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Regional Tränen zum Abschied: HSG Plesse-Hardenberg verliert letztes Heimspiel
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14:16 16.04.2018
Abschied nehmen hieß es nach dem Spiel der HSG Plesse-Hardenberg für einige Spielerinnen und Funktionäre. Quelle: Niklas Richter
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Aus einem versöhnlichen Ende ist nichts geworden: Vor knapp 150 Zuschauern hat die HSG Plesse-Hardenberg ihr letztes Heimspiel gegen die VSG Ober Eschbach/Vortaunus mit 20:29 (11:12) verloren. Der 20. Saisonniederlage folgte ein Verabschiedungsmarathon: Zwei Trainer und sechs Spielerinnen verlassen die HSG.

Meike Rombach eröffnete nach 30 Sekunden den Torreigen und sorgte für einen guten Start der HSG (3:1). Bis zum 4:4 hatte die Rückraumspielerin schon dreimal getroffen. Es folgte die erste Schwächephase (4:10), in der die Abwehr zu passiv war. „Wir wissen, dass die gut werfen können und blocken dann schlecht“, konnte Tim Becker nur den Kopf schütteln. Doch aus diesem Tief war seine Mannschaft alsbald wieder draußen, nutzte eine doppelte Überzahl zum Anschlusstreffer. „Das haben wir gut ausgespielt“, lobte der Trainer.

Zuschauer schicken die HSG Plesse-Hardenberg mit Applaus in Kabine

Die Zuschauer schickten die Damen mit Applaus in die Kabine und konnten kurz nach Wiederbeginn den Ausgleich durch Isabel Marienfeld bejubeln. „Da war die Stimmung natürlich gut. Aber ich hatte schon auf mehr Zuschauer gehofft“, war Becker ein wenig enttäuscht über die schwache Resonanz. Bis zum 15:17 (41.) war die HSG ein ernstzunehmender Gegner für den Tabellenfünften.

HSG Plesse-Hardenberg verabschiedet sich aus der 3. Liga

Dem 15:20 wenig später konnte die HSG aber nichts mehr entgegensetzen. „Unsere Passivität wurde bestraft“, sah Becker das Hauptproblem in der Abwehr. Toptorjägerin Grauer konnte fast ungehindert werfen, traf wie im Hinspiel zwölfmal. Beckers Fazit fiel dann auch eher negativ aus. „Wir wollten uns mit einer guten Leistung verabschieden. Das war aber nur mittelmäßig“, so der Trainer. „Es gab viel Licht, aber auch viel Schatten. Uns fehlt einfach die Konstanz.“ Ein Satz, der auf fast jeden Auftritt der HSG zutrifft.

Hundertprozentige Siebenmeter-Quote

Positiv in diesem Spiel war die hundertprozentige Siebenmeter-Quote von Rombach (5/5), das erste Heimtor von Charlotte Schob und die nächsten Drittligaminuten von Nachwuchsspielerin Anneke Schütze. Negativ die schwache Abwehr und die schlechten Schiedsrichterinnen. „Wir hatten sie jetzt zweimal die Saison, beide Male haben sie nicht gut gepfiffen“, kritisierte Becker, „aber deswegen haben wir nicht verloren.“

Bei der Verabschiedung flossen dann die Tränen. Isabel Marienfeld (Ziel unbekannt), Sarah Strahlke (Kariereende), Celina Kunze (Hamburg), Alena Breiding (Kirchhof), Annika Hollender (Hannover), Anna-Katharina Loest (Ziel unbekannt) werden nicht mehr für die HSG auflaufen. Tim Becker konzentriert sich auf Beruf und Familie, Frank Mai auf Hildesheim.

Von Denise Kricheldorf-Mai

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