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Veilchen zapfen zusätzliche Finanzquellen an

Basketball-Bundesliga Veilchen zapfen zusätzliche Finanzquellen an

Die Göttinger Bundesliga-Basketballer erfreuen sich nach dem wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellten Eigeninsolvenzantrag von Hauptsponsor MEG AG einer in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten Unterstützung von anderen Förderern.

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Unterstützen ihr Team: Nicht nur beim Anfeuern sind die Göttinger Fans spitze, sie helfen aktiv, Gelder zu akquirieren.

Quelle: Pförtner

Nicht nur die Fans präsentieren sich kreativ, um zusätzliche Zuschauer und somit weiteres Geld in die Kassen des Erstliga-Lizenz-Inhabers Starting five (S5) zu spülen. Auch die regionale Wirtschaft setzt trotz nachhallender Wirtschafts- und Finanzkrise mit dem Einsatz zusätzlicher Finanzmittel ein deutliches Zeichen für den Erhalt des Erstliga-Standortes Göttingen.

„Unsere harte Arbeit in den vergangenen Wochen trägt Früchte. Wir haben unser Ziel, den Budgetplan zu erfüllen, geschafft. Von den im Sommer nicht einmal vorhandenen 80 Prozent sind wir jetzt – natürlich ungeachtet der Gelder der MEG – bei 100 Prozent angelangt. Das heißt: Wir können einen Etat in Höhe von 1,5 Millionen Euro realisieren“, betont Ulli Frank. Der S5-Gesellschafter ist seit dem Sommer gemeinsam mit Stephan Karasch allein verantwortlich für das Sponsoring. Dass zusätzliche Finanzquellen sprudeln, sei vielen Kleinsponsoren zu verdanken, die ihr Engagement intensiviert hätten oder neu hinzugekommen seien. „Unsere Sponsorenpyramide ist in der Spitze weiter schmal, aber dafür an der Basis wesentlich breiter geworden. Seit dem Sommer haben wir 20 neue Sponsoren, aber besonders in den letzten zwei Wochen haben wir viele neue Förderer gewonnen. Insgesamt haben wir nun über 160 Partner“, unterstreicht Karasch.

Hervorgehoben wird von Karasch und Frank ein Projekt bestehender Sponsoren, das sie besonders fasziniert: Es nennt sich „Freunde des Göttinger Basketballs“. Neun regionale Förderer haben sich zusammengeschlossen und eine TV-Bande am Spielfeldrand erworben. Allein dieses Engagement spült 22 500 Euro in die S5-Kasse. „Die Summe ist schön und tut uns auch richtig gut. Wesentlich imponierender finde ich allerdings die Botschaft, die da gesendet wird. Sie heißt: Gemeinsam können wir viel mehr erreichen“, sagt Karasch. Angeschoben worden sei diese Idee nicht von der S5, betont Frank: „Idee und Umsetzung kommen von Michael Thenner und Jürgen Hollstein.“

Noch Filetstücke zu vergeben

Neu bei der S5 ist die Transparenz bei Sponsoring-Einnahmen. „Es gibt doch da eigentlich nichts zu verheimlichen“, so Karasch. Frank weist darauf hin, dass noch Filetstücke zu vergeben sind. So zum Beispiel die Brustfläche des Trikots, oder die Vorderseite der Hose, für die Interessenten etwa 50 000 Euro pro Saison berappen müssten. Das Trikot wird auch pro Spieltag vermarktet und schlägt dann mit 7500 Euro zu Buche. Werbebanden in der Halle gibt es ab 3000 Euro, das seien die Flächen neben der Anzeigetafel. Grundlinien-Fläche und Korbanlagen-Polster kosten 30 000 Euro, und für die Freiwurfkreise verlangt die S5 eine hohe fünfstellige Summe.

So sehr sich die Sponsoring-Fachmänner über die breite Unterstützung der Kleinsponsoren freuen, so sehr betonen sie jedoch auch die Notwendigkeit von Großsponsoren. „Von den kleineren Werbeflächen stehen nun nicht mehr viele zur Verfügung. Auch die Anzahl der Business-Club-Mitgliedschaften ist auf 110 begrenzt, um keine Qualitätsverluste zu erleiden. Wir brauchen zwei bis drei Großsponsoren, um diese Werbeflächen zu vermarkten“, so Frank. Derzeit hat der Business-Club 105 Mitglieder.

„Wir sind also trotz der schlechten Nachrichten bei der MEG AG auf einem recht guten Weg. Mit ein wenig weiterer Hilfe werden wir die eventuell entstehende Lücke fehlender MEG-Gelder schließen können. Wir arbeiten hart daran“, versprechen Frank und Karasch unisono.

Von Mark Bambey

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