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TV Jahn startet „lange Reise“

Trainingsauftakt TV Jahn startet „lange Reise“

Gut zweieinhalb Monate vor dem ersten Meisterschaftsspiel ist Handball-Oberligist TV Jahn Duderstadt am Dienstagabend in die Vorbereitung auf die kommende Saison gestartet. Der neue Trainer Artur Mikolajczyk ließ seine Jungs gleich mal ordentlich schwitzen.

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Handball-Oberligist TV Jahn Duderstadt startet mit Trainer Artur Mikolajczyk in die Vorbereitung.

Quelle: Harald Wenzel

Duderstadt. Ein Cooper-Test, also ein Zwölf-Minuten-Lauf, dazu Stretching und Übungen zur Stabilität - der Aufgalopp auf der Sportanlage „Auf der Klappe“ war ein Vorgeschmack auf das, was die Spieler des Eichsfelder Oberligisten in den kommenden Sommerwochen erwarten wird. „Athletik und Physis sind wichtige Grundvoraussetzungen, die man sich erarbeiten muss“, unterstreicht Mikolajczyk, der als studierter Sportwissenschaftler und Sporttherapeut mit dem Schwerpunkt Prävention selber vom Fach ist. Mit welchem Kader Mikolajczyk in die anstehenden Aufgaben gehen wird, ist jedoch noch nicht geklärt. Noch basteln Trainer und die Verantwortlichen daran, nach Rückraumspieler und Rückkehrer Justin Brand (TG Münden), in Brands Teamkollegen und Torwart Alexander Klocke sowie dem jungen Linksaußen Til Winkler (Eintracht Hildesheim II) weitere Neuverpflichtungen zu tätigen. Mehrere Kandidaten absolvierten zuletzt ein Probetraining. A-Lizenz-Inhaber Mikolajczyk wünscht sich, dass die noch offenen personellen Fragen so schnell wie möglich geklärt werden und alle Mann mit an Bord sein werden: „Nur so ist ein zielgerichtetes Training möglich.“

Mit Torschützenkönig Hrvoje Batinovic, Spielmacher Bencé Kanyo oder Kapitän Marcel Effenberger haben die Duderstädter wichtige Leistungsträger ziehen lassen müssen, auch Kreisläufer Christopher Barth ist nicht mehr dabei. Er wechselt zu MT Melsungen II. Ob Adam Kiss bleiben wird, steht noch nicht fest. Der Ungar hat dem Verein mitgeteilt, dass er gerne wechseln würde. Allerdings will Mikolajczyk den wurfgewaltigen Rückraumspieler nicht ziehen lassen, wenn kein adäquater Ersatz verpflichtet werden kann.

Im Rückraum drückt der Schuh nach den Abgängen. Gut, dass Tobias Fritsch wohl bleiben wird und Rückkehrer Brand in der Zentrale schon seine Klasse nachgewiesen hat. Youngster Winkler müsste in die riesigen Fußstapfen des Ausnahmekönners Batinovic treten. Doch Mikolajczyk ist überzeugt davon, dass beide dem Team gut zu Gesicht stehen werden. „Sie werden weiter hart an sich arbeiten. Beide sind talentiert und hungrig. Das ist genau das, was wir brauchen.“

Die vergangene Saison schlossen die Jahner als bester Aufsteiger auf dem vierten Platz ab. Mikolajczyk hofft, dass das nicht zu unrealistischen Erwartungen beim Eichsfelder Anhang führen wird. „Die Mannschaft hat Potenzial, aber wir haben auch wichtige Spieler verloren“, mahnt der Pole. „Die Voraussetzungen sind jetzt andere. Die Mannschaft muss sich erst finden, die Philosophie wird eine andere sein. Wir müssen in Kauf nehmen, dass es auch mal Lernprozesse geben wird und wir vielleicht auch mal Lehrgeld bezahlen müssen. Wir wollen aber möglichst keine Probleme mit dem Klassenerhalt bekommen. Alles andere ergibt sich im Laufe der Saison.“

Um „mit einer Idee Handball spielen“ zu können, so wie es sich der neue Trainer wünscht, müsse erst die grundsätzliche Fitness stimmen. Die wollen sich die Duderstädter in vier- bis fünf Trainingseinheiten wöchentlich schnell aneignen. Mikolajczyk fordert zudem ein aggressives Abwehrverhalten, bei dem „alle miteinander arbeiten“ sollen. Schließlich werden die Jahner laut ihres neuen Coaches „vor einige Aufgaben gestellt werden“, wenn es Anfang September in der Meisterschaft losgehen wird. Vorsfelde und Hameln stuft Mikolajczyk als stark ein, „auch die HG Rosdorf-Grone ist keine schlechte Mannschaft“. Gespannt ist der Pole, wie sich die HSG Plesse-Hardenberg schlagen wird: „Die haben mit den ehemaligen Northeimern Falkenhain und Effler interessante Leute dazubekommen.“

Die Vorbereitung bezeichnet der 41-Jährige als „lange Reise. Ich hoffe, dass wir in dieser Zeit schon vieles in die richtige Richtung bringen können.“ Auch Niederlagen würden zum neuen Weg, den Duderstadt von nun an einschlagen wird, dazu gehören. „Wenn sich dabei aber alle an die Vorgaben halten, ist das auch okay. Wir wollen mittel- und langfristig etwas aufbauen. Wohin uns der Weg am Anfang führen wird, kann man jetzt noch nicht sagen.“

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