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Unkonzentrierte Schlussphase kostet den Sieg

Handball-Regionalliga Unkonzentrierte Schlussphase kostet den Sieg

Ein Entspannungswochenende wäre das Wenigste, was Handball-Regionalligist TV Jahn Duderstadt seinem Trainer Stephan Albrecht spendieren müsste. Denn das Team kostete den Coach im Spitzenspiel gegen den OHV Aurich vor 500 Zuschauer unzählige Nerven. Albrecht hätte sie gern investiert, wenn nach 60 temporeichen Minuten ein Sieg unterm Strich gestanden hätte, doch die Gäste entführten beim 24:23 (14:11) nicht nur den Sieg, sondern auch die Tabellenführung ins ferne Ostfriesland.

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Kraftpaket: Duderstadts Dennis Knudsen (rechts) hat einen schweren Stand gegen den hart zupackenden Auricher Sven Seidler, links beobachtet Hannes Janssen die Szene.

Quelle: Walliser

Betrachtet man die ersten 30 Minuten in der gut gefüllten Duderstädter Sporthalle „Auf der Klappe“, dann hätten sich die Eichsfelder über eine Niederlage nicht beklagen dürfen. Am Ende allerdings blieb für die Heimcrew die bittere Erkenntnis, dass mehr drin gelegen hätte. Denn nach einer überragenden Vorstellung der Auricher Sieben, aus der sich besonders Dusko Bilanovic und Hannes Jannsen herauskristallisierten, geriet in den zweiten 30 Minuten Sand ins Getriebe des OHV. Dies lag im Wesentlichen am Schachzug von Jahn-Coach Stephan Albrecht, den gefährlichen Rückraumschützen Bilanovic, der allein im ersten Durchgang sieben Treffer erzielt hatte, mit einer Manndeckung zu betrauen. Diesen Part übernahm Carlos Swoboda, dem es gut gelang, den Auricher „zu beschäftigen“.
Hartnäckig setzten die Eichsfelder, die seit der elften Minute einem Rückstand hinterherlaufen mussten, immer wieder nach, ließen sich auch von einem Vier-Tore-Rückstand (16:20/37.) nicht entmutigen. Und plötzlich fand auch Jahn-Keeper Christian Wedemeyer zu seiner Form, parierte Wurf um Wurf.
Alles schien sich doch noch zum Guten für die Gastgeber zu wenden, als der bullige Auricher Rückraumspieler Hannes Janssen nach einem Foul an Carlos Swoboda, in der 52. Minute die Rote Karte bekam. Entsetzen beim OHV, doch Trainer Eric Hettmann behielt die Ruhe, schickte für Jens Lievens, der eine gute erste Halbzeit gezeigt hatte, dann aber in einigen Situationen unglücklich aussah, Patrick Anders zwischen die Pfosten. Viele der Zuschauer hielten ihn für einen weiteren Feldspieler, denn Anders spielte, für einen Torhüter sehr ungewöhnlich, in kurzer Hose. Doch offensichtlich hatte dieser in seinem Dress ein todsicheres Gespür für die gegnerischen Spieler. Die Duderstädter bissen sich an ihm die Zähne aus, lediglich einen einzigen Treffer ließ der Auricher zu, nämlich den letzten durch Dennis Knudsen zum 24:23-Endstand für die Auricher.

Wedemeyer trumpft auf

Zuvor hatten die Duderstädter zwischen der 50. und 58. Minute insgesamt fünfmal die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Auf der Gegenseite vermochten sich die Auricher aber auch nicht weiter abzusetzen, scheiterten immer wieder an dem in dieser Phase überragenden Duderstädter Keeper Christian Wedemeyer. Dieser hielt unter anderem einen Siebenmeter gegen den unfehlbar scheinenden Dusko Bilanovic. Doch im Gegenzug war es Matthias Heim, der zu überhastet abschloss – nicht das einzige Mal an diesem Abend. Und auch Marco Krist scheiterte kurze Zeit später an dem kurzbehosten Patrick Anders.

Am Ende erwiesen sich die Auricher einfach in den entscheidenden Situationen als eine Spur cleverer und konditionsstärker. „Da hat sich einfach gezeigt, dass Aurich sechs Mal in der Woche trainiert“, analysierte Jahn-Coach Stephan Albrecht. Dem aber auch nicht entgangen sein wird, dass einige seiner Spieler an diesem Abend nicht in der Lage waren, ihr ganzes Leistungspotenzial abzurufen. Dies aber wäre nötig gewesen, um die Punkte und die Tabellenführung im Eichsfeld zu behalten.

TV Jahn Duderstadt: Wedemeyer, Schmidt ­– Krist (2/2), Kesilis (5), Bogott, Tetzlaff (2), Kobusinski (2), Swoboda (1), Heim (3), Naß (1), Knudsen (7). – Beste Werfer OHV Aurich: Bilanovic (9/4), Behrends (5), Janssen (3). – Stationen: 2:0 (3.), 5:3 (7.), 4:5 (11.), 6:7 (14.), 7:9 (19.), 8:11 (23.), 10:12 (26.), 11:14 (30./Halbzeit) – 13:14 (31.), 13:15 (32.), 14:17 (34.), 17:21 (39.), 20:21 (46.), 22:23 (50.), 22:24 (59.), 23:24 (60./Endstand).

Von Vicki Schwarze

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