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Regional Van Gerwen nicht zu stoppen
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00:19 19.10.2017
Er war auch in Göttingen nicht zu schlagen: Michael van Gerwen. Quelle: PDC Europe/ LAWRENCE LUSTIG
Göttingen

Im Finale der 12. und letzten Veranstaltung der European Darts Trophy 2017 in der Lokhalle Göttingen bezwang der aktuelle Weltmeister und Weltranglistenerste Michael van Gerwen den starken Briten Rob Cross mit 6:4. Van Gerwen feierte damit seinen insgesamt 20 Titel auf der European Tour – schon den sechsten in diesem Jahr.

Zum Abschluss der European Darts Trophy 2017 wurde in der Lokhalle der Zuschauerrekord für ein Darts-Event in Deutschland gebrochen. In der Abendsession waren in Göttingen über 3500 Zuschauer mit dabei und feierten die Spieler. „Es war ein hartes Finale, Rob hat mich mehr gefordert als alle anderen Gegner“, lobte van Gerwen seinen starken Kontrahenten. „Vielen Dank an das tolle Publikum in Göttingen.“ „Mighty Mike“ bezwang auf seinem Weg in das Endspiel Zoran Lerchbacher (6:3), Stephen Bunting (6:1), machte mit dann Joe Cullen beim 6:0-Sieg kurzen Prozess. Auch dem wiedererstarkten Australier Simon Whitlock ließ er mit 6:1 überhaupt keine Chance. Er kann sich nach dem hart erarbeiteten 6:4-Sieg über Cross nun über eine Siegerprämie von 25000 Euro freuen.

Der Brite Rob Cross, der im Verlauf der Trophy immer stärker geworden ist, hatte im Viertelfinale seinen Landsmann Michael „Bully Boy“ Smith mit 6:3 und im Halbfinale den Belgier Kim Huybrechts deutlich mit 6:1 besiegt. Es gelang ihm auch Weltmeister van Gerwen zu verunsichern. Der Weltmeister erzielte seine erste 180er, das Maximum, erst im siebten Leg beim Stand von 3:3. Höchst ungewöhnlich für den Niederländer in einer solch‘ wichtigen Partie.

Nächstes Highlight für die Darts-Profis wartet schon: Vom 26. bis zum 29. Oktober findet die Europameisterschaft im belgischen Hasselt statt, für die sich die 32 besten Spieler der diesjährigen European-Tour qualifizieren. Unter ihnen ist auch der Deutsche Martin Schindler, der es in Göttingen in die zweite Runde, in der er dem Schotten Peter Wright mit 4:6 knapp unterlag. Wright, natürlich auch bei der EM mit dabei, scheiterte in Göttingen überraschend bereits im Achtelfinale an Kim Huybrechts. Obwohl „Snakebite“ Wright mit 110,59 Punkten in der Partie den höchsten Schnitt des gesamten Turnieres spielte, musste er sich dem Belgier mit 3:6 geschlagen geben. Im Zweikampf um die meisten Siege auf der European Tour 2017 mit Michael van Gerwen, in dem es vor der Göttinger Veranstaltung 5:5 stand, musste sich der Schotte damit geschlagen geben.

Auch der sportpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen, Christan Henze, hatte am Finalsonntag den Weg in die Göttinger Lokhalle gefunden – und war von der Stimmung und auch den Leistungen der Akteuren begeistert: „Mit relativ wenig Mitteln, eine großen Bühne, Monitore und Bierzeltbestuhlung, findet hier eine Veranstaltung statt, die für Göttingen und unsere Lokhalle große Strahlkraft hat“, sagte Henze. „Toll, so etwas einmal live zu sehen.“

Für die südniedersächsischen Dartsfans heißt es nun knapp ein Jahr warten. Vom 12. bis 14. Oktober 2018 heißt es, in Anlehnung an den WM-Austragungsort Alexandra Palace, kurz Ally Pally, in London, im „Lokhally Pally“ wieder „Game on“ mit „Mighty Mike“, „Snakebite“ und Co.. Der Kartenvorverkauf für das Göttingen Turnier im Rahmen der European Darts Trophy soll noch in diesem Jahr starten.

Von Frank Beckenbach

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