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Regional Traumwelten der Rhythmischen Sportgymnastik
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12:35 06.12.2010
Ausdrucksstark: Hannah weiß das Publikum in der Groß Schneer Sporthalle mit ihrer Seilkür zu begeistern. Quelle: Mischke

Groß Schneen. Am liebsten noch die Seele baumeln lassen und vom nächsten Urlaub träumen. Das verspricht „Traumwelten“ – dargeboten durch eine der schönsten Sportarten, die Rhythmische Sportgymnastik. Der versierten „Reiseleiterin“ Ilonka Moschkau kann man sich bedenkenlos anvertrauen.
50 Gymnastinnen des TSV Obernjesa zwischen vier und 24 Jahren entführen die Zuschauer in jene „Traumwelten“, die vom wilden Westen bis ist die Südsee reichen. Die Choreografien, die im sportlichen Alltag bei den verschiedenen Wettkämpfen von den einzelnen Mädchen in bunt schillernden Turnanzügen vorgeturnt werden, machen die Faszination dieser Sportart aus. Ein Erlebnis für die Sinne. Ein gelungenes Schauprogramm mit Körperbeherrschung und Konzentration, geboten mit Grazie und Harmonie der Bewegungen.
Rhythmische Gymnastik ist eine Koordination von sportlicher Höchstleistung, ästhetischer Bewegung, Zeit- und Raumgefühl sowie gestalterischem Können – so gesehen nicht nur ein Stück „Traumwelt“. Auch wenn die „Traumtänzer“ um Anastasija, Britta, Charlotte, Maren, Melanie oder Nina mit dem Klassiker von Whitney Houston „One moment in time“ scheinbar einen Moment der Zeit anhalten und das begeisterte Publikum in ihren Bann ziehen wollen.
Traum von Olympia-Teilnahme
Aber es geht weiter durch die 40 Programmpunkte. Hinter all der Schönheit verbirgt sich jedoch harte Trainingsarbeit. „Vier Stunden pro Tag. Und das sechsmal in der Woche“, verrät die elfjährige Laura Roge ihr persönliches Pensum. Laura ist ein Eigengewächs des TSV Obernjesa, das mittlerweile als amtierende Deutsche Schülermeisterin für die Talentschmiede von Bayer Leverkusen startet und als gern gesehener Gast alle Jahre wieder in Groß Schneen zu sehen ist. Auch sie verkörpert ein Stück „Traumwelt“: Mit 16 bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, das hat sich das Talent als Traum auf die Fahnen geschrieben.
Traumwelten“, verkörpern auch zum Abschluss des gut zweistündigen Programms zwölf Gymnastinnen des TSV Obernjesa in ihrer Kür. Und sie machen Lust auf mehr. Man werde an zwei Abenden (28./29. Dezember) beim Feuerwerk der Turnkunst in der Lokhalle auftreten, verrät die Sportstudentin Marlene Dörnenburg, die als Trainerin und Turnerin viermal in der Woche in der Halle steht und ein Stück jener „Traumwelten“ darstellt, durch die „Reiseleiterin“ Ilonka Moschkau in Groß Schneen mit Kompetenz geführt hat – als „charmante Botschafterin der Rhythmischen Sportgymnastik“, wie sie bei der anschließenden Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gewürdigt wird.

Von Ferdinand Jacksch

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