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Tränen zum Abschied

Radpolo Tränen zum Abschied

Das kleine Geschenk, das Anna Meseke entgegennahm, war ihr vermutlich mehr wert, als die Medaillen, die im Radpolo bei der Deutschen Hallenradsportmeisterschaften am vergangenen Sonnabend vergeben wurden. Im Laufe des Tages hatte die 22-jährige Außenspielerin im nordrhein-westfälischen Kamp-Lintfort an der Seite von Torfrau Jennifer Kopp im Turnier der besten fünf Bundesligateams den vierten Platz belegt.

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Aufmerksam: Anna Meseke (li.) und Jennifer Kopp beäugen die Aktion ihrer Gegnerin.

Quelle: M. Thomé

Kamp-Lintfort. Es flossen zwar Tränen, doch das lag daran, dass die beiden künftig getrennte Wege gehen. Meseke lebt seit Kurzem aus beruflichen und privaten Gründen in Hamburg. So war schon vor der DM klar, dass es das letzte Mal sein wird. Deswegen schnappte sich Kopp im Rahmen der Siegerehrung das Mikrofon und holte ihre Partnerin zum Podest. Zum Abschied hatte Jennifer ein Fotobuch mit den schönsten Bildern und Erinnerungen der vergangenen Jahre zusammengestellt, in dem Freunde und Bekannte aus der Hallenradsport-Gemeinde Sprüche geschrieben hatten. „Natürlich blutet mir das Herz“, gab Meseke zu, dass ihr das Aufhören schwer fällt.

Doch es sei ja mit dem Ende der Bundesligarunde im Juni klar gewesen, dass es dazu kommen wird. Vor zwei Monaten zog sie in die Hansestadt. „Trainiert haben wir vor der DM deswegen eigentlich gar nicht mehr“, schilderte Kopp. „Wir wollten einfach noch mal Spaß haben und ein schönes Turnier zum Abschluss spielen“, sagte sie. Meseke werde die tolle Gemeinschaft sicherlich vermissen. „Ich bin aber überzeugt, dass sie uns als Zuschauerin ab und zu besuchen wird“, so Kopp. In vier Spielen war dem Duo nur ein Sieg gegen den Reideburger SV gelungen. Der fiel mit 7:0 dafür recht hoch aus. Immerhin, der höchste Sieg des Tages. Zum erneuten Sprung auf das Siegerpodest, wie zuletzt 2011 auf Rang drei oder 2010, als sie Vizemeisterinnen wurden, reichte es nicht. Zum Auftakt gab es ein 1:6 gegen Frellstedt. Später folgte ein 1:2 gegen Vizemeister Halle und zum Ende unterlag Obernfeld dem neuen Champion Etelsen (2:4) – Platz vier.

Für Jennifer Kopp wird es weitergehen: Mit ihrer neuen Partnerin Sandra Nordmann. Die Freundin von Kopps Bruder André, der mit Manuel Kopp am Sonnabend im Radball Bronze gewann, geht es wieder in die Bundesliga. Klassenerhalt lautet für die frisch gebackenen Vize-Niedersachsenpokalsiegerinnen das Ziel. Das Kuriose: Nordmann ist Quereinsteigerin, hat bis vor eineinhalb Jahren niemals Radpolo gespielt. Als Jugendliche war die 22-Jährige in Braunlage lediglich für rund zwei Jahre im Eishockeytraining. Das kommt ihr sicherlich zugute. „Ich muss beim Polo aber noch viel lernen“, findet Nordmann selbstkritisch. Kopp sieht das gelassener.

„Ich bin froh, dass es weitergeht. Sandra hat das Potenzial, dass wir gemeinsam in der Liga bestehen können. Und ich denke, dass wir noch viel Spaß haben werden.“

st

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Radball

Als frischgebackene Bronzemedaillen-Gewinner der Deutschen Meisterschaften reisen Manuel und André Kopp am morgigen Sonnabend zum Radball-Weltcup nach St. Gallen in der Schweiz. Einen Tag später geht es für die beiden Eichsfelder weiter ins benachbarte Österreich, wo sie am Drei-Nationen-Cup teilnehmen.

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