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Regional Tischtennis-Talent aus Rhumspringe: „Pauli“ Nolte
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00:17 16.02.2013
Quelle: Lueder
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Rhumspringe

 „Ich brauche ein bisschen, um warm zu werden“, verrät sie. Ist sie aber erst einmal auf „Betriebstemperatur“, dann sprudelt es nur so aus ihr heraus.

Im August 2010 entdeckte sie ihren Spaß am Tischtennis. Was ursprünglich lediglich als kleine Schnupperexkursion gedacht war, da die gebürtige Rhumspringerin nach einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung Ausschau hielt, endete sehr schnell in der Mannschaft der SG Rhume. Jörg Schmiedekind, zuständig für die Nachwuchsförderung im Verein, entdeckte sofort das Talent, das ihm in die Halle „geschneit“ war.

„Ich habe dann dort auch in der Mannschaft gespielt“, erzählt die aufgeweckte Schülerin, die die fünfte Klasse der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Gieboldehausen besucht. Sportlich ging es mit „Pauli“ Nolte schnell steil bergauf. Bei einer Sichtung in Braunschweig fiel sie den Verantwortlichen sehr positiv auf.

Vielleicht spielte auch das Datum eine Rolle, denn der Auswahllehrgang fand am 16. Januar, ihrem Geburtstag, statt. „Wir haben dann einen Brief bekommen“, erinnert sich die Elfjährige noch ganz genau. Der Förderstützpunkt befindet sich in Göttingen, so dass Familie Nolte sich ganz genau überlegen musste, wie alles logistisch zu bewältigen sei.

Frühaufsteherin und Shopping-Queen

„Torpedo Göttingen hat mir dann angeboten, dort zu spielen“, so das Talent. Nicht die schlechteste Offerte in der Niedersachsenliga, der höchsten Liga in dieser Altersklasse, aktiv zu sein. Die Rhumspringerin schlug ein und in schönster Regelmäßigkeit auch ihre Gegnerinnen. Beispielsweise bei der Landesrangliste in Emden, wo sie Platz drei belegte. Vize-Landesmeisterin wurde sie im vergangenen Jahr in Helmstedt.

Und auch das Bundesleistungszentrum in Berlin-Kienbaum hat „Pauli“ Nolte schon von innen gesehen. Krankheitsbedingt musste sie allerdings früher abreisen. „Es ist alles ein bisschen viel geworden“, berichtet Mutter Melanie Nolte, die sich zwar über ihre talentierte Tochter freut, aber auf keinen Fall möchte, dass ihr Nesthäkchen überfordert wird. Und so haben die Noltes erst einmal einen Gang zurückgeschaltet, lassen ihre Tochter das Tempo vorgeben.

Diese hat neben dem Tischtennis-Sport noch eine große Leidenschaft. Innerhalb der Familie wird sie bereits als „Shopping-Queen“ bezeichnet. Gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Lea macht sie Gegend und Geschäfte unsicher. „Wir fahren beispielsweise nach Bremen, nach Soltau, nach Hannover“, sind für die Rhumspringerin solche Tagesausflüge ein absolutes Muss.

Die Frühaufsteherin („sonst erlebt man ja gar nicht so viel vom Tag“) will auf jeden Fall beim Tischtennis noch weiter vorankommen. „Ich bin schon traurig, wenn ich verliere, aber das Leben geht weiter“, verkündet sie mit einem Lächeln im Gesicht.

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