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Regional Team Göttingen hat sich für Deutsche Meisterschaft viel vorgenommen
Sportbuzzer Sportmix Regional Team Göttingen hat sich für Deutsche Meisterschaft viel vorgenommen
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11:36 05.11.2018
Tanzsportteam Göttingen: Teamsprecher Anton Shukow und Sarah Günther mit dem Formationsmaskottchen „Bernd das Brot“. Quelle: r
Göttingen

Acht Paare – eine Einheit. Dieses Motto des Formationstanzens fasziniert seit Jahrzehnten das tanzsportbegeisterte Publikum und sorgt immer wieder für gut gefüllte Hallen mit beeindruckender Atmosphäre. So wie am kommenden Sonnabend, wenn vor mehr als 4000 Zuschauern in der Volkswagen Halle Braunschweig die Deutsche Meisterschaft der Formationen ausgetragen wird. Titelverteidiger der Standardformationen ist der TSC Ludwigsburg. Vizemeister wurde im vergangenen Jahr das Tanzsportteam Göttingen, das mit einem deutlich verjüngten Team auch dieses Mal wieder angreifen will.

Neue Teamsprecher

„Wir sind ein junges frisches Team, was uns von den anderen abhebt“, unterstreichen mit berechtigtem Stolz die beiden neuen Teamsprecher Sarah Günther und der in Kasachstan geborene Anton Shukow (25). Die 20-jährige Jurastudentin und der zukünftige Maschinenbauingenieur sind die Nachfolger der mittlerweile in Hameln lebenden aber weiter noch für die Göttinger Formation startenden Konditormeisterin Katharina Benseler und Christopher Linne, der zukünftig das in der 2. Bundesliga startende B-Team trainiert.

„Wir wollen durch unsere Dynamik und unser tolles Tanzen wieder einmal überzeugen sowie an unsere Leistung der letzten Saison anknüpfen und natürlich noch besser werden“, sprüht Sarah Günther auch im Hinblick auf die anstehende Deutsche Meisterschaft schon vor Ehrgeiz. Sie sei „begeisterungsfähig, ehrlich und humorvoll“, sagt die leidenschaftliche Tänzerin, die den Tango liebt, von sich selbst. Und dass ihr Studienfach trocken sei, wie sehr viele Leuten denken, dass kann sie so nicht unterschreiben: „Jura hat sehr viel mit Verstehen zu tun, und es ist immer etwas Neues. Du hast kaum Zeit abzuschalten und kannst es dir nicht erlauben, nicht aufzupassen. Das erhöht den Druck, und das gefällt mir.”

Dreikampf mit Ludwigsburg und Braunschweig

Apropos Druck: Der lastet dieser Tage besonders stark auf der A-Formation des Göttinger Tanzsportteams, das natürlich mit seiner weiter ausgefeilten Choreografie „Postmodern Jukebox“ bei den Titelkämpfen in Braunschweig glänzen sowie der Konkurrenz aus Ludwigsburg und Braunschweig erfolgreich Paroli bieten will. Dabei erinnert sich Sarah Günther gern an ihre erste Saison (2016) in der A- Formation, als sie wenige Tage nach der Deutschen Meisterschaft erfahren hatte, dass sie zur WM nach Ungarn fahren durfte. „Zu der Zeit habe ich in der Tanzschule gearbeitet und war gerade mitten in einem Tanzkurs, als plötzlich die Tür aufging und Trainer Zimmermann einfach nur den Daumen nach oben hob“, strahlt Sarah Günther: „Meine Kollegin und ich sind vor Freude rumgesprungen und haben uns umarmt. Der Kurs war zwar etwas verwirrt, aber das war in dem Moment egal.“ Und wenn die 20-jährige Tänzerin sich gerade nicht auf dem Parkett bewegt oder studiert: Ich nähe gerne, teils sogar eigene Klamotten. Und es ist übrigens immer gut, wenn jemand auf einem Turnier mit Nadel und Faden umgehen kann, falls ein Kleid oder Frackrock einreißt.“

Und Anton Shukow, der sich vor neun Jahren seiner Leidenschaft Formationstänzen verschrieben hat und dabei den Quickstep favorisiert, erzählt gern von seinem russischer Opa und seiner griechische Oma, von den drei Liedern (Mood/Felix Cartal, Glass Houses/The Beach oder Colour Me (Möve Remix)/Juke Ross), die er zurzeit gern hört oder dem Zucchini-Puffer mit Cranberrysauce, der dem Hobbykoch besonders gelungen ist. Und natürlich Tanzen: „Ich freue mich schon heute, mit meinem Team endlich wieder Turnierluft zu schnuppern“, fiebert er dem DM-Auftritt am Sonnabend in Braunschweig entgegen.

Von Ferdinand Jacksch

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