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Regional Tanzsportteam Göttingen freut sich über Platz drei
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20:36 11.11.2018
GSPO-DM F-Tanzen. Deutsche Meisterschaften der Formationstänzer in Braunschweig mit dem Tanzsportteam Göttingen am 10.11.2018 Quelle: Volker Hey
Braunschweig

Dabei hinterließen im Finale die Einschätzungen der Wertungsrichter einen faden Beigeschmack.

„Das finde ich nicht in Ordnung“, sagte NDR-Moderator Carsten Flügel in der Fernsehübertragung gegen Mitternacht über die bessere Ludwigsburger Bewertung gegenüber dem Göttinger Auftritt. „Ich lege mich fest, dass Göttingen Zweiter wird“, hatte Flügel nach der Präsentation des TSC Schwarz-Gold noch gesagt. Auch aus den Reihen von Funktionären und Bundesliga-Wertungsrichtern, die im Publikum saßen, mussten sich die Juroren Kritik an der Benotung gefallen lassen.

Tanzsportteam Göttingen wird in Braunschweig Dritter

Mit ihrer ausgefeilteren Choreografie der „Postmodern Jukebox“ und den neuen gelb-weißen Kleidern versprühte das Tanzsportteam jedenfalls einmal mehr pure Lebensfreude und verkörperte junge Spritzigkeit. „Insgesamt war es ein Hammer-Turnier-Tag. Als Team haben wir uns über die Runden richtig gut gesteigert“, sagte der 24-jährige Medizinstudentin Lynn Jessen. „Das Ergebnis ist da nicht wichtig. Was zählt ist die richtig gute Teamleistung, die wir gezeigt haben.“ Für den 18-jährigen Schüler Jason Haris war seine erste Deutsche Meisterschaft „eine echt geile Erfahrung“, ebenso für die 16-jährige Debütantin Maija Burkhardt, die von einem „unglaublichen Erlebnis“ sprach.

Zimmermann spricht von „toller Leistungssteigerung“

„Die Mannschaft hat eine tolle Leistungssteigerung über das gesamte Turnier hinweg gezeigt, ist aber durch das Ergebnis nicht ganz belohnt wurden“, betonte Cheftrainer Markus Zimmermann. Die beiden Teamsprecher Sarah Günther und Anton Shukow waren sich einig: „Mit unserem Finaldurchgang haben wir eine herausragende Leistung auf das Parkett gebracht, die unsere Leidenschaft und unseren Teamgeist widergespiegelt hat.“

Die Vorfreude auf den Bundesligastart am 12. Januar 2019 und damit auf das Heimturnier am 9. Februar wächst im Göttinger Lager: „Wir sind topmotiviert und wollen uns weiterhin steigern“, brachte Teamsprecherin Sarah Günther die Stimmungslage auf den Punkt.

Der TSC-Vorsitzende gratuliert

Auch der TSC-Vorsitzende Jens Wortmann fand zum Abschluss die passenden Worte: „Ich gratuliere unserem Tanzsportteam Göttingen, das uns seit 25 Jahren so viel Freude macht und einen solch großen Umbruch wie in diesem Jahr so gut verkraftet hat.“

Selbst der Braunschweiger Meistertrainer Rüdiger Knaack bescheinigte den Göttingern einen frischen und dynamischen Auftritt: „Das Team hat einen guten Job gemacht.“ Das Ambiente der Deutschen Meisterschaften der Formationstänzer hatte zuvor erneut eine überwältigende Wirkung entfacht: Funkelnde Kleider, illuminierende Lichter und Projektionen begeisterten auch in die lautstarke Göttinger Fangemeinde.

Ergebnis

1. Braunschweiger TSC 34,291 Punkte

2. 1. TC Ludwigsburg 32,250

3. TSC Schwarz-Gold d. ASC Göttingen 1846 31,666

4. TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg 30,041

Die Mannschaften der Bundesliga

Im Tanzsport verhält es sich ein wenig anders als in den meisten anderen Sportarten: „Bei uns hängt die Deutsche Meisterschaft nicht mit den Bundesliga-Ergebnissen zusammen sondern wird zum Start der neuen Saison als erstes durchgeführt“, erklärt der Göttinger Cheftrainer Markus Zimmermann das für den Sport ungewöhnliche Prozedere. Die Gemeinsamkeit beider Wettbewerbe: Es starten die gleichen acht besten Standformationen Deutschlands.

Tanzclub Bernau

Die unweit von Berlin stammende Formation tritt erstmals in ihre Clubgeschichte mit einem eigenen Thema an – jung, dynamisch und motiviert. Hinter „Without Tim“ verbirgt sich eine Symbiose aus synthetischen Computersounds, symphonischen Instrumentalklängen und klassischem Standardtanzen.

Braunschweiger TSC

„Light & Darkness“, eine Symbiose aus Metal und Symphonic, ist die 15. Choreografie von Weltklassetrainer Rüdiger Knaack und in ihrer Art ein Meilenstein in der Formationsgeschichte des mehrfachen Welt-, Europa- und Deutschen Meisters.

TSZ Blau-Gold-Casino Darmstadt

Nur vier Jahre nach der Gründung hat es die Standardformation von der Regionalliga bis in die ersten Liga geschafft. Die Südhessen treten erstmals mit ihrer neuen ChoreografieFinal Fantasy“ aus den entsprechenden Computerspielen auf.

Boston Club Düsseldorf

Märchen sind zum Teilen da – das Motto des Teams ist in diesem Fall wörtlich zu nehmen, denn die Mannschaft hat ein märchenhaftes Thema für ihre Musik und fantasiereiche Choreografie gewählt: „Beauty and the Beast“.

TSC Schwarz-Gold d. ASC Göttingen 1846

Der zweimalige Deutsche Vizemeister vertanzt zum dritten Mal in Folge das Kunstwerk „Postmodern Jukebox”, in dem sowohl musikalisch als auch choreographisch die Ursprünge des Standardtanzens mit den neuesten Trends der Weltspitze verbunden werden.

FG Hofheim/Friedberg/Gießen

Der südhessische Vorjahresaufsteiger zeichnet mit seiner Choreografie „Who we are“ die Entwicklung nach, die ein Mensch durchlebt, während er auf die Frage seine ganz persönlichen Antworten sucht.

1. TC Ludwigsburg

1983 wurde die Standardformation gegründet, die als amtierender Weltmeister, Europameister und Deutscher Meister mit insgesamt zehn Weltmeistertiteln zu den besten Teams in Deutschland und der Welt gehört. Die aktuelle Choreografie „Kontraste“ entführt in eine Traumwelt tanzsportlicher Fantasien.

TSC Rot-Gold Casino Nürnberg

Die Franken charakterisieren mit ihrer Choreografie „It takes Two“, dem Lied von Tina Turner und Rod Stewart, die rockigen Klänge der Musik, gepaart mit gefühlvollen Passagen sowie unterstützt durch Tänze mit kontrastreichen choreografischen Elementen.

Die Bundesliga-Saison beginnt am 12. Januar 2019 in Ludwigsburg. Die weiteren Turniertermine: 26. Januar 2019 in Bernau, 9. Februar 2019 in der S-Arena Göttingen, 23. Februar 2019 in Braunschweig, 3. März 2019 in Nürnberg.

Karten für das am 9. Februar stattfindende Göttinger Formationsturnier in der S-Arena gibt es im Vorverkauf in den Tageblatt-Geschäftsstellen in Göttingen, Weender Straße 44, und in Duderstadt, Marktstraße 9.

Von Ferdinand Jacksch

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