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Regional Veilchen Ladies mit perfekter Premiere
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21:01 24.09.2017
Verdine Warner – hier links beim Korbleger gegen Heidelbergs Jones-Smith – ragte mit einem Double-Double aus dem BG-Kollektiv heraus. Quelle: Arne Bänsch
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Göttingen

Um 17.37 Uhr kannte der Jubel am Sonntagnachmittag keine Grenzen. Triumphierend lagen sich die Veilchen Ladies in den Armen. Mit einem Kraftakt und phasenweise gezeigter spielerischer Raffinesse hatten sie den Mitaufsteiger deutlich distanziert. Besonders geherzt wurde Verdine Warner. Die in der Vorbereitung nicht immer überzeugende Centerin lieferte eine imposante Partie ab und markierte schließlich mit 15 Punkten und 21 Rebounds (!) ein bemerkenswertes Double-Double. Richtig feiern lassen konnte sich die Matchwinnerin allerdings nicht. Gemeinsam mit Casey Smith musste sie direkt nach der Partie zur unangemeldeten Dopingprobe.

Beiden Mannschaften war zu Beginn allerdings durchaus die Nervosität bei ihrer Erstliga-Premiere anzumerken. So ließ sowohl die BG als auch Heidelberg einen freien Korbleger im ersten Angriff aus. Doch die BG zeigte sich dann fokussiert. Aufbauend auf eine enorm physische Verteidigung mit perfekt getimten Hilfen, übernahm das Team von Trainer Giannis „John“ Koukos das Kommando. Heidelberg bekam die komplette Defensiv-Power der BG-Damen zu spüren und kam nur selten zu freien Abschlüssen. „Im Krieg ist die erste Schlacht entscheiden. Das war heute gut von uns. Wir waren aggressiv und haben vieles gut gemacht“, so Koukos.

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Die BG 74 gewinnt ihr Erstliga-Debüt gegen Heidelberg.

Im Angriff zeigte sich die BG variabel. Verdine Warner erzielte nach 57 Sekunden den ersten Erstliga-Punkt der BG von der Freiwurflinie. Danach punkteten mit Casey Smith, Alissa Pierce, Marissa Janning und Jenny Crowder alle Spielerinnen der Startformation. Mit 20:7 dominierten die Gastgeber den Auftakt.

In den zweiten zehn Minuten setzten die Veilchen Ladies ihren Sturmlauf bis zum 27:11 fort (14.). BG-Centerin Warner spielte bereits vor der Pause stark auf. Mit zehn Punkten und zehn Rebounds markierte die 1,96-Meter-Frau schon zur Pause ihr Double-Double. Danach konnte Heidelberg die Partie ein wenig ausgeglichener gestalten. Die BG ging mit einem 15-Punkte-Polster in die Halbzeitpause (39:24).

Die 15 Minuten Pause taten der erneut nur mit sieben Spielerinnen agierenden BG gut. Von den Strapazen des ersten Durchgangs erholt, knüpften die Veilchen Ladies an das erste Viertel an. Beim 52:32 betrug der Vorsprung erstmals 20 Zähler. Doch das hohe Tempo und die intensive Verteidigung machten sich langsam bemerkbar. Die Fehlerquote ging leicht in die Höhe und Heidelberg holte wieder auf, weil es einige schwach verteidigte Würfe nutzen konnte.

Im Schlussviertel drohte der Vorsprung kurzfristig sogar unter die psychologisch wichtige Zehn-Punkte-Grenze zu rutschen. Die BG hatte Glück, dass Heidelberg sich beim Stand von 62:51 im Angriff technische Fehler leistete (35.). Koukos reagierte, nahm die Auszeit und gönnte seinen Schützlingen so nicht nur eine kleine Theorie-Einheit, sondern viel mehr Zeit zum Verschnaufen. In der Schlussphase waren es dann besonders die Guards Crowder, Janning und Pierce, die Verantwortung übernahmen und den Sieg trotz schwindender Kräfte noch souverän ins Ziel brachten. „Ich bin einfach nur froh, dass wir das über die Bühne gebracht haben. Zum Schluss war es schon eine Frage der Kraft. Das Spiel war hart und phasenweise gab es auch einige schmutzige Fouls der Heidelbergerinnen“, sagte BG-Spielmacherin Crowder.

Veilchen-Ladies-Geschäftsführer Roland Emme-Weiß weiß ebenfalls seit längerem, dass die Veilchen Ladies dringend eine weitere Spielerinnen benötigen. Den Auftakterfolg will er nutzen, um zusätzliches Geld zu akquirieren. „Ich bin glücklich und erleichtert. Der Sieg war enorm wichtig. Das war Werbung für den Damenbasketball. Wir haben ein gutes Team. Mit einer weiteren Spielerin können wir hier richtig etwas erreichen. Ein bis zwei neue Sponsoren würden ausreichen, um eine Spielerin zu verpflichten, die wir schon auf einer Liste stehen haben“, betonte Emme-Weiß.

BG-Punkte: Pierce (16), Crowder (14), Karambatsa (7), Smith (10), Janning (12), Warner (15).

Von Mark Bambey

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