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Regional Tänzerischer Kampf: Capoeira-Gruppe bei Sport Meets Music
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16:46 10.04.2018
Alles nur Show: Jennifer Rosenplänter von der Capoeira-Gruppe des ASC 46 tritt GSO-Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Capoeira, das ist eine tänzerische Kampfkunst, die viele Besonderheiten mit sich bringt. „Wir geben uns portugiesische Capoeira-Namen“, erklärt Jennifer Rosenplänter aus der Capoeira-Gruppe. So heiße beispielsweise das jüngste Mitglied der Gruppe, die elfjährige Isabella Onal, bei der Ausübung des Sports nur „Chihuahua“.

„Die Namen werden nach dem Charakter vergeben“, erklärt der Trainer der Gruppe, Rodrigo Teixeira-Branco. Die Gruppenmitglieder sprechen ihn mit „Mestre“ an. Das sei der höchste Grad, den man beim Capoeira erreichen kann. Nicht jede Gruppe habe einen Trainer, der Mestre ist.

Beim Capoeira gebe es ein Gürtelsystem wie beispielsweise beim Karate auch, erzählt Basan Onal, Mutter von Isabella aka „Chihuahua“ und ebenfalls Capoeira-Sportlerin. Für die verschiedenen Gürtel müsse man theoretische und praktische Prüfungen ablegen. Dazu gehöre bei den höheren Gürteln auch, ein Instrument wie beispielsweise Berimbau, Panderu oder Atabak zu spielen. Denn: „Wir machen unsere eigene Capoeira-Musik“, erzählt „Mestre“ Teixeira-Branco, der zweimal die Woche mit den Gruppenmitgliedern trainiert.

Capoeira-Gruppe tritt zu „Fluch der Karibik“ auf

Dass sie bei ihrem Auftritt zu klassischer Musik – genauer gesagt zum Stück „Fluch der Karibik“, gespielt vom Göttinger Symphonie Orchester (GSO) – auftreten müssen, sei kein Problem für die zehn- bis 15-köpfige Gruppe. Die Musik sei sehr interessant, findet Teixeira-Branco, und er habe sich auch schon häufiger zu klassischer Musik Choreografien überlegt.

Das Stück ausgesucht habe er für die Gruppe unter anderem, weil es sehr rhythmisch sei, erklärt währenddessen GSO-Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller. „Beim Capoeira machen die Sportler auch viel mit klatschen, da passt das“, findet er. Außerdem passe die Piratenthematik aus dem Stück gut zum Capoeira-Kampf.

Bei Sport Meets Music soll es „eine Art Theater“ geben

Ob die Piratenthematik auch in ihrer Aufführung aufgenommen wird, werden die Zuschauer erst bei Sport Meets Music, wo die Gruppe erstmals dabei ist, am 29. April sehen. Doch fest steht jetzt schon: Auf der Bühne in der Stadthalle wollen sie „eine Art Theater“ zu dem Stück präsentieren, erzählt Trainer Teixeira-Branco.

Sie müssten die gewohnten Bewegungen wie Handstand oder Kicks sowie Kombinationen daraus aufgrund der Musikauswahl etwas langsamer ausführen als sonst, erklärt Rosenplänter. Eigene Musik können sie ausnahmsweise nicht zu ihren Bewegungen spielen.

Karten für Sport Meets Music gibt es unter gt-tickets.de.

Von Hannah Scheiwe

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