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Regional Suche nach einem neuen Torwart läuft beim TV Jahn Duderstadt weiter
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18:01 06.10.2017
Jullian Zwengel hütet aktuell das Tor des Handball-Oberligisten TV Jahn Duderstadt. Quelle: Helge Schneemann
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Duderstadt

Die Verpflichtung eines neuen Keepers wäre für die Jahner enorm wichtig, denn ausgerechnet auf dieser wichtigen Position drückt der Schuh bei den Duderstädtern aktuell sehr. Nach dem Kreuzbandriss von Tymon Trojanski und dem Auslandssemester von Neuzugang Alexander Klocke steht Trainer Artur Mikolajczyk nur noch Julian Zwengel als Fachmann zwischen den Pfosten zur Verfügung.

„In dieser Situation will wohl keine andere Mannschaft sein“, betont Mikolajczyk. „Wir sind in einer prekären Lage, müssen jetzt aber da durch.“ Einige Torhüter stellten sich bei den Jahner zwar schon im Probetraining vor, doch bislang konnten die Verantwortlichen noch keinen Abschluss vermelden. „Wir suchen weiter, haben unsere Fühler auch im Ausland ausgestreckt. Aber mitten in der Saison ist es nicht einfach, Qualität zu finden. Und das ist das, was wir brauchen“, erklärt Mikolajczyk. „Es wäre verkehrt, jetzt irgendwas zu machen.“ Bei den ausländischen Kandidaten sei das Problem, dass man sie nur „anhand der Vita“ und Eindrücken von Videos beurteilen könne.

Zwengel nur noch bis Ende des Jahres da

Der Pole hofft darauf, dass sich schnell eine Lösung anbahnt. Am liebsten wär den Eichsfeldern ein Torwart, der aus der Umgebung stammt, aber solch ein Transfer ist mitten in der Saison alles andere als einfach zu realisieren. Unendlich viel Zeit bleibt den Verantwortlichen aber nicht, um mit einem neuen Mann zwischen den Pfosten einig zu werden. Julian Zwengel steht nämlich nur noch bis Ende des Jahres zur Verfügung.

Da auch ausgeschlossen ist, dass Trojanski bis dahin wieder fit ist – der polnische Keeper wird mit seiner schweren Knieblessur wohl in dieser Saison gar nicht mehr zum Einsatz kommen können – drängt die Zeit schon ein wenig. Sonst werden die Probleme noch größer. „Wir suchen weiter und sind dran“, erklärt Mikolajczyk. „Julian hat zwar zuletzt in Vorsfelde ein gutes Spiel gemacht und wird diese Leistung auch wiederholen, aber du brauchst zwei Torhüter. Schon alleine, um wechseln zu können. Wir hatten zu Beginn der Saison drei Torhüter. Das ist natürlich auch Pech.“

Erstes Heimspiel gegen HSG Nienburg

Nicht nur in der Suche nach einem neuen Rückhalt stehen die Jahner bereits etwas unter Druck. Nach den ersten drei Partien stehen noch null Punkte auf der Habenseite. Allerdings mussten die Eichsfelder auch sämtliche Duelle auswärts bestreiten, da die Halle „Auf der Klappe“ nicht zur Verfügung stand. Jetzt seien die Baumaßnahmen aber abgeschlossen, erklärt Andrea Riedel-Elsner vom Landkreis Göttingen. Die Lüftungstechnik der Halle wurde komplett erneuert.

Seine erste Bewährungsprobe vor den eigenen Fans hat der TV Jahn am kommenden Sonnabend, 14. Oktober, ab 18 Uhr gegen die HSG Nienburg. Die stehen mit 5:3-Punkten auf dem sechsten Platz. „Die spielen einen guten Handball als Team“, warnt Mikolajczyk. Die Erwartungen dürfe man nicht zu hoch schrauben, klar sei aber auch, dass man zu Hause punkten müsse. Unter Zugzwang befinde man sich aber nicht: „Es ist eher eine positive Aufregung vor dem ersten Heimspiel.“

Die Leistungen gegen Großenheidorn, Burgdorf III und Vorsfelde seien so schlecht nicht gewesen. Allerdings mache sich der kleine Kader bemerkbar: „Für die Spieler bedeutet das eine hohe Belastung. Das merkt man dann in der Schlussphase. Gegen Burgdorf haben wir 40 Minuten gut gespielt, aber dann haben die Kräfte nachgelassen.“ In dieser Woche plagten Tobias Fritsch und Laszlo Ujvari Rückenprobleme – möglicherweise als Folgen der intensiven Beanspruchung.

Von Christian Roeben

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