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Turntag am Montag ist der absolute Renner in Fuhrbach

Inge-Sielmann-Kindergarten Turntag am Montag ist der absolute Renner in Fuhrbach

Im Kreissportbund Göttingen gibt es nur drei Kindergärten, die das Markenzeichen „Bewegungskita“ tragen dürfen. Einer davon ist seit dem gestrigen Montag der Inge-Sielmann-Kindergarten in Fuhrbach, die anderen sind Adelebsen und Lutterberg. Diese Auszeichnung wird vergeben an Kindertageseinrichtungen, die die ganzheitliche Förderung der Gesamtpersönlichkeit und das Lernen durch Bewegung nach festgelegten Standards unterstützen. Das Fundament des Fuhrbacher Kindergartens ist dabei die ökologisch-persönlichkeitsförderne Konzeption.

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Kopf an Kopf: Lisa (links) und Nelia haben großen Spaß bei dieser Geschicklichkeitsübung, die ein besonders gutes Balancegefühl erfordert.

Quelle: Thiele

Lang war der Weg für die Eichsfelder, ehe sie das Okay für die Zertifizierung erhielten. Bereits 1982 „lagerten“ die Verantwortlichen um Kindergartenleiterin Marita Thiele die Turnangebote aus dem Kindergarten aus, zogen mit zwei altersmäßig zusammenpassenden Gruppen in die benachbarte Fuhrbacher Turnhalle. Seitdem ist einmal wöchentlich, nämlich am Montag, dort „die Hölle los“. Sibylle Hoppmann und Bianka Ring sind als Übungsleiterinnen für die Kinder zuständig, die ein vielfältiges Bewegungsangebot erhalten. „Am liebsten gehe ich in die Halle turnen“, erzählt dann auch Nelia und ein Dutzend Kinder stimmt lautstark mit ein.

Nach und nach entwickelte Marita Thiele mit ihrem Team den Kindergarten zu dem, was er heute ist. So wird beispielsweise bereits seit 1988 ein tägliches Frühstücksbüffet, das auf einer gesunden, abwechslungsreichen Ernährung basiert, für alle Kita-Kinder angeboten. Tische und Stühle sind eher Mangelware in Fuhrbach. Dafür gibt es viel Platz für spontane und situative Bewegung.

Bewegungsraum beliebt

Darüber hinaus können sie sich nach zehn Uhr im ganzen Kindergartengebäude frei bewegen, täglich aufs Neue auf Entdeckungsreise gehen. Besonders beliebt ist dabei der Bewegungsraum, der mit jeder Menge Spielzeug ausgestattet ist, das zum Ausprobieren einlädt. Seit 2005 nutzen auch die Zwei- und Dreijährigen unter den wachsamen Augen der Erzieherinnen diesen Raum.

Der „Windelpopo“ stört zwar manchmal ein wenig bei den Entdeckungsreisen, mindert den Spaß aber keineswegs. „Wir erleben hier ständig neue ganzheitliche Prozesse in ihrer Handlungskompetenz“, erzählt Marita Thiele.
Doch nicht nur in den Innenräumen können sich die Kinder ständig neu entdecken, seit August 2008 gehen sie auf dem neu gestalteten naturnahen Spielplatz auf Erkundungstour.

Viele Bewegungsgeräte, Berge, Tunnel, Brücken und Wege sowie eine Wasserpumpe, ein Bachlauf mit festen und veränderbaren Steinen sowie ein großer Garten zum Bewirtschaften und ernten sollen die ganzheitliche Entwicklung fördern. Dabei spielt auch das Wetter keine Rolle. „Wir gehen auch im Winter raus“, schätzt Thiele den zusätzlichen Aspekt sehr, dass sich die Kinder durch viel Bewegung an frischer Luft gleich entsprechend abhärten.

Zahlreiche Projekte erarbeiteten die Fuhrbacher Verantwortlichen, nahmen beispielsweise 1997 am Kongress „Kinder in Bewegung“ teil.

Team-Fortbildungen und Elternabende unter dem Motto „Lernen braucht Bewegung“ sind nur einige Auszüge aus einem umfassenden Fort- und Weiterbildungsprogramm. Im Januar des vergangenen Jahres stellten die Verantwortlichen dann erstmals eine Anfrage an den Landessportbund, in dem die Kriterien erfragt wurden. „Es passte alles absolut in unser Konzept“, erinnert sich Marita Thiele, die die Standards (Bewegungsräume, Bewegungszeiten sowie Aus- und Weiterbildung) mit ihrem Team ohne Probleme erfüllen konnte. Und so war die logische Konsequenz im November 2008 die Bewerbung um das Markenzeichen „Bewegungskindergarten“, mit dem anschließenden positiven Bescheid.
Ausruhen können sich die Fuhrbacher allerdings auf diesen Auszeichnung nicht, denn alle zwei Jahre werden die Standards überprüft und nur beim entsprechenden Nachweis auch um zwei weitere Jahre verlängert.

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