (7.).

Auf der Gegenseite verwandelte Frederik Brandes seine Strafwürfe sicher für den TV Jahn und erzielte zwischen der zehnten Minute (4:3) und 19. Minute (7:7) vier Treffer in Folge für die Hausherren. Seine Nebenleute zeigten in dieser Phase im Abschluss Nerven: Kreisläufer Nerijus Kesilis scheiterte freistehend an Keeper Nick Weber (11.), der Halbrechte Dennis Knudsen zielte weit über das Tor (14.). Um so besser traf der Däne mit dem Pausenpfiff, als er den Ball aus zwölf Metern zum 13:14-Anschlusstreffer in die Maschen jagte.

Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt erzielt, setzte dieser spektakuläre Torerfolg bei den Einheimischen frische Kräfte frei. Die Jahner starteten mit einer ganzen anderen Körperanspannung in die zweite Halbzeit, griffen in der Deckung entschlossener zu und trugen ihre Angriffe nun druckvoller und zielstrebiger vor. Und es folgte der große Auftritt des bereits erwähnten Erfolgsduos. Krüger gelang es erstmals, einen Rohmann-Wurf zu abzuwehren – und weitere Paraden folgten reihenweise. „Ich hatte eine gute Abwehr vor mir, und der Trainer hat mir vorher ein paar gute Tipps gegeben“, meinte Krüger hinterher. Vorne zündete derweil Swoboda den Turbo. Kesilis ebnete dem Rechtsaußen den Weg zum 15:15 (34.), und mit zwei weiteren Treffern sorgte dieser für die erste Zwei-Tore-Führung seines Teams (17:15/36.). Und als Swoboda bei einem Abpraller am schnellsten schaltete und diesen zum 21:18 (48.) einwarf, war der erste Drei-Tore-Vorsprung perfekt.
Entschieden war die Begegnung damit noch nicht, vielmehr stand sie sieben Minuten vor Schluss auf Messers Schneide: Nach dem 21:21-Ausgleich für die HG brachte Mittelmann Mark Tetzlaff die Jahn-Sieben wieder in Front (53.), und unmittelbar danach handelte sich erst Köthens Matthias Musche, dann sein Mitspieler Martin Lux eine Zeitstrafe ein. Für Abwehrspezialist Lux bedeutete dies zugleich die dritte Zwei-Minuten-Strafe, und seine Rote Karte bescherte den Hausherren zum zweiten Mal in dieser Partie eine zweifache Überzahl. In der ersten Hälfte hatten die Eichsfelder eine solche Einladung nicht angenommen, waren in doppelter Überzahl leer ausgegangen. Nun aber zogen sie ihr Kombinationsspiel breit auf, und Tetzlaff nutzte die Lücke zum 23:21 (54.). Brandes schloss einen Konter mit dem 24:21 ab, und als die Gäste sich gerade vervollständigen durften, gelang Kesilis das 25:21. Damit war das Match vier Minuten vor Schluss gelaufen und der sportliche Klassenerhalt erreicht.

TV Jahn: Wedemeyer, Krüger, Schmidt – Brand, Krist, Kesilis (3), Brandes (6/3), Tetzlaff (4), Gläser, Swoboda (6), Gelley (1), Heim (1), Nass, Knudsen (6).
Beste HG-Werfer: Rohmann (8), Musche (4), Ciesynski (4/1).

Stationen: 3:3 (7.), 6:6 (17.), 8:9 (22.), 11:13 (29.), 13:14 (30.); 17:15 (36.), 18:18 (41.), 21:18 (48.), 21:21 (53.), 25:21 (56.), 26:22 (58.), 26:24 (60., Endstand).

TrainerstimmenThomas Brandes (TV Jahn): Ich habe meinen Jungs in der Pause gesagt: Wir sind besser – wenn wir den Ball laufen lassen. Und ich habe ihnen gesagt, dass wir geduldig weiterspielen müssen, weil Köthen die hohe Aggressivität nicht 60 Minuten lang durchhält.Heinz Prokop (HG 85 Köthen): Drei, vier Tore Vorsprung wären für uns zur Pause möglich gewesen – es war aber nur eins. In der ersten Halbzeit hatten wir eine gute Linie, die wir dann verloren haben. Duderstadt war in der Abwehr aggressiver. Entscheidend war die Torhüterleistung auf Duderstädter Seite, denn wir wir waren dadurch in unseren Angriffsbemühungen gehemmter.

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