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Regional Hegemann klettert erst auf den Glockner und dann aufs Podest
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18:14 08.08.2018
Ida-Sophie Hegemann (weißes Shirt) belegt beim Trail-Rennen auf dem Großglockner den dritten Platz.
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Eichsfeld

Dabei war sich Hegemann vor dem Rennen in den Alpen gar nicht sicher, ob sie überhaupt starten kann. „Ich war vom Weltcup-Rennen in den Dolomiten noch leicht angeschlagen und hatte Probleme mit dem Oberschenkel. Das Rennen fand nur fünf Tage vorher statt, und ich war mir bis zuletzt unsicher, ob ich wirklich an den Start gehen sollte“, sagte Hegemann. Letztlich startete die Eichsfelder Trail-Läuferin doch, und es wurde nach dem Zugspitz Ultratrail der zweite Saisonhöhepunkt auf europäischer Ebene.

Ida-Sophie Hegemann beim Rennen auf dem Großglockner und in den Dolomiten

Der schwierige, aber inmitten einer malerischen Natur liegende 30-Kilometer-Kurs enthielt sehr viele „Downhill-Passagen“ und wenige Bergauf-Passagen. „Das kam mir gar nicht so gelegen, da ich bergauf weitaus stärker bin. Zudem habe ich beim Laufen bergab meinen angeschlagenen Oberschenkel gemerkt“, so Hegemann. Trotz dieses Handicaps kämpfte sich die Läuferin in das Rennen und landete am Ende etwas überraschend als Dritte sogar auf dem Podest. Sie musste sich in 3:41 Stunden nur zwei Frauen geschlagen geben. „Der Podestplatz kam für mich schon sehr überraschend, da mein Ziel in diesem Rennen die Top 20 waren. Natürlich freue ich mich über eine sehr erfolgreiche Saison – erfolgreicher, als ich sie mir hätte erträumen können“, freute sich die Eichsfelderin.

Teilnahme am Dolomiti-Skyrace

Aber nicht nur beim Lauf im österreichischen Kaprun ging Hegemann erfolgreich an den Start. Bereits im Juli hatte das Dolomiti-Skyrace in Canazei in Italien stattgefunden. Für die junge Duderstädterin war es das erste Weltcup-Rennen, für das sie nach dem Sieg beim Zugspitz Ultratrail eingeladen wurde. Der Lauf in den Dolomiten gehört zu den World Series und ist international hochklassig besetzt. „Ich bin bereits Donnerstag vor dem Rennen angereist und habe mit den Topathleten in einem Hotel gewohnt. Das ganze Wochenende war ein wahnsinniges Erlebnis“, sagte Hegemann. Ziel für dieses Weltcup-Rennen war es, unter die Top 50 zu kommen. Über 130 Athletinnen gingen an den Start.

Der schwierige Kurs begann sofort mit zehn steilen Kilometern bergauf, auf denen 1770 Höhenmeter bewältigt werden mussten. „Bergauf lief es erstaunlich gut. Ich lief kräftesparend, da die Strecke technisch sehr, sehr anspruchsvoll war“, analysierte Hegemann. Auf 3200 Metern passierte sie als elfte Frau den Checkpoint. Bergab lief es dann nicht mehr so optimal. „Ich versuchte, irgendwie heil und schnell herunter zu kommen, konnte den anderen Läuferinnen aber nur staunend zusehen, wie sie herunterliefen, als wäre es nichts.“

Guter 32. Platz für Hegemann beim Skyrace

Am Ende des kräftezehrenden Laufes belegte Hegemann in einer Zeit von 3:08 Stunden einen guten 32. Platz. „Ich habe meine Ziele mehr als erreicht, war die schnellste Deutsche und habe viele unglaubliche Eindrücke und Erfahrungen mitgenommen“, zeigte sich Hegemann glücklich. Für die Trailläuferin war es das „härteste Rennen“ ihrer Karriere – mit Eindrücken, die ihr keiner mehr nehmen kann.

Von Jan-Philipp Brömsen

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