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Veilchen planen Revanche für Playoff-Aus

Basketball-Bundesliga Veilchen planen Revanche für Playoff-Aus

„Wenn wir Zeit zum Denken hätten, dann wäre das Spiel gegen Bamberg sicherlich ein Besonderes“, sagte MEG-Headcoach John Patrick. Kaum zurück von der Europapokal-Premiere aus Russland empfangen die Veilchen am Sonnabend um 19.30 Uhr in der Lokhalle das Basketball-Bundesliga-Spitzenteam Brose Baskets Bamberg, mit dem sie noch eine Rechnung offen haben.

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Wird in Krasnodar-Form gebraucht: Dwayne Anderson.

Quelle: CR

„Das Spiel der Bamberger ist viel variabler geworden. Sie sind athletischer und haben von außen jetzt noch mehr Optionen. Für mich hat Bamberg den stärksten Front-Court der Liga und ist ein absoluter Meisterschaftskandidat“, blickt Patrick mit gehörigem Respekt auf das Duell mit den Franken. Doch die Veilchen müssen sich wahrlich nicht verstecken, denn zu Hause sind sie nach vier Partien noch ungeschlagen und haben zuletzt gegen Top-Teams bewiesen, dass sie nicht nur mithalten, sondern auch gewinnen können.

„Ich habe die Brose Baskets schon intensiv gescoutet, so dass wir uns nach der Rückkehr nach Göttingen im Training gleich hundertprozentig auf das Bamberg-Spiel vorbereiten können. Wir sind also recht gut präpariert“, sagte Assistenz-Coach Stefan Mienack bereits im russischen Krasnodar. Das Bamberger Spiel ist auch weiterhin geprägt von einer knüppelharten Defensive. Im Angriff agieren die Franken gerne „Inside“ über Top-Star Predrag Suput, der sich gerne aufpostet, was eigentlich eine klassische Center-Bewegung ist, und im Eins-gegen-Eins den Korbabschluss sucht.

Den Zuschauern in der Lokhalle dürfte das Bamberger Team fast so vertraut sein wie das aktuelle Veilchen-Kollektiv. Siebenmal standen sich beide Clubs in der vergangenen Saison gegenüber. Zwei von vier Spielen haben die Brose Baskets in der Lokhalle gewonnen, darunter auch das vierte Match in der Playoff-Viertelfinalserie, mit dem die Franken die Veilchen aus dem Meisterrennen warfen.

Gleich acht Akteure der Vorsaison stehen weiterhin unter Vertrag, darunter die Top-Akteure Suput, der verletzte John Goldsberry, Karsten Tadda, Robert Garrett, Elton Brown, Beckham Wyrick und Eric Taylor. Weiterhin sind Suput (14 Punkte im Spiel), Brown, Garrett und auch Youngster Tadda feste Größen im Team von Trainer Chris Fleming. Neu dabei sind Aufbauspieler Anton Gavel (er ersetzt den verletzten Goldsberry), der vielseitige Guard Brian Roberts sowie der NBA- und Euroleague-erfahrene Forward Casey Jacobsen. Mit Tibor Pleiß (Center, 2,15 Meter) wechselte ein Hoffnungsträger für die deutsche Nationalmannschaft ins Frankenland.

Nach einer zwischenzeitlichen Negativserie von vier Niederlagen in Folge ist der Siebte mittlerweile richtig gut in Form. In der Liga sind die Brose Baskets seit drei Partien ungeschlagen, am Mittwoch gelang ihnen ein 85:62-Kantersieg beim lettischen Meister BK Ventspils in der zweithöchsten europäischen Spielklasse, dem Euro-Cup. Top-Scorer der Franken war Suput mit 18 Zählern. Als bester Rebounder trat Tibor Pleiß in Erscheinung, der zudem elf Punkte erzielte. Der zweifache Deutsche Meister dürfte also sehr selbstbewusst in der Lokhalle auftreten.

Die Franken werden das Auswärtsspiel aber nicht nur selbstbewusst, sondern auch recht ausgeruht in Angriff nehmen. Brose-Headcoach Chris Fleming durfte sich bei dreißig Punkten Vorsprung im letzten Viertel gegen Ventspils den Luxus erlauben, seine Startformation auf der Bank lassen.

Doch auch die Veilchen zeigten, dass sie in Europa bestehen können. Patrick steht das komplette Team des Krasnodar-Triumphs zur Verfügung. Besonders motiviert dürfte Chris McNaughton sein, der auf seinen Ex-Klub trifft.

Am kommenden Dienstag, 1. Dezember, 19:30 Uhr, gibt die MEG ihr Heimdebüt in der Euro-Challenge (ECM). Zu Gast ist das französische Spitzenteam BCM Gravelines Dunkerque, das sein erstes ECM-Match gegen das favorisierte Team Buducnost gewonnen hat. Tickets sind unter anderem in der Tageblatt-Geschäftsstelle an der Jüdenstraße 13c in Göttingen erhältlich.

Von Mark Bambey

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